Coenzym Q10

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Synonyme

Coenzym Q10 ist die veraltete Bezeichnung für Ubichinon-10 (auch UQ von engl. Ubiquinon, oder Q-10). Coenzym Q10 ist ein Chinon-Derivat mit lipophiler Isoprenoid-Seitenkette, strukturell verwandt mit Vitamin K und Vitamin E. Die reduzierte, phenolische Form wird Ubihydrochinon oder Ubichinol (kurz QH2) genannt. Ubichinon-10 gehört zu den Ubichinonen. Ubichinol (eng. Ubiquinol, auch Ubihydrochinon oder kurz QH2) ist eine elektronenreiche (reduzierte) Form des Coenzyms Q10. Q-10 wird als Bestandteil von kosmetischen Cremes sowie auch als Nahrungsergänzungsmittel zum Verkauf angeboten.

Biologische Funktion

Q-10 ist eine körpereigene Substanz. Es wird zum Teil über die Nahrung aufgenommen, aber auch im Körper selbst produziert. In jeder menschlichen Zelle wird die Energie aus der Nahrung in körpereigene Energie (ATP) umgewandelt. Q-10 ist als Coenzym an der oxidativen Phosphorylierung beteiligt, über die 95 % der gesamten Körperenergie (ATP) erzeugt wird.[1][2] Die Organe mit dem höchsten Energiebedarf – wie Herz, Lunge und Leber – weisen deshalb auch die höchste Q-10-Konzentration auf.[3]

Nahrungsergänzung und Kosmetik

Über die Nahrung nimmt ein Mensch täglich etwa drei bis fünf Milligramm des Coenzyms auf, was nicht zwingend notwendig ist.[4] Bei seltenem erhöhtem Q-10-Bedarf kann eine Nahrungsergänzung helfen, einen Mangel zu vermeiden oder auszugleichen. Für einen Erwachsenen beträgt die von den meisten Wissenschaftlern in solch einem Fall empfohlene Dosierung von Q-10 als Nahrungsergänzung 30–200 mg pro Tag.[5][6]

Q-10 ist auch propagierter Wirkstoff von vielfach angebotenen Hautcremes. Sie sollen den angeblich im Alter zunehmenden Mangel an Q-10 ausgleichen und z. B. den Abbau von schädlichen Radikalen sicherstellen.[7]

Studien zu Coenzym Q10 / Ubichinon

Studie zu Q10 beim Abnehmen

In einer Studie von Van Gaal et al. [8] [9]konnten die Forscher einen Q10-Mangel von 50% nachweisen, was bereits sehr kritisch ist! An der Studie, die mit einer kalorienreduzierten Diät verbunden war, nahmen Männer und Frauen mit Durchschnittsalter von 37,2 Jahren teil. Die Probanden wurden in zwei Gruppen unterteilt, eine Gruppe, die einen niedrigeren Q10-Spiegel aufwies und eine mit höherem Q10-Spiegel. Beiden Gruppen wurden 100mg Q10 täglich verabreicht! Als Ergebnis nach 12 Wochen Diät konnte nachgewiesen werden, dass die Patienten, die vor der Behandlung einen deutlich niedrigeren Q10-Spiegel hatten, den größten Gewichtsverlust nach der Behandlung mit Q10 aufwiesen! Im Schnitt wurde in den 3 Monaten eine Gewichtsreduktion von 16,4 kg erreicht bei der Gruppe mit dem anfänglich geringen Q10-Spiegel! Die Gruppe, die höheren Q10-Spiegel zum Start der Studie aufwies, hat hingegen ihr Gewicht um nur 5,8kg reduzieren können!

