Krebs (Medizin)

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Krebs, Krebsgeschwulst, syn. Malignom bezeichnet in der Medizin einen malignen (bösartigen) Tumor – eine bösartige Gewebeneubildung (Neoplasie). Im engeren Sinn sind die malignen epithelialen Tumoren (Karzinome) und die malignen mesenchymalen Tumoren (Sarkome) gemeint. Umgangssprachlich werden auch die bösartigen Hämoblastosen als Krebs, wie beispielsweise Leukämie als „Blutkrebs“, bezeichnet.

Alle sonstigen Tumoren, zu denen auch benigne (gutartige) Neoplasien zählen, sind kein „gutartiger Krebs“ oder Krebs irgendeiner Form. Diese sind Gewebsvermehrungen oder Raumforderungen im Körper, die keine Metastasen bilden. Das betrifft sowohl die Schwellung bei einer Entzündung als auch gutartige Neoplasien (Neubildungen von Körpergewebe durch Fehlregulationen des Zellwachstums).

Gutartige Tumoren wie Muttermale und Fettgeschwülste (Lipome) werden in der Fachsprache nicht als Krebs bezeichnet, aber sie können trotzdem gefährlich werden, da sie entarten können oder lebenswichtige Organe in deren Funktion beeinträchtigen (etwa der Kleinhirn-Brückenwinkeltumor). Krebs ist im allgemeinen Sprachgebrauch ein Sammelbegriff für eine Vielzahl verwandter Wikipedia:Krankheiten, bei denen Körperzellen unkontrolliert wachsen, sich teilen und gesundes Gewebe verdrängen und zerstören können. Krebs hat unterschiedliche Auslöser, die letztlich alle zu einer Störung des genetisch geregelten Gleichgewichts zwischen Zellzyklus (Wachstum und Teilung) und Zelltod (Apoptose) führen. Die sich dem Krebs widmende medizinische Fachdisziplin ist die Onkologie.[1]

Inhaltsverzeichnis

Krebsauslöser: karzinogene Situationen, Mixturen und Stoffe

Entsprechend der oben beschriebenen Theorie sind vor allem Einflüsse, die das Erbgut verändern, krebserregend. Besonders empfindlich dafür ist die Zelle während der Zellteilung; daher sind Zellen, die sich schnell teilen, besonders anfällig. Auch Einflüsse, die das Immunsystem daran hindern, entartete Zellen zu erkennen und zu beseitigen, gelten als krebsfördernd. Besonders gefährlich sind demnach:[1]

Biologische Einflüsse

Lebensstil und Lebensumstände

Quantitative Einschätzung verschiedener Faktoren

Tabelle: Kanzerogene in der Umwelt: Verschiedene Faktoren als Verursacher von Krebs-Todesfällen in den USA nach Environmental Protection Agency (EPA), Angabe in % aller Krebs-Todesfälle.[13][1]

Faktor Anteil in %
Nahrung 35
Tabakkonsum 30
Infektionen 10?
Fortpflanzungs- und Sexualverhalten 7
Arbeitsplatz 4
Alkohol 3
Geophysikalische Faktoren (z. B. Sonnenlicht-Exposition, Innenraumbelastung durch Radon, allg. Strahlenbelastung) 3
Allgemeine (anthropogene) Umweltbelastungen (z. B. Innenraum, Luft, Trinkwasser, Boden, Altlasten, Pestizid-Eintrag) 2
Industrieprodukte <1
Lebensmittel-Zusatzstoffe <1
Arzneimittel und medizinische Prozeduren 1
Unbekannt ?
[1]

WHO-Liste aller 116 Krebsauslöser: Situationen, in denen man Karzinogenen ausgesetzt ist (1-20)

Am 26. Oktober 2015 sorgte die Weltgesundheitsorganisation WHO für Aufsehen: Wurst und rotes Fleisch wie Schweine- oder Rindfleisch sei wahrscheinlich krebserregend [14]. Der Verzehr von verarbeiteten Fleischprodukten begünstige Darmkrebs, verkündete die zur WHO gehörende internationale Krebsforschungsagentur (IARC). Tatsächlich ist rotes Fleisch „nur“ eines von 116 Karzinogenen auf der Liste der Dinge, die krebserregend sind. Die insgesamt 116 Substanzen und Aktivitäten lassen sich in drei Gruppen einteilen: „Situationen, in denen man dem Karzinogen ausgesetzt ist“, „Mixturen“ und „Stoffe“.[15]

1. Tabakrauch: Der häufigste Weg wie Tabakrauch eingeatmet wird, ist über das Rauchen von Zigaretten. Das kann zumindest 14 Krebsarten begünstigen, insbesondere Lungenkrebs. Aber auch Passivrauchen erhöht das Krebsrisiko (siehe Punkt 13).

2. Solarien: Die ultraviolette Strahlung im Solarium sorgt nicht nur für braune Haut, sondern kann Menschen auch zu sehr UV-Strahlung aussetzen. Das kann Hautkrebs verursachen sowie frühzeitige Hautalterung.

3. Aluminiumproduktion: Arbeiter, die in der Aluminiumproduktion Dämpfen ausgesetzt sind, haben ein erhöhtes Risiko für Lungen- und Blasenkrebs.

4. Arsen im Trinkwasser: Gelangt die giftige Chemikalie ins Trinkwasser, insbesondere ins Grundwasser, erhöht das das Risiko für Hautkrebs sowie Leber-, Lungen-, Nieren- und Blasenkrebs. Arsen wird etwa für die Herstellung bestimmte Legierungen benötigt.

5. Auraminproduktion: Der Farbstoff Auramin kann bei jenen, die damit arbeiten, das Auftreten von Blasenkrebs erhöhen. In der Verarbeitung können schädliche Stoffe eingeatmet werden.

6. Schuhherstellung und -reparatur: Ein erhöhtes Risiko für Nasenkrebs und Leukämie haben jene, die in starkem Ausmaß Lederdämpfen ausgesetzt sind.

7. Schornstein fegen: Der Name „Schornsteinfegerkrebs“ kommt nicht von ungefähr – die Kehrer sind einer Vielzahl gefährlicher Chemikalien und Substanzen ausgesetzt, darunter karzinogene Metalle wie Arsen, Nickel und Chrom sowie giftige Mineralien wie Asbest.

8. Kohlevergasung: Arbeiter, die Kohlevergasung ausgesetzt sind, wenn also Kohle mit Sauerstoff, Kohlendioxid und Wasserdampf reagiert und ein Gas entsteht, haben ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko.

9. Kohlenteer-Destillation: Kohlenteer ist eine zähe, schwarze Flüssigkeit, die nach der Destillation von Kohlenteer übrig bleibt. Diese wird als Basis für Lacke und Farben, für Straßenpflaster, als Bindemittel für Asphalt und beim Dachdecken verwendet. Wer in der Herstellung arbeitet, hat ein erhöhtes Hautkrebsrisiko. (siehe Punkt 18)

10. Steinkohlenkoksproduktion: Arbeiter in der Koksproduktion haben ein erhöhtes Risiko für Lungen- und Leberkrebs.

11. Möbelbauer: Holzdämpfe erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Nasenkrebs.

12. Abbau von Roteisenerz (Hämatit): Arbeiter, die Hämatit abbauen, eine Quelle für Eisen, sind dem radioaktiven Kanzerogen Radon ausgesetzt – das erhöht ihr Lungenkrebsrisiko.