Studien zur Wirkung von Coenzym Q10 gegen Krebs / Tumorleiden

In einer Studie von Folkers et al. an 83 Krebspatienten mit 8 unterschiedlichen Krebsarten stellte sich heraus, dass bei allen ein starkes Q10-Defizit vorherrschte, besonders bei Brustkrebs- und Lungenkrebspatienten! Dieser ausgeprägte Q10-Mangel ist ein Hinweis für die Wichtigkeit der Q10 Einnahme während der Therapie (und Vorbeugung) von Krebs! Es liegen viele Studien vor, die den positiven Krankheitsverlauf bei Krebs unter der Einnahme von Co-Enzym Q10 bestätigen, so dokumentieren die Studien einen Anstieg der Lymphozyten (weissen Blutkörperchen) sowie des Immunglobulins im Blut der Krebspatienten! Ein Rückgang der Krankheitssymptome bishin zur Rückbildung des Tumors ist ebenfalls dokumentiert worden! Als Gründe hierfür werden derzeit verschiedene Mechanismen diskutiert, die von Aufbau des Immunsystems über verbesserte Zellübertragung und Zellkommunikation reichen, die eine Ausartung (Mutation) der Zellen verhindert. Bliznakow et al. ist es in einem Versuch an Labormäusen gelungen eindrucksvoll die positiven Eigenschaften von Q10 auf Tumorentstehung und Tumorentwicklung unter Beweis zu stellen! Es wurde die Häufigkeit einer Tumorausbildung, die Tumorgröße sowie die Sterblichkeitsrate in einer Gruppe mit Q10 und ohne Q10 verglichen. Lockwood et al.[10] konnte ebenfalls erstaunlich positive Effekte von Q10 gegen Krebs an 32 Krebspatienten, deren Zustand hoffnungslos schien, nachweisen. 3 der Patienten hatten eine sehr viel geringere Lebenserwartung, die die 18 monatige Studiendauer bei weitem unterschritt! Allen Patienten wurde zunächst 90mg Q10 täglich verabreicht, was bei 6 der Patienten zu herausragenden und bei den übrigen 26 anderen Patienten immerhin zu deutlichen Besserungen des Allgemeinzustands führte! Es wurden keine Sterbefälle verzeichnet, sogar die für die Krebserkrankung typischen Gewichtsabnahmen blieben aus! Um dem positiven Effekt weiter auf den Grund zu gehen, entschloss man sich einer Patientin die tägliche Q10-Dosis auf 390mg zu erhöhen, das Ergebnis: Bereits nach einem Monat war der Tumor nicht mehr ertastbar und weiteren Monat später bestätigte die Mommographie einen völligen Tumorrückgang! Bei einer anderen Patientin hat man die Q10 Dosis auf 300mg täglich erhöht, was nach 3 Monaten zum völligen Tumorverschwinden führte! Eine ältere Patientin, die bereits eine Brustamputation hinter sich hatte und einen weiteren Tumor bekam, verschwand dieser nach einer sechsmonatigen Behandlung mit Q10! Eine weitere Probandin hatte nach einer Brust-OP Metastasenbildung um das Narbengewebe herum. Die Q10-Behandlung hat auch diese Metastasen vollkommen verschwinden lassen! In seinem Bericht auf dem Q10-Kongreß in Boston 1998 erwähnt Judy et al. seine bemerkenswerten Erfolge mit 600mg Q10 am Tag in der Behandlung von Prostata-Krebs. Bei 10 von 14 Patienten sankt der PSA-Wert nach 360 Tagen Q10-Behandlung um 73,6 % und die Größe der Prostata verkleinerte sich um 48,4% völlig nebenwirkungsfrei![11] Prof. Folkers berichtete von Langzeit-Studien an denen u.a. 10 schwerstkranken Krebspatienten mit extrem schlechter Prognose teilnahmen. Nach intensiver Q10 Therapie sind bei einem der Patienten nach 3 Jahren keine Krebszellen mehr feststellbar gewesen, bei einem anderen nach 9 Jahren und bei einem dritten nach 10 Jahren! Die Erfolge seien zurückführbar auf die Stimulation des Antikörpers IgG und der T-Lymphozyten, sowie auf einen möglichen positiven Effekt auf zytotoxische T-Zellen![9]

Ubichinol schützt laut Studien vor vielen Erkrankungen besser als Ubichinon

Alterungsprozess: Mit dem Alter sinkt Fähigkeit, Ubichinon in Ubichinol umzuwandeln