Nichtraucherschutz Foto: APA/dpa/Martin Gerten 13. Passivrauchen: Das Risiko eines Nichtrauchers für Lungenkrebs erhöht sich um ein Viertel, wenn er den Rauch anderer einatmet. Auch andere Krebsarten sowie Herzkrankheiten, Schlaganfall und die Lungenkrankheit COPD können durch Passivrauchen ausgelöst werden.

14. Eisen- und Metallgießen: Arbeiter, die Eisen und Metall gießen, sind einer Vielzahl von schädigenden Substanzen ausgesetzt. Sie haben ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs.

15. Herstellung von Isopropanol, auch 2-Propanol: Menschen, die in diesem Bereich arbeiten erkranken häufiger an Krebs in den Nasennebenhöhlen sowie Kehlkopfkrebs. Die farblose Substanz kommt in einer Reihe von Anwendungen in der Industrie, im Haushalt sowie der Pharmazie zum Einsatz.

16. Herstellung von Magenta-Färbemittel: Der rot-violette Farbstoff enthält Chemikalien, die mit Blasenkrebs in Zusammenhang stehen.

17. Maler und Anstreicher: Manche Arbeitsbereiche von Malern, insbesondere Holzlacke und Beizen, erhöhen das Risiko für Lungenkrebs.

18. Pflastern und Dachdecken mit Kohlenteer: Wer mit Steinkohlenteer arbeitet ist zahlreichen chemischen Verbindungen ausgesetzt, die Haut-, Lungen-, Blasen- und Nierenkrebs sowie Krebs im Verdauungstrakt verursachen können.

19. Gummiindustrie: Wer mit Gummi arbeitet, hat ein erhöhtes Risiko für Blasen- und Lungenkrebs sowie Leukämie. Auch andere Krebsarten sind häufig.

20. Stark anorganische Säurenebel, die Schwefelsäure enthalten: Arbeitet man beruflich mit diesen Substanzen hat man laut IARC ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs.[15]

WHO-Liste aller 116 Krebsauslöser: Karzinogene Mixturen (21-39)

21. Natürlich auftretende Mischungen von Aflatoxinen: Diese Gifte werden von bestimmten Pilzarten produziert und sind mit einem erhöhten Leberkrebsrisiko assoziiert.[15]

22. Alkoholische Getränke: Der Konsum von alkoholischen Getränken kann Brustkrebs, Darmkrebsarten, Kehlkopfkrebs, Speiseröhrenkrebs, Mundhöhlenkrebs und Rachenhöhlenkrebs auslösen.

23. Betelnüsse: Der Konsum von Betelnüssen gilt als mildes Stimulans, mit ähnlichen Wirkungen wie Alkohol. Er sorgt für Wohlbefinden und dämpft den Appetit. Dies sorgt für ein erhöhtes Risiko von Mundhöhlen- und Speiseröhrenkrebs.

24. Betelkautabak ohne Tabak

25. Betelkautabak mit Tabak

26. Kohlenteer-Anstrich

27. Kohlenteer

28. Emissionen von Kohlenteer, die im Inneren von Räumen eingeatmet werden

29. Diesel-Abgase

30. Mineralöle, unbehandelt und mild behandelt

31. Phenacetin, ein Schmerz- und fiebersenkendes Mittel, das bereits in einigen Ländern verboten ist

32. Pflanzen, die Aristolochiasäuren enthalten. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die z.B. in Pfeifenblumen, Haselwurzen und anderen Gattungen enthalten sind. Sie werden in der traditionellen chinesischen Medizin seit Jahrhunderten verwendet.

33. Polychlorierte Biphenyle (PCB): Das sind giftige organische Chlorverbindungen, die bis in die 1980er in Transformatoren, elektrischen Kondensatoren, in Hydraulikanlagen als Hydraulikflüssigkeit sowie als Weichmacher in Lacken, Isoliermitteln, Kunststoffen und Dichtungsmassen eingesetzt wurden. Sie zählen zum „Dreckigen Dutzend“, zwölf Stoffen,d ie 2001 weltweit verboten wurden.

34. Gepökeltes: Beruht die Ernährung stark auf salz-gepökeltem Fleisch und Fisch oder in Essig Eingelegtes kann das das Krebsrisiko erhöhen. Diese Nahrungsmittel können zu einem großen Anteil Nitrate und Nitrite enthalten, deren Reagenzien im Körper die DNA schädigen können.

35. Schieferöl: Die Gewinnung von Schiefergas, Fracking inkludiert, kann giftige Chemikalien in die Luft, in Wasser und den Boden freisetzen. Chemikalien, die beim Fracking verwendet werden, sind bereits wegen ihres erhöhten Krebsrisikos in die Aufmerksamkeit geraten.

36. Ruß

37. Rauchfreie Tabakprodukte wie Kautabak

38. Holzstaub

39. Verarbeitetes Fleisch: Schinken, Speck oder Würstel – Fleisch, das in irgendeiner Art verarbeitet ist, entweder um es haltbarer zu machen oder für den Geschmack wurde von der WHO als genauso gefährlich eingestuft wie Tabak.[15]

WHO-Liste aller 116 Krebsauslöser: Karzinogene Stoffe (40-116)

40. Acetaldehyd[15]

41. 4-Aminobiphenyl

42. Aristolochiasäuren und Pflanzen, die sie enthalten

43. Arsen und seine Komponenten 44. Asbest

45. Azathioprin

46. Benzol

47. Benzidin

48. Benzo(a)pyren

49. Beryllium und seine Komponenten

50. Chlornapazin

51. Bis(chloromethyl)ether

52. (Chlormethyl)methylether

53. 1,3-Butadien

54. Busulphan, Myleran

55. Cadmium und seine Komponenten

56. Chlorambucil

57. Methyl-CCNU (1-(2-Chloroethyl)-3-(4-methylcyclohexyl)-1-nitrosourea; Semustin)

58. Chrom (VI) Komponenten

59. Ciclosporin

60. Hormonelle Verhütungsmittel, die sowohl Östrogen als auch Progesteron enthalten

61. Verhütungsmittel, die sequenzielle Formen hormoneller Verhütung beinhalten (eine Periode mit nur Östrogen gefolgt von einer Periode Östrogen und Progesteron)

62. Cyclophosphamid

63. Diethylstilboestrol

64. Farbstoffe, die zu Benzidin metabolisieren[15]

65. Epstein-Barr Virus

66. Nonsteroidale Östrogene

67. Steroidale Östrogene

68. Postmenopausale Östrogentherapie

69. Ethanol in alkoholischen Getränken

70. Erionit

71. Ethylenoxid

72. Etoposid alleine und in Kombination mit Cisplatin and Bleomycin

73. Formaldehyd

74. Galliumarsenid

75. Infektion mit Helicobacter pylori (Bakterien)

76. Chronische Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus

77. Chronische Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus

78. Pflanzliche Heilmittel, die Pflanzen der Gattung Aristolochia enthalten

79. Infektion mit HIV

80. Humanes Papillomavirus Typ 16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59 und 66

81. Humanes T-lymphotropes Virus

82. Melphalan

83. Methoxsalen (8-Methoxypsoralen) plus ultraviolette A-Strahlung

84. 4,4’-methylene-bis(2-chloroaniline) (MOCA)

85. MOPP und andere kombinierte Chemotherapie inklusive Alkylierungsmittel

86. Senfgas

87. 2-Naphthylamin

88. Neutronenstahlung

89. Nickelkomponenten

90. 4-(N-Nitrosomethylamino)-1-(3-pyridyl)-1-butanone (NNK)

91. N-Nitrosonornicotine (NNN)

92. Infektion mit Opisthorchis viverrini

93. Luftverschmutzung

94. Feinstaub in der Außenluft

95. Phosphorus-32

96. Plutonium-239 und seine Zerfallsprodukte

97. Radonzerfallsprodukte, von Atomunfällen und nuklearen Waffen

98. Radionuclide, α-Partikel-emittierend, intern hinterlegt

99. Radionuclide, β- Partikel-emittierend, intern hinterlegt

100. Radium-224 und seine Zerfallsprodukte

101. Radium-226 und seine Zerfallsprodukte

102. Radium-228 und seine Zerfallsprodukte

103. Radon-222 und seine Zerfallsprodukte

104. Infektion mit den Saugwürmern Schistosoma haematobium

105. Kristalline Kieselsäure (in der Form von Quarz oder Cristobalit am Arbeitsplatz eingeatmet )

106. Sonnenstrahlung

107. Talkum, das asbestiforme Fasern enthält

108. Tamoxifen

109. 2,3,7,8-tetrachlorodibenzo-para-dioxin

110. Thiotepa (1,1’,1”-phosphinothioylidynetrisaziridin)

111. Thorium-232 und seine Zerfallprodukte, intravenös als kolloidale Dispersion von Thorium-232-Dioxid verabreicht

112. Treosulfan

113. Ortho-Toluidine

114. Vinylchlorid

115. Ultraviolette Strahlung

116. Röntgenstrahlung und Gamma-Strahlen[15]

Umweltgifte als Krebsauslöser

Physikalische Noxen

Elektromagnetische Strahlung wie ultraviolettes Licht, Röntgen- oder radioaktive Strahlung.
Beispiel: Bei der Herz- (Koronar-) Untersuchung mittels Computertomographie erkaufen sich Patienten die erhöhte Sensitivität der Untersuchungsmethode mit einem gesteigerten Krebsrisiko. So errechneten amerikanische Wissenschaftler, dass bei Zwanzigjährigen eine von 143 mittels Koronar-CT untersuchten Frauen im Laufe ihres Lebens infolge dieser Angiographie-Strahlung an Krebs erkrankt, aber nur einer von 686 gleich alten Männern. Die CT-Angiographie der Koronarien scheint vor allem bei Frauen und jungen Menschen das Krebsrisiko erheblich zu erhöhen.[16] Nach einer Schädel-CT beträgt das Krebs-Risiko für Frauen 1:8.100 und für Männer 1:11.080.[17] Ausgehend von 70 Millionen durchgeführter CT-Scans in den USA im Jahr 2007 sind 29.000 künftige Krebserkrankungen zu befürchten.[18]

Imprägnierung von Polyurethan-Schaum mit Flammschutzmittel TDCPP

Ob Dämmschichten, Polstermöbel oder die Büroausstattung: Viele Objekte aus Polyurethan-Schaum sind mit Flammschutzmitteln imprägniert, um die Ausbreitung von Feuern in Wohn- und Arbeitsräumen zu hemmen. [19] [20] Ein weit verbreitetes Flammschutzmittel, Tris(dichlorpropyl)-phosphat (TDCPP), hat sich allerdings in den letzten Jahren immer mehr als gesundheitlich bedenklich erwiesen. "Das Flammschutzmittel Tris(dichlorpropyl)-phosphat (TDCPP) wirkt krebserregend, stört das Hormonsystem und ist potenziell neurotoxisch", so fassen Courtney Carignan von der Boston School of Public Health und ihre Kollegen das Gesundheitsrisiko des Stoffes zusammen. Das sogenannte TDCPP gilt als wahrscheinlich krebserregend und neurotoxisch. In einer Stichprobe haben nun US-amerikanische Forscher in 99 Prozent aller untersuchten Bürostaub-Proben TDCPP gefunden. Sie wiesen zudem in allen Urinproben der dort Arbeitenden ein Abbauprodukt dieses Flammschutzmittels nach. Das sei ein Indiz dafür, dass die Arbeitsumgebung zur individuellen Belastung mit TDCPP beitrage, konstatieren sie im Fachmagazin "Environment International". In Tierversuchen wirkt die Substanz mutationsfördernd auf Zellkulturen und soll bei Mäusen erhöhte Raten von Nieren- und Leberkrebs verursacht haben, wie auch das deutsche Umweltbundesamt in einer Publikation berichtet. Unter anderem deshalb steht diese Substanz in der EU auf der Liste der Stoffe, die künftig als möglicherweise krebserregend eingestuft werden sollen. Egal ob Büro, Auto oder Wohnzimmer - in 99 Prozent der Staubproben wiesen die Forscher das Flammschutzmittel nach. Die Konzentrationen seien dabei in den Fahrzeugen mit 12,5 Mikrogramm pro Gramm (μg/g) am höchsten gewesen, gefolgt von den Büros mit 6,06 μg/g, berichten sie. Weniger stark belastet war dagegen der Staub aus den Wohnungen der Angestellten: Im Wohnzimmerstaub fanden die Wissenschaftler 4,21 μg/g, in den Schlafzimmern nur 1,4 μg/g TDCPP. Angestellte, die in neueren, weniger belasteten Büros arbeiteten, hatten 74 Prozent weniger Abbauprodukt im Urin wie diejenigen aus älteren Büros. Möglicherweise sei in den neueren Gebäuden ein anderes Flammschutzmittel eingesetzt worden oder aber die Substanz habe noch nicht genügend Zeit gehabt, um sich aus den Möbeln herauszulösen. Leider sei es im Alltag sehr schwierig, diese Substanzen zu vermeiden. "Im Moment ist der beste Rat, den wir geben können: Hände waschen, Staub wischen, gut Lüften und vielleicht auch Luftfilter einsetzen."

WHO im März 2015:"Glyphosat wahrscheinlich krebserzeugend bei Menschen"

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WHO: Pestizid Glyphosat krebserregend?
ORF2-Teletext Sa.4. April 2015


Für manche ist es ein rätselhafter, für andere ein überfälliger Sinneswandel: Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft das weltweit verwendete Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat Ende März 2015 als "wahrscheinlich krebserregend" ein - kurz bevor die EU über die Verwendung entscheidet. Das weltweit am häufigsten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO "wahrscheinlich krebserzeugend bei Menschen". Der Konzernriese Monsanto bezeichnete das als falsch. Die WHO wehrt sich: Man habe aktuellere Studien herangezogen als das Deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Das hatte 2014 Glyphosat als unbedenklich eingestuft. Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit entscheidet noch 2015 über eine weitere Verwendung.

Glyphosat wurde anfangs vom US-amerikanischen Konzern Monsanto unter dem Namen Roundup vertrieben. Mittlerweile gibt es zahlreiche Produkte, die den Wirkstoff enthalten. Allein in Deutschland sind es 92. Bis März 2015 hatte die WHO die Substanz als unbedenklich eingestuft.