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Die natürliche Q10-Produktion beginnt im Körper ab Anfang zwanzig abzunehmen[12]


Der Körper kann eine bestimme Menge der oxidierten Q10-Form, des Ubiquinon, das bei Bedarf später zu Ubiquinol reduziert wird, in seinen Zellen bilden. Studien zeigen jedoch, dass die natürliche Q10-Produktion im Körper ab Anfang zwanzig abzunehmen beginnt.[12]

Ubichinol ist ein hochwirksames, fettlösliches Antioxidans, das u. a. dazu in der Lage ist, α-Tocopherol zu regenerieren. Seine Bedeutung wird durch die Tatsache unterstrichen, dass es das einzige fettlösliche Antioxidans ist, das im Körper synthetisiert wird.[13] Wissenschaftler, die sich spezifisch mit Coenzym Q10 beschäftigen, haben den Zusammenhang zwischen suboptimalen Zuständen, die von hohem oxidativem Stress gekennzeichnet sind, und den entsprechenden Werten von Ubiquinon und Ubichinol im Körper untersucht – die beide zusammen einen Wert darstellen, der Gesamt Coenzym Q10 genannt wird. Störungen, die durch erhöhten oxidativen Stress entstehen, können die Ubichinol- und Ubichinonwerte im Körper dramatisch verändern, ein Faktor, den die Wissenschaftler als das Verhältnis von Ubichinol zu Ubichinon ausdrücken (Ubichinol:Ubichinon). Eine andere Form der Darstellung ist das Ubichinol-Verhältnis, also der Prozentsatz von Ubichinol in der Gesamtmenge des Coenzym Q10. Eine signifikante Veränderung wurde z. B. im Coenzym-Q10-Profil von Diabetes-II-Patienten gefunden. Konkret wurde eine Abnahme des Plasma-Ubichinol-Verhältnisses festgestellt, was auf ein Ansteigen des oxidativen Stresses schließen lässt.[14] Eine andere Studie zeigte die Abnahme von Ubichinol unter Bedingungen erhöhten oxidativen Stresses. Patienten, die unter Hepatitis, Zirrhose und Hepatom litten, zeigten alle eine Abnahme ihrer Ubichinol-Konzentrationen, während die Werte des gesamten Coenzym Q10 (Ubichinol + Ubichinon) sich nicht verringerten.[15] Neuere Forschungen legen nahe, dass reduzierte Ubichinolwerte mit dem Alterungsprozess zusammenhängen könnten. Ältere Menschen haben nicht nur eine verminderte Coenzym-Q10-Biosynthese, sondern auch eine reduzierte Fähigkeit, Ubichinon in Ubichinol umzuwandeln.[16] [17]

Ubichinol schützt gegen Parkinson-Krankheit besser als Ubiquinon

Eine Anzahl kleinerer Studien hat gezeigt, dass Coenzym Q10 positiv auf das neurologische System wirkt. Eine Studie aus dem Jahre 2002 untersuchte die Wirkung von Coenzym Q10 (Ubiquinon) bei Patienten mit beginnender Parkinson-Krankheit. Die Wissenschaftler dieser Multi-Center-Phase-II–Studie fanden heraus, dass Ubiquinon die Funktionsminderung bei Parkinson verringerte.[18] Angesichts dieser ermutigenden Ergebnisse wurde anschließend eine weit größere Multi-Center-Phase-III–Studie auf den Weg gebracht. Eine weitere Studie untersuchte die schützende Wirkung von Ubichinon und Ubichinol bei Ratten, denen MPTP (1-Methyl-4-Phenyl-1,2,3,6-Tetrahydropyridin) verabreicht worden war, ein Neurotoxin, das Veränderungen wie bei idiopathischer Parkinson-Krankheit hervorruft. MPTP wirkt selektiv toxisch auf die Zellen der Substantia Nigra, spezialisierte Zellen im Hirnstamm, die eine Rolle bei der motorischen Kontrolle und der Dopamin-Neurotransmitter-Synthese spielen. Beide Formen boten einen Schutz gegen MTPT-induzierte Toxizität, Ubichinol rief jedoch eine stärkere Wirkung hervor.[19] [17]