In der Fachzeitschrift The Lancet [21] begründet die Organisation ihre veränderte Haltung zu Glyphosat jetzt unter anderem mit drei Untersuchungen in Kanada, Schweden und den USA. In allen drei Studien wurde der Gesundheitszustand von Menschen mit und ohne Kontakt zu der Chemikalie verglichen. Diejenigen, die mit dem Pestizid in Berührung gekommen waren, hatten der Veröffentlichung zufolge ein erhöhtes Risiko, am Non-Hodgkin-Lymphom zu erkranken. Zudem gibt es nach Ansicht der WHO "ausreichende" Belege, dass Glyphosat bei Mäusen und Ratten Tumore verursacht.

Das Pestizid wird nicht nur in der Landwirtschaft eingesetzt. Auch Baumärkte und Gartencenter verkaufen glyphosathaltige Produkte für Privathaushalte. Nach Angaben der WHO wurde die Substanz in geringen Konzentrationen bereits in Lebensmitteln, im Wasser und in der Luft gefunden.[22]

GLOBAL 2000 fordert Glyphosat-Verbot und verbesserte Risikobewertung für Pestizide
"Die Entscheidung der WHO war überfällig und absolut richtig", sagt Helmut Burtscher, Umweltchemiker der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000: "Umso brisanter ist die Tatache, dass die erst kürzlich von Deutschland durchgeführte EU-Risikobewertung von Glyphosat absolut kein Gesundheitsrisiko durch den Wirkstoff Glyphosat entdeckt haben will."

Das deutsche Bundesamt für Risikobewertung (BfR) führte 2014 im Zuge der EU-Wirkstoffprüfung für Pestizide im Auftrag der Europäischen Union eine Neubewertung der gesundheitlichen Risiken von Glyphosat durch und kam zu der Schlussfolgerung, dass sich "nach Prüfung von mehr als 1.000 neuer Studien keine Hinweise auf eine krebserzeugende, reproduktionsschädigende oder fruchtschädigende Wirkung durch Glyphosat bei den Versuchstieren" hätte finden lassen. Burtscher dazu: "Diese offensichtliche und eklatante Fehlbeurteilung des gesundheitlichen Risikos von Glyphosat verlangt nach einer lückenlosen und transparenten Aufklärung der Ursachen dieser Fehlleistung."

Inakzeptable Schwächen des europäischen Zulassungssprozesses für Pestizide musste die EU-Kommission bereits vor drei Jahren hinsichtlich des Risikos für Bienen eingestehen. Die Verbote dreier Neonicotinoide und Fipronil und die grundlegende Neugestaltung der Risikobewertung für bestäubende Insekten waren die Folge. Analog dazu verlangt die WHO-Einstufung von Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend" nicht nur das sofortige Verbot von Glyphosat für Landwirtschaft und Hausgärten. Vielmehr bedarf es einer grundsätzlichen Überarbeitung und Verbesserung der in der EU-Pestizidverordnung festgelegten Methoden und Datenerfordernisse zur Ermittlung des gesundheitlichen Risikos von Pestiziden und Pestizdrückständen. Der Schutz von AnwenderInnen aus Landwirtschaft und Hausgartenbereich sowie der KonsumentInnen muss oberstes Ziel sein! [23]

Lymphome und Myelome durch Pestizid Glyphosat?

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ORF Teletext am 13. Juni 2013: Pestizid Glyphosat in Semmeln & Brot, bleibt zu 30% im Körper


"Mehrere epidemiologische Studien zu Pestizid-Anwendungen im Umfeld von Menschen haben bereits ab 2003 schwache, aber statistisch signifikante Korrelationen mit Erkrankungsfällen an Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) (DeRoos, 2003)[24] und an multiplen Myelomen (DeRoos, 2005)[25] gezeigt. In diesen Studien werde zwar nicht ganz exakt gegenüber Expositionen zu mehreren anderen Pestiziden abgegrenzt, trotzdem seien sie als indikativ, aber nicht endgültig anzusehen".[26]
In seiner Risikobeurteilung von Herbiziden informierte das Pesticide Research Institute im August 2008 auf 96 Seiten[27] sehr ausführlich auch über Glyphosat.
Auf den Seiten 84 bis 96 wird eine große Anzahl an Quellen angeführt, welche über das Pestizid-Risiko von Glyphosat bis 2008 schon vorhanden waren.
In dieser Beurteilung wurden auch zahlreiche Quellen angeführt, in welchen 2008 das karzinogene Risiko von Glyphosat als geringer als bei anderen Pestiziden, unbedenklich bzw. vertretbar eingestuft wurde.
Eine Studie von George et al (2010)[28] und ein Vortrag von Dr. Martha Mertens, Sprecherin des BUND-AK Gentechnik vom 29.10.2011[29] informieren darüber, dass Roundup/Glyphosat im Verdacht steht, krebsfördernd zu sein. Das Pesticide Research Institute[30] (PRI) aus Kalifornien informiert im Juli 2012 in seinem "PRI Pesticide Review — Glyphosate"[26] über 2 Studien zu Glyphosat, nämlich (DeRoos, 2003)[24] und (DeRoos, 2005)[25], welche signifikante Korrelationen mit Erkrankungsfällen an Non-Hodgkin-Lymphomen und an multiplen Myelomen erkennen ließen.
Auch die Studie[31] von A.Samsel and S.Seneff vom April 2013 kommt zu dem Ergebnis, dass Glyphosat in ursächlichem Zusammenhang mit Krebs und der Alzheimer-Krankheit steht. Die ZDFzoom-Reportage[Film 1] welches z.B. unter der Handelsbezeichnung Roundup von Monsanto vertrieben wird, unter Verdacht steht, Krebs, Leukämie und Missbildungen zu verursachen. Dies wird auf Grund zahlreicher Indizien wie stark gehäuften Krebserkrankungen und Missbildungen in Regionen angenommen, wo das Gift massenhaft eingesetzt wird. In dem Film wird darüber informiert, dass das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) diese Pestizide nicht mit unabhängigen Experten beurteilt, und dass den Bewertungen des BfR keine unabhängigen Studien, sondern überwiegend von Herstellern wie Monsanto selbst beauftragte Studien und sogar Studien unbekannter Herkunft ohne Namensnennung von Autoren zugrunde liegen. Weit mehr als die Hälfte aller Deutschen haben Glyphosat im Urin.
Im ORF Teletext wird am 13. Juni 2013 wie folgt über Glyphosat informiert: "Minister Berlakovich (ÖVP) sprach sich am 13. Juni 2013 gegen ein Verbot des Unkrautmittels Glyphosat aus, welches Umweltschutz—Organisationen, Grüne und BZÖ fordern. Er wolle die Resultate von EU—Untersuchungen abwarten. Das Mittel sollte aber nur noch in Fachmärkten mit Beratung verkauft werden. 2010 sind 500 Tonnen verkauft worden, viele Gartenbesitzer verwenden es gegen Unkraut. Global 2000 hat Rückstände in Semmeln und Brot nachgewiesen: Das Gift bleibe in Tierversuchen zu 30 % nach der Nahrungsaufnahme im Körper. Es gehöre sofort verboten".[32]
Global 2000 Studie: 80% der Deutschen haben Rückstände des Pestizids Glyphosat im Harn:

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Der weltweite Glyphosateinsatz verfünffachte sich von 2000 bis 2010


Die Global 2000 Studie vom 13.6.2013 informiert darüber, dass drei von zehn ÖsterreicherInnen das Pestizid Glyphosat bzw. seinen Metaboliten AMPA (Aminomethylphosphonsäure) in quantifizierbaren Mengen im Urin haben. Zwischen Ende März und Mitte Mai 2013 ließen die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 und ihr europäischer Dachverband „Friends of the Earth“ (FOE) Urin-Proben von insgesamt 182 Testpersonen aus 18 europäischen Ländern auf Glyphosat untersuchen.[33] Es handelt sich hierbei um die erste Studie dieser Art. Die getesteten Personen sind im Alter von 15 bis 65 Jahren, leben im urbanen Raum, verwenden nach eigenen Angaben keine Glyphosat-hältigen Unkrautvernichtungsmittel und ernähren sich nicht überwiegend von Bio-Lebensmitteln. Den höchsten Anteil belasteter Testpersonen hatte Malta mit 90 Prozent, gefolgt von Deutschland mit 80 Prozent, Polen und Ukraine mit 70 Prozent, Belgien mit 64 Prozent, Holland mit 63 Prozent, Tschechien und Zypern mit je 60 Prozent, Lettland mit 55 Prozent, Spanien mit 50 Prozent, Frankreich, Kroatien und Ungarn mit 40 Prozent, Österreich und Georgien mit 30 Prozent, der Schweiz mit 17 Prozent und Mazedonien mit 10 Prozent. Eine mögliche Erklärung dafür, warum Personen, die weder beruflich noch privat mit Glyphosat hantieren, dennoch diese Chemikalie im Körper tragen, dürfte im sogenannten „Totspritzen“ von Getreide zu finden sein, eine auch als „Sikkation“ (Trocknung) bezeichnete Praxis, die seit einigen Jahren in Europa zunehmend Einzug hält. Dabei wird das Getreide wenige Tage vor der Ernte mit Glyphosat abgetötet, um eine rasche und gleichmäßige Trocknung bzw. „Reifung“ zu erzielen und den Erntevorgang und die Lagerung zu erleichtern.„In Deutschland, wo das Totspritzen von Brotgetreide nach unseren Informationen weit verbreitet ist, haben 80 Prozent der Testpersonen Glyphosat im Harn, während in der Schweiz, wo Sikkationsspritzungen verboten sind, nur zwei von zwölf Probanden belastet waren“ sagt Umweltchemiker DI Dr. Helmut Burtscher. „In Österreich wird das Totspritzen von Getreide ebenfalls praktiziert.“ Kritik an dieser Praxis übt auch der Umweltmediziner Dr. Hanns Moshammer von den ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt.[32][34]

EU erhöht Grenzwert: Zuchtlachs darf mehr Pestizid Endosulfan enthalten

Das Pestizid Endosulfan wirkt negativ auf das Hormonsystem. Das Gift wird für hunderte Missbildungen und Erkrankungen in Südwestindien verantwortlich gemacht und soll zudem Schuld am großen Fischsterben im Rhein gewesen sein. Endosulfan hat nicht nur eine toxische Wirkung auf Insekten, das Pestizid beeinflusst auch die Fortpflanzungsfähigkeit bei Menschen und die Entwicklung bei menschlichen Föten. Deshalb ist der Einsatz des Gifts in 80 Ländern der Welt verboten. Seit 2011 steht das Pestizid auf der Liste der Stockholmer Konvention. Damit tritt stufenweise ein weltweites Herstellungs- und Anwendungsverbot in Kraft. Trotzdem erhöhte die Europäische Kommission unlängst den Grenzwert für Endosulfan in Zuchtlachsen auf das Zehnfache. Statt 0,005 Milligramm dürfen nun 0,05 Milligramm in einem Kilogramm Fisch enthalten sein. Das ist vor allem im Interesse Norwegens, das der größte Zuchtlachsexporteur der Welt ist. Die nationale Lebensmittelbehörde "Mattilsynet" sprach in einer Aussendung davon, dass die Anhebung des Grenzwertes von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Zuchtindustrie ist.[35] Für die Gesundheit der Konsumenten habe dieser Schritt keine Auswirkung. Die akzeptable Tagesdosis liegt laut Weltgesundheitsorganisation bei 0,006 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Das würde bedeuten, dass ein 15 Kilogramm schweres Kind bedenkenlos 0,08 Milligramm zu sich nehmen könnte, ein erwachsener Mensch mit 60 Kilogramm sogar 0,36 Milligramm. Selbst wenn der Fisch tatsächlich mit 0,05 Milligramm pro Kilogramm belastet wäre, könnte dieser Erwachsene 7,2 Kilogramm Fisch pro Tag essen.[36] Trotzdem nennt es Waltraud Novak von Global 2000 einen Schlag ins Gesicht, dass der Grenzwert angehoben wurde. Die Leiterin des Pestizidreduktionsprogramms verweist auf Studien, wonach Endosulfanin Verdacht steht, ein Endokriner Disruptor zu sein. Diese Stoffe wirken wie Hormone und können dadurch das Gleichgewicht des Hormonsystems von Säugetieren stören. Gemäß Information auf Wikipedia ist Endosulfan eines der giftigsten Pestizide, die heute noch auf dem Markt sind. Es ist eine östrogen wirkende Verbindung, welche dadurch die Fortpflanzungsfähigkeit beeinflusst und Entwicklungsstörungen bei Föten von Tieren und Menschen verursachen kann. Ein Krebsrisiko wird diskutiert.[37] Laut [38] ist ein Krebsrisiko noch nicht ausreichend erforscht.

Benzol wirkt toxisch auf das blutbildende Knochenmark und ist krebserzeugend für den Menschen

Benzolexpositionen wirken toxisch auf das blutbildende Knochenmark. Die Folge ist eine Verminderung der Zahl der weißen Blutzellen (Leukozyten), der roten Blutzellen (Erythrozyten) und der Blutplättchen (Thrombozyten) einzeln und in Kombination. Neuere Untersuchungen an benzolexponierten Beschäftigten haben gezeigt, dass diese Knochenmarksdepression bereits bei Einatmung von Benzolkonzentrationen unterhalb 1 ml pro m³ (unter 1 ppm) stattfindet. Dabei reagieren die weißen Blutzellen am empfindlichsten auf Benzol. Infolge der Wirkung auf weiße Blutzellen, insbesondere Lymphozyten, ist Benzol auch immuntoxisch. Benzol ist in Deutschland und in praktisch allen Industrienationen als gesichert krebserzeugend für den Menschen eingestuft. Die krebserzeugende Wirkung wird von Stoffwechselprodukten verursacht, die im Organismus beim Benzolabbau gebildet werden.[39]

Die Oxidation von Benzol zu reaktiven Zwischenprodukten ist eine Voraussetzung für dessen Toxizität und Kanzerogenität. Als erstes Zwischenprodukt wird das Benzolepoxid gebildet, woraus spontan Phenol entsteht. Phenol hydroxyliert weiter zu Hydrochinon, Brenzkatechin (Catechol), 1,4-Benzochinon und Trihydroxybenzol. Diese phenolischen Metaboliten des Benzols führen zur Bildung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) und verursachen oxidative DNA-Schäden. Darüber hinaus bilden sie Radikale, die über epigenetische Mechanismen, nämlich eine Hemmung der Topoisomerase II und die Bildung von Tubulin, klastogen (chromosomenschädigend) wirken. Diese molekularbiologischen Mechanismen liegen der krebserzeugenden Wirkung von Benzol zugrunde und sind aktuell weltweit Gegenstand intensiver toxikologischer Forschung. Besonders empfindlich für die klastogenen Wirkungen sind Zellen mit einer hohen Teilungsaktivität, insbesondere die Stammzellen des Knochenmarks, aber auch Lymphozyten, da letztere im Rahmen der Immunabwehr ständig ihre Erbinformation verändern und den Bedrohungen an- passen.