Erhebliche Schutzfunktion für die Nieren & Blutdrucksenkung durch Ubichinol

Wissenschaftler der Universität Tokio haben die Rolle von Antioxidantien bei chronischen Nierenkrankheiten untersucht. Als Vorstudie wurde ein Tiermodell chronischer Nierenkrankheit entwickelt. Drei Versuchsgruppen wurden definiert: eine Kontrollgruppe, eine Gruppe mit hoch salzhaltiger Nahrung und eine Gruppe mit hoch salzhaltiger Nahrung plus Ubichinol. Im Vergleich zur Kontrollgruppe erhöhte die hoch salzhaltige Nahrung oxidativen Stress (gemessen an der Produktion von Superoxidanion im Nierengewebe), erhöhte den Blutdruck und rief Albuminurie hervor. Im Gegensatz dazu zeigte die Gruppe mit der hoch salzhaltigen Nahrung und Ubichinol-Ergänzung Ergebnisse, die auf eine erhebliche Schutzfunktion für die Nieren durch Ubichinol hinwiesen, einschließlich einer verminderten Produktion von Superoxidanion (antioxidative Wirkung), vermindertes Urinalbumin und eine Abnahme des Bluthochdrucks.[20] [17]

Ubichinol blockiert entzündungsfördernde Substanzen besser als Ubiquinon

Es sind mehrere Studien initiiert worden, um die Wirkung von Coenzym Q10 auf die Genexpression zu untersuchen. So hat die computergestützte Analyse von Hunderten von Genen gezeigt, dass Coenzym Q10 auf 17 unterschiedliche Gene wirkt, die in ihrer Funktion durch 4 verschiedene zelluläre Verbindungswege verbunden sind: G-Protein gekoppelte Rezeptoren, den JAK-STAT-Signalweg, Integrin und Beta-Arrestin.[21] Die Forscher dieser Studie unternahmen anschließend detaillierte Untersuchungen mit der Ubichinol-Form. Eine In-vitro-Studie an einer menschlichen Monozytenzelllinie (THP-1), die Entzündung stimulierenden Lipopolysacchariden (LPS) ausgesetzt wurde, zeigte, dass Ubichinol die Freisetzung entzündungsfördernder Substanzen blockierte.[22] Die Wissenschaftler stellten fest, dass Ubichinol eine stärkere Wirkung auf diese Entzündungsauslöser hatte als Ubiquinon.[17]

Weniger Stenosen & atherosklerotische Veränderungen durch Ubichinol

Eine Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Ubichinol und Blutfetten bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung. Dabei versuchten die Forscher herauszufinden, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Ausmaß von Stenose (also der Verengung von Blutgefäßen) und den Konzentrationen von Ubichinol und Blutfetten gibt. Coenzym Q10 wird in Bezug auf Blutfette untersucht, weil es im Blut fast gänzlich in Lipoproteinen gefunden wird (besonders im Low Density Lipoprotein LDL-C).[23] Ihrerseits sind Lipoproteine Träger des fettlöslichen Cholesterins im Blutkreislauf (Cholesterin kommt nicht frei vor), daher also der Zusammenhang zwischen Coenzym Q10, Cholesterin und Lipoproteinen. Die Studienteilnehmer bekamen, im Gegensatz zu anderen Studien mit Nahrungsergänzung, kein Ubichinol und keine Statine. Um das Ausmaß von Stenose zu festzustellen, wurden die Probanden einer Angiographie der Herzkranzgefäße unterzogen. Von insgesamt 36 Probanden wurden 20 als negativ eingestuft (weniger als 50 % Stenose), 16 Probanden wurden als positiv klassifiziert (mehr als 70 % Stenose). Die Ergebnisse zeigten, dass der Quotient von Ubichinol zu Blutfetten in der Niedrig-Stenose-Gruppe signifikant höher war; im Gegensatz dazu wies die Hoch-Stenose-Gruppe signifikant niedrige Werte des Ubichinol/Blutfett-Quotienten auf.[24] Die Wissenschaftler hoben hervor, dass der Ubichinol/Blutfett-Quotient ein bedeutsamer Faktor für das Feststellen fortschreitender atherosklerotischer Veränderungen zu sein scheint. Auch wenn es sich hier nicht um eine Interventionsstudie handelte, trat der Zusammenhang zwischen dem Ubichinol/Blutfett-Quotienten und dem Ausmaß von Stenose klar zu Tage. [17]