Für die Entstehung der letztendlich krebserzeugenden Radikale wird dem Enzym Myeloperoxidase (MPO), welches in verschiedenen weißen Blutzellen in großen Mengen exprimiert wird, eine wesentliche Rolle zugeschrieben. Gegenspieler der Myeloperoxidase im Benzolstoffwechsel ist die Chinonoxidoreduktase (NQO1). Etwa 4 % der mitteleuropäischen Bevölkerung besitzen genetisch keine Aktivität dieses entgiftenden Enzyms und haben infolgedessen nachgewiesenermaßen eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Benzol.

Neben den beschriebenen kanzerogenen Eigenschaften hat Benzol promovierende (tumorfördernde) und weitere epigenetische Wirkungen. Insbesondere bewirkt die Knochenmarksdepression, also die Unterdrückung der normalen Blutbildung durch Benzol, einen zusätzlichen Proliferationsvorteil der für äußere Signale unempfindlichen Tumorzellen gegenüber den gesunden Zellen.[39]

Wie kommt der Mensch mit Benzol in Kontakt?
Benzolhaltige Produkte kamen in früheren Jahrzehnten als preiswerte und effektive organische Lösungsmittel in zahlreichen Gewerbebereichen und im Handwerk zur Anwendung. So wurden diese in großem Umfang als Löse- und Reinigungsmittel in u. a. Druckereien, Waffenfabriken, metallverarbeitenden und anderen Betrieben sowie als Verdünner von flüssigen Klebern - insbesondere für die Herstellung und Reparatur von Schuhen - verwendet. Zu beachten ist auch der Benzolgehalt von technischen Benzingemischen (Waschbenzin, Reinigungsbenzin, Testbenzin), der bis in die 1970er Jahre vereinzelt auch ohne entsprechende Kennzeichnung bis zu 30 % oder höher betragen konnte. Hiervon betroffen waren u. a. Betriebe der Elektro- und Elektronikindustrie. La- cke und Farben sowie die bei ihrer Anwendung gebrauchten Verdünner konnten relevante Anteile von Benzol enthalten. Auch technische Xylole, Toluol und andere aromatische Kohlenwasserstoffe konnten Benzol in relevanter Quantität enthalten.

Die Aufnahme von Benzol in den Körper erfolgt sowohl über die Atmung als auch über die Haut. Zu beachten sind daher Arbeiten unter ungünstigen arbeitshygienischen Bedingungen mit großflächiger Benetzung der Haut. So wurde früher in Kokereien das anfallende Rohbenzol gerne zur Reinigung der Hände verwendet. Insbesondere im Kraftfahrzeug-Gewerbe wurde Ottokraftstoff neben der Händereinigung mitunter zur Entfettung von Oberflächen vor der Lackierung oder zur Reinigung von Kleinteilen (z. B. Vergaser) verwendet.[39]

Auf jeden Fall sollte für Personen mit Krankheitsbildern wie Leukämie oder CLL eine Bewertung der individuellen Benzol-Expositionsbedingungen erfolgen. Zu berücksichtigen sind z. B. besonders intensiver Hautkontakt mit Benzol oder benzolhaltigen Gemischen, besondere Expositionsintensität im jugendlichen Alter (aufgrund wissenschaftlicher Belege für eine besondere Benzolempfindlichkeit im Kindesalter), unzulängliche Arbeitsschutzbedingungen, sowie weitere individuelle, auch medizinische Gefährdungsfaktoren.

Die Aufnahme von Benzol am Arbeitsplatz erfolgt inhalativ und durch die Haut. Zur quantitativen Bedeutung der dermalen Aufnahme gibt die Wissenschaftliche Begründung dieser Berufskrankheit nähere Hinweise (BMAS 2007). Besonders problematisch sind der Gebrauch von Benzol oder von benzolhaltigen Flüssigkeiten (z. B. Ottokraftstoff) zur Reinigung der Hände oder zur Säuberung bzw. Entfettung größerer Oberflächen mit einem durchtränkten Lappen.

Als konkurrierende Kausalfaktoren für die toxische Knochenmarksdepression durch Benzol sind insbesondere blutbildverändernde Medikamente und Störungen der Blutbildung durch Vitaminmangel zu beachten; differentialdiagnostisch können z. B. hämolytische Anämien und Tumoranämien eine Reduktion der Zellzahlen im peripheren Blut bewirken. Als konkurrierende Risikofaktoren für Leukämien und Non-Hodgkin-Lymphome sind unter anderem Infektionen mit lymphotropen Viren (insbesondere HIV, HTLV, aktuelle Eppstein-Barr-Infektion) von Bedeutung. Das Auftreten primär extranodaler Lymphome des Gastrointestinaltraktes ist meist auf außerberufliche Ursachen zurückzuführen; so sind nach heutiger Kenntnis ca. 90 % der niedrigmalignen MALT-Lymphome des Magens Folge einer chronischen Infektion mit Helicobacter pylori, während das Enteropathie-assoziierte T-Zell-Lymphom als Komplikation einer glutensensitiven Enteropathie angesehen wird. Die Bewertung dieser und weiterer medizinischer Aspekte obliegt der Begutachtung.[39]

Berufliche Benzolexposition kann toxische Knochenmarksdepression und Leukämie hervorrufen

Grundsätzlich können laut Quelle [39] durch eine berufliche Benzolexposition neben der toxischen Knochenmarksdepression alle malignen Erkrankungen des Blutes, des blutbildenden und des lymphatischen Systems hervorgerufen werden. Zur Bewältigung der Vielfalt der Aufgaben im Rahmen der unspezifischen und spezifischen körpereigenen Abwehr (Immunität) entsteht aus den Stammzellen des Knochenmarks eine Vielzahl hochspezialisierter (differenzierter) Zellformen insbesondere des weißen Blutbilds. Entsprechend vielfältig sind infolgedessen die hieraus entstehenden malignen Krankheitsbilder; allein die Non-Hodgkin-Lymphome weisen inzwischen mindestens 42 Formen auf.