Vorkommen, Einnahme und Bezugsquellen als Nahrungsergänzung

Vorkommen von CoEnzym Q10

Q-10 findet sich reichhaltig im Fleisch von Organen (Leber), öligem Fisch (Sardinen, Makrelen usw.), Nüssen (z. B. Pistazien), Hülsenfrüchten, Sesamsamen, Sonnenblumenkernen, Pflanzenölen, Kohl, Zwiebeln, Kartoffeln, Spinat, Rosenkohl und Brokkoli. Kochen kann das Coenzym jedoch zerstören.

Vorkommen von Ubichinol

Ubichinol ist ein fettlösliches Benzochinol, das in allen Zellsystemen gefunden wird und in praktisch jeder Zelle, jedem Gewebe und jedem Organ von Säugetieren. Ubichinol wird dem Körper durch Biosynthese, Nahrungsergänzung und, in kleinen Mengen, auch durch die Nahrung zugeführt. Ubichinol spielt eine wichtige Rolle als Schlüsselkomponente der Elektronentransportkette, durch die die Elektronen für die ATP-Synthase bereitgestellt werden. Bei Säugetieren findet die ATP-Produktion hauptsächlich in den Mitochondrien und – in geringerem Ausmaß – in anderen Organellen wie dem Golgi-Apparat oder dem endoplasmatischen Retikulum statt. Üblicherweise produzieren die Mitochondrien fast 95 % der für Zellwachstum und -entwicklung und einen gesunden Zellmetabolismus benötigten Energie. Die antioxidative Wirkung von Ubichinol wird inzwischen als eine der wichtigsten Funktionen in Zellsystemen angesehen. Ubichinol ist ein wirksames lipophiles Antioxidans, das in der Lage ist, andere Antioxidantien wie Vitamin E oder Vitamin C zu regenerieren. Jüngste Studien belegen außerdem die Funktion von Ubichinol bei der Genexpression, die in der Kommunikation, dem Metabolismus und Transport menschlicher Zellen zum Tragen kommt.[25][26][27][28] [17]

Ubichinol in Nahrungsmitteln

In der Nahrung finden sich unterschiedliche Mengen von Ubichinol. Die Auswertung einer großen Bandbreite von Nahrungsmitteln zeigte, dass Ubichinol in 63 von 70 unterschiedlichen Produkten vorkam und 46 % der gesamten Coenzym-Q10-Aufnahme der japanischen Ernährung ausmachte.[29]

Nahrungsmittel [17] Ubichinol (µg/g) Ubichinon (µg/g)
Rindfleisch (Leber) 40,1 0,4
Schwein (Schulter) 25,4 19,6
Gelbschwanz 20,9 12,5
Thunfisch (Dose) 14,6 0,29
Geflügel (Brust) 13,8 3,24
Petersilie 5,91 1,57
Rindfleisch (Schulter) 5,36 25
Broccoli 3,83 3,17
Schwein (Schenkel) 2,63 11,2
Orange 0,88 0,14
Makrele 0,52 10,1

Beste Bioverfügbarkeit bei Einnahme abends mit fetthältigen Mahlzeiten

Die Bioverfügbarkeit gibt die Fähigkeit des Körpers an, eine Substanz aufzunehmen. Damit ein Nahrungsergänzungsmittel wirken kann, muss der aktive Bestandteil dem Körper zur Verfügung gestellt werden und von ihm aufgenommen werden. Verfügt ein Präparat nur über eine geringe Bioverfügbarkeit, passiert die Substanz einfach das Verdauungssystem und wird ohne Wirkung vom Körper ausgeschieden.[12]