Folgende Krankheitsbilder können durch eine berufliche Belastung mit Benzol verursacht werden:

1. Toxische Knochenmarksdepression
Hierzu gehören Verminderungen der Zellzahl einer oder mehrerer Kompartimente des peripheren Blutes, also die Leukopenie und deren Teilentitäten Granulozytopenie und Agranulozytose, die Lymphopenie, die Anämie, die Thrombozytopenie, die Pancytopenie (Panmy-elophthise). Eine isolierte Anämie ist allerdings für eine Benzolwirkung untypisch und lässt andere Ursachen vermuten. Die toxische Knochenmarksdepression durch Benzol tritt während der Dauer der beruflichen Exposition auf und ist meist bei Expositionskarenz reversibel, wenn auch die Dauer der Erholung des Blutbildes sehr unterschiedlich sein kann. Eine sorgfältige Krankheitsanamnese unter Heranziehung früher erhobener Laborbefunde ist wichtig, z. B. zur Klärung der Frage, ob bei Expositionsende noch ein normales Blutbild vorlag.

2. Aplastische Anämie (AA) und Myelodysplastisches Syndrom (MDS)
Die aplastische Anämie und das myelodysplastische Syndrom (MDS) sind als Frühstadien einer malignen Erkrankung anzusehen. Letzteres wurde früher auch als „Präleukämie“ bezeichnet. Da es sich beim MDS um klonale Stammzellenerkrankungen handelt, stellt es per se eine maligne Erkrankung des hämatopoetischen Systems dar. Innerhalb von 5 Jahren gehen ca. 15 % aller aplastischen Anämien in ein MDS oder eine akute myeloische Leukämie (AML) über, wobei Myelodysplasien wiederum in ca. 30 % in eine akute myeloische Leukämie übergehen. Die Aplastische Anämie imponiert als Knochenmarksversagen mit Aplasie bzw. Hypoplasie des Knochenmarks und Panzytopenie (Verminderung der weißen und roten Blutzellen sowie der Blutplättchen).

3. Leukämien
Durch die Expansion eines malignen Zellklons kommt es zur diffusen autonomen Proliferation einer Leukozytenrasse, zur generalisierten Ausbreitung derselben im blutbildenden Knochenmark und zur Ausschwemmung leukämischer Zellen ins Blut, eventuell auch zur Infiltration extramedullärer (außerhalb des Knochenmarks befindlicher) Organe. Im periphe- ren Blutbild besteht meist eine Vermehrung der Leukozyten, allerdings können Leukämien auch eine verminderte Leukozytenzahl bzw. ein „aleukämisches Blutbild“ aufweisen.

Folgende 3 Krankheitsbilder werden unterschieden: - Akute Leukämie [akute lymphatische Leukämie (ALL), akute myeloische Leukämie(AML)] - Chronische myeloische Leukämie (CML) - Chronische lymphatische Leukämie (CLL)

Während alle Leukämien einen Häufigkeitsgipfel im hohen Lebensalter haben (Anstieg nach dem 40. Lebensjahr) hat die ALL einen weiteren Gipfel im Kindesalter und stellt die weitaus wichtigste Leukämieform bei Kindern dar. Nach der in der klinischen Hämatologie üblichen WHO-Nomenklatur wird die CML zu den myeloproliferativen Syndromen und die CLL zu den Non-Hodgkin-Lymphomen gerechnet. Die akute myeloische Leukämie (AML) ist die erste maligne Bluterkrankung, für die Benzol als Kausalfaktor identifiziert wurde und zur Einstu- fung der Chemikalie als Humankanzerogen führte; sie stellt daher den Prototyp der benzol-verursachten Leukämie dar.

4. Non-Hodgkin-Lymphome (NHL)
Hierbei handelt es sich um maligne klonale Neoplasien, die von den B- oder (seltener) T-Lymphozyten des lymphatischen Gewebes ausgehen. Typischerweise treten erhebliche Schwellungen von Lymphknoten oder Lymphknotenpaketen (Lymphome) auf, es können aber auch diffuse lymphatische Ausbreitungen in inneren Organen (z. B. Magen) oder in der Haut vorkommen. Hierzu gehört auch das Maligne Myelom (Plasmozytom), welches sich zuerst im Knochenmark manifestiert. Einige NHL haben ein leukämisches Erscheinungsbild und manifestieren sich dementsprechend im Blutbild und im Knochenmark. Aufgrund der Vielfalt der einzelnen NHL-Formen wird in diesem Merkblatt auf eine Auflistung und Be- schreibung der einzelnen Entitäten verzichtet; diesbezüglich wird auf die hämatologisch-onkologische Literatur verwiesen.

5. Myeloproliferative Erkrankungen
Bei den myeloproliferativen Erkrankungen handelt es sich um monoklonale Erkrankungen der myeloischen Stammzellen mit autonomer Proliferation einer oder mehrerer hämatopoeti- scher Zellreihen (Leuko-, Erythro-, Thrombozytose). Die myeloproliferativen Erkrankungen umfassen nach der WHO-Klassifikation sieben Krankheitsentitäten: - Chronisch myeloische Leukämie (siehe auch unter Leukämien) - Polycythaemia vera - Essentielle Thrombozythämie - Osteomyelosklerose (idiopathische Myelofibrose) - Chronische neutrophile Leukämie - Chronische eosinophile Leukämie - Chronische myeloproliferative Erkrankung, nicht klassifizierbar[39]

Nahrungsmittel aus Krebsauslöser

Ab einer Aspartam-Diät-Limo pro Tag könnte die Krebsgefahr schon steigen

In Quelle [40] (Zentrum der Gesundheit) wird angegeben, dass die Ergebnisse von drei Aspartam-Studien in den Jahren 2012 [41], 2006 [42] und 2007 [43] Folgendes zeigten: Schon eine Dose Diät-Limo von 355 ml am Tag führt – verglichen mit Kontrollpersonen, die keine Diät-Limos tranken – zu

  • einem um 42 Prozent höheren Risiko für Leukämie (Blutkrebs) bei Männern und Frauen,
  • einem um 102 Prozent höheren Risiko für multiple Myelome (Knochenmarkskrebs) bei Männern und
  • einem um 31 Prozent höheren Risiko für das Non-Hodgkin-Lymphom (Lymphdrüsenkrebs) bei Männern.

Krebs durch Furan im Vollautomatenkaffee?

Neben einer Reihe anderer Lebensmittel findet sich auch im Kaffee der Stoff Furan, der im Verdacht steht, Krebs zu begünstigen.[44]. Furan ist unter anderem im Kaffee enthalten und dient dort als Geschmacksträger, was in einer Dokumentation der Reihe ZDFzoom, die sich auf wissenschaftliche Untersuchungen beruft, als ein mögliches Gesundheitsrisiko eingestuft wurde. Der Furangehalt ist dabei direkt von der angewandten Brühmethode abhängig.[45] Kaffee aus dem Automaten weist höhere Konzentrationen auf als herkömmlich zubereiteter Kaffee. Aktuelle Untersuchungen deuten darauf hin, daß Kaffee ein Gesundheitsrisiko namens „Furan“ bergen soll. In Tierversuchen lagerte sich der als krebserregend geltende Stoff in der Leber der Tiere ab. Die ZDF-Dokumentation „Alles Bohne – Wie gut ist unser Kaffee?“ berichtet hierbei über einen Zusammenhang zwischen Brühmethode und Furan-Konzentration. Demnach weist ein mit einem geschlossenen Automaten gebrühter Kaffee höhere Furan-Werte auf als beispielsweise herkömmlich gefilterter Kaffee. Ein mögliches Risiko für den Verbraucher sei jedoch anhand der bisher vorliegenden Studienlage „nicht abschließend einschätzbar“, so das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung.