Qualitativ hochwertiges Q10-Rohmaterial entsteht laut [12] angeblich durch Hefefermentation. Die molekulare Struktur dieses Q10 sei mit dem körpereigenen Q10 identisch. Im Gegensatz zur bakteriellen Fermentation enthielte das durch Hefefermentation gewonnene Q10 keine unbekannten Verunreinigungen. Außerdem wäre es frei von den gefährlichen Cis-Isomeren, die sich in minderwertigem, synthetischem Q10 finden, das in der Regel aus Tabak-Nebenprodukten gewonnen wird. Unbehandeltes Q10 bestünde laut [12] aus Kristallen, die nur in Fett und nur bei einer Temperatur von 48 °C gelöst werden können. Deshalb wiesen viele Q10-Produkte angeblich eine geringe Bioverfügbarkeit auf.

Laut Angaben in [12], von welchen unklar ist, auf welche wissenschaftlichen Studien diese zurückzuführen sind, kann eine gute Bioverfügbarkeit mit behandeltem in Pflanzenöl gelöstem Ubiquinon in lichtgeschützten Weichgelatinekapseln erzielt werden, das sich bei Körpertemperatur vollständig in einzelne Q10-Moleküle auflöst.[30].

Coenzym Q10 ist laut [30] fettlöslich , daher sollte es mit einem Löffel Pflanzenöl oder mit einer Mahlzeit eingenommen werden, welche Fett enthält, so dass der Körper es besser aufnehmen kann. Coenzym Q10 am späten Abend einzunehmen sollte demnach für die optimale Aufnahme und Verwertung im Körper auch von Vorteil sein.

Bezugsquellen von Coenzym Q10 als Nahrungsergänzung

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Weitere Informationen

Einzelnachweise

  1. Ernster, L. & Dallner, G. (1995): Biochemical, physiological and medical aspects of ubiquinone function. Biochim. Biophys. Acta. Bd. 1271, S. 195-204. PMID 7599208
  2. Dutton, P.L. et al.: Coenzyme Q oxidation reduction reactions in mitochondrial electron transport. In: Kagan, V.E. & Quinn, P.J. (Hrsg.): Coenzyme Q: Molecular mechanisms in health and disease. CRC Press, 2000, S. 65-82.
  3. Shindo, Y., Witt, E., Han, D., Epstein, W., and Packer, L., Enzymic and non-enzymic antioxidants in epidermis and dermis of human skin, Invest. Dermatol., 102 (1994) 122-124.
  4. Weber, C.: Dietary intake and absorption of coenzyme Q. In: Kagan, V.E. & Quinn, P.J. (Hrsg.): Coenzyme Q: Molecular mechanisms in health and disease. CRC Press, 2000, S. 209-215.
  5. Kalén A, Appelkvist EL, Dallner G: Age-related changes in the lipid compositions of rat and human tissues. In: Lipids. 24, Nr. 7, Juli 1989, S. 579–84. PMID 2779364.
  6. Crane FL: Biochemical functions of coenzyme Q10. In: J Am Coll Nutr. 20, Nr. 6, Dezember 2001, S. 591–8. PMID 11771674.
  7. http://www.chemie-im-alltag.de/articles/0126/.
  8. Van Gaal L; de Leeuw I; Vadhanavikit S; Folkers K: Exploratory study on Coenzyme Q10 in obesity . Biomed. and Clin.Aspects of CoQ10: 4:369-374 (1984)
  9. 9,0 9,1 Studien zu Coenzym Q10 / Ubichinon
  10. Lockwood K; Moesgaard S; Hanioka T; Folkers K: Apparant partial remission of breast cancer in high-risk-patients supplemented with nutritional antioxidants, essential fatty acids and coenzyme Q10. Mol Aspects Med: 15s:231-240 (1994)
  11. Judy WV; Willis RA; Folkers K: Regression of prostate cancer and plasma specific antigens (PSA) in patients on treatment with CoQ10. Boston : 1 st Conf. of the Intl. Coenzyme Q10 Assn.: 143 (1998)
  12. 12,0 12,1 12,2 12,3 12,4 12,5 Das qualitativ beste Q10 finden, Health and Science News about Health, Family and Lifestyle, Healthandscience.eu ApS, Simmerstedvej 201, DK 6100 Haderslev, abgerufen am 3.9.2016
  13. P Navas et al.: The importance of plasma membrane coenzyme Q in aging and stress response. In: Mitochondrion, 2007, 7S, S34–S40.
  14. S Lim et al.: Oxidative burden in prediabetic and diabetic individuals: evidence from plasma coenzyme Q10. In: Diabetic Medicine, 2006, 23, S. 1344–1349.
  15. Y Yamamoto et al.: Plasma ubiquinone to ubiquinol ratio in patients with hepatitis, cirrhosis, and hepatoma, and in patients with percutaneous transluminal coronary reperfusion. In: BioFactors, 1999, 9, S. 241–246.
  16. H Wada et al.: Redox Status Of Coenzyme Q10 Is Associated With Chronological Age. In: Journal of the American Geriatrics Society, 2007, 55(7), S. 1142–1144.
  17. 17,0 17,1 17,2 17,3 17,4 17,5 17,6 Wikipedia: Ubichinol, abgerufen am 17. Juli 2016
  18. C Shults et al.: Effects of Coenzyme Q10 in Early Parkinson Disease. In: Archives of Neurology, 2002, 59 S. 1541–1550.
  19. C Cleren et al.: Therapeutic effects of coenzyme Q10 (CoQ10) and reduced CoQ10 in the MPTP model of Parkinsonism. In: Journal of Neurochemistry, 2008, 104, S. 1613–1621.
  20. A Ishikawa et al.: Renal preservation effect of ubiquinol, the reduced form of coenzyme Q10. In: Clin Exp Nephrol., 2010.
  21. F Döring et al.: Functional Connections and Pathways of Coenzyme Q10-inducible Genes: An In-silico Study. In: IUBMB Life, 2007, 59(10), S. 628–633.
  22. C Schmelzer et al.: In vitro effects of the reduced form of Coenzyme Q10 on secretion levels of TNF-alpha and chemokines in response to LPS in the human monocytic cell line THP-1. In: J Clin Biochem Nutr., 2009, 44, S. 62–66.
  23. MV. Miles: The uptake and distribution of coenzyme Q(10). In: Mitochondrion, 2007, S72–S77.
  24. P Zakova et al.: Ubiquinol-10/lipids ratios in consecutive patients with different angiographic findings. In: Clinica Chimica Acta, 2007, 380, S. 133–138.
  25. M. Battino et al.: Natural distribution and occurrence of coenzyme Q homologues. In: Membr. Biochem., 1990, 9, S. 179–190.
  26. D. E. Green, Tzagoloff: The mitochondrial electron transfer chain. In: Arch. Biochem. Biophys., 1966, 116, S. 293–304.
  27. B. Frei et al.: Ubiquinol-10 is an effective lipid-soluble antioxidant at physiological concentrations. In: Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 1990, 87, S. 4879–4883.
  28. A. Arroyo et al.: Ubiquinol regeneration by plasma membrane ubiquinone reductase. In: Protoplasma, 1998, 205, S. 107–113.
  29. H Kubo et al.: Food Content of ubiquinol-10 and ubiquinone-10 in the Japanese diet. In: Journal of Food Composition and Analysis, 2008, 21, S. 199–210, doi:10.1016/j.jfca.2007.10.003.
  30. 30,0 30,1 Could Antioxidant Supplement Cut Heart Failure Risk?, by Denise Reynolds RD G+, eMaxHealth.com, 28.5.2013, abgerufen am 4.9.2016

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