Wissenschaftliche Studien zu Furan im Kaffee

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Kaffee aus dem Vollautomaten mit 5x soviel Furan gegenüber Filterkaffee

Die Grafik verdeutlicht die Ergebnisse der Analysen des staatlichen CVUA Karlsruhe. Deutlich wird wie viel Furan in einer Tasse Kaffee ist - je nach Brühmethode. [46]. Derzeit haben deutsche oder europäischen Behörden noch keine „tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (TDI-Wert)“ von Furan festgelegt, nach der Kaffeetrinker ihren Kaffeekonsum ausrichten könnten. Wissenschaftlern diskutieren zur Zeit kontrovers darüber. Aus einer Studie der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (National Toxicology Program) aus dem Jahr 1993 leiten einige Wissenschaftler die täglich zulässige Aufnahmenmenge von 2 Mikrogramm Furan pro Kilogramm Körpergewicht beim Menschen ab. Vorsichtige Wissenschaftler legen eine andere Studie der kanadischen Gesundheitsbehörde, Health Canada, von 2010 zu Grunde und leiten daraus ab, die täglich duldbare Aufnahmemenge an Furan sollte nicht mehr als 0,1 Mikrogramm Furan pro Kilogramm Körpergewicht bei Menschen betragen. Forscher der Universität Würzburg haben 2010 eine europäische Studie zum Risiko von Furan abgeschlossen. Im Rahmen dieser Studie wurden in Würzburg Tierversuche durchgeführt. Professor Dekant fasst in der ZDFzoom-Dokumentation „Alles Bohne – Wie gut ist unser Kaffee?“ die Ergebnisse so zusammen: ’’Furan macht relativ früh nach Gabe einen Effekt auf die Leber, der zwar sehr schwach ausgeprägt ist, aber über die Zeit natürlich sich doch zu einer relativ ausgeprägten Lebertoxizität entwickeln kann.“ In einer Studie aus dem Jahr 1993 mit Ratten zeigte sich, dass bei allen Dosierungen eine sehr hohe Rate an Leberkrebs auftrat. Noch nicht erforscht ist die Frage, ob eine langfristige Aufnahme von geringen Furanmengen über Lebensmittel wie zum Beispiel Kaffee für den Menschen schädlich ist. Derzeit warten Behörden und Wissenschaftler auf Ergebnisse einer neuen Studie der US-Gesundheitsbehörde FDA, die Antwort auf diese Frage geben soll. Bislang gibt es noch keine Risikobewertung durch die deutschen und europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörden.

Schimmelpilze auf Lebensmitteln gelten als höchst krebserregend

Auf befallenen Lebensmitteln ist Schimmel besonders gefährlich. Der Grund sind hochgiftige Stoffwechselprodukte, die einige Schimmelpilze bilden. Mykotoxine wie das Pilzgift Aflatoxin gelten als höchst krebserregend und schädigen bei häufiger Aufnahme Nieren und Leber. »Auch bei geringem Schimmelbefall sollten angeschimmelte Lebensmittel nicht mehr verzehrt werden«, rät daher Ute Gomm vom aid info­dienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz im Gespräch mit der PZ. »Giftige Stoffwechselprodukte des Pilzes können sich bereits im Lebensmittelinneren ausgebreitet haben, auch wenn dies augenscheinlich nicht zu erkennen ist.« Schon immer galt die Empfehlung, Verschimmeltes komplett zu entsorgen, für stark wasserhaltige Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Säfte und viele Milchprodukte. Nach aktueller Expertenmeinung von Wissenschaftlern des Bundesinstituts für Risikobewertung gilt das nun auch für alle übrigen Lebensmittel. So sollten auch Schnittbrot oder Brotlaibe mit nur einzelnen Schimmelflecken vorsichtshalber weggeworfen werden, ebenso alle Käse einschließlich Hartkäse. Dasselbe gilt für Konfitüre, Marmeladen und Fruchtaufstriche, auf denen wilder Schimmel gewachsen ist. Unschädlich machen lassen sich Schimmelpilzgifte entgegen mancher Gerüchte nämlich nicht. »Weder Erhitzen noch Einfrieren können Mykotoxinen etwas anhaben«, so die Ernährungswissenschaftlerin.[47]

WHO: je 50g Wurst oder geräuchertem Fleisch täglich steigt Krebsrisiko um 18%

Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufen Wurst, Würstel und Schinken als "krebserregend" ein. Zudem sei rotes Fleisch wie Schweine- oder Rindfleisch laut Experten "wahrscheinlich krebserregend". Bei dieser Einschätzung handelt es sich im Übrigen um dieselbe Risikobewertung wie beim zuletzt heftig diskutierten Pflanzenschutzmittel Glyphosat.[14]

Produkte, die durch Prozesse wie Pökeln und Räuchern haltbar gemacht wurden

Der Verzehr von verarbeiteten Fleischprodukten begünstige die Entwicklung von Darmkrebs, erklärte die zur WHO gehörende internationale Krebsforschungsagentur (IARC) am Montag. Zu dieser Kategorie gehören alle Produkte, die durch Prozesse wie Pökeln und Räuchern haltbar gemacht wurden, berichten die Experten im Fachblatt Lancet Oncology [14] [48].

Je 50g verarbeitetem Fleisch täglich steigt Krebsrisiko um 18%

Die Gefahr zu erkranken, steige mit der verzehrten Menge: Pro 50 Gramm verarbeitetes Fleisch täglich steige das Risiko um 18 Prozent – dies entspricht einer Wurstsemmel. Weiters sei ein Zusammenhang zwischen verarbeitetem Fleisch und Magenkrebs sowie von rotem Fleisch und Prostatakrebs beobachtet worden. Eine Arbeitsgruppe aus 22 Experten hatte mehr als 800 Studien zum Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Fleisch und der Entwicklung von Krebs ausgewertet. Die Ergebnisse würden bisherige Ernährungsempfehlungen stützen, den Fleischkonsum zu beschränken, erklärte IARC-Direktor Christopher Wild.[14]

Mediterrane Kost mit viel Gemüse, Fisch und Ballaststoffen als Empfehlung

Schon bisher standen Substanzen wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) oder heterozyklische aromatische Amine (HAA), die bei der Weiterverarbeitung von Fleisch entstehen, in Verdacht, Krebs auszulösen. Für Darmkrebs-Spezialistin und Ass.-Prof. Irene Kührer von der MedUni Wien kommt es immer auf die Menge an: "Neben den Erkenntnissen darf man auch nicht vergessen, dass Wurst-Produkte einen hohen Fettanteil und Konservierungsstoffe aufweisen. Wir sollten es wie unsere Vorfahren machen und Schinken nur als seltene Spezialität verspeisen." Auch Univ.-Prof. Heinz Ludwig zeigt sich vom Zusammenhang von Fleisch-Verzehr und der Erkrankung an Darmkrebs nicht überrascht: "Viele Experten sehen aber regionale Unterschiede und vermuten, dass der Grund dafür bei den unterschiedlichen Rinderrassen liegt. Seit Jahren empfehlen wir mediterrane Kost mit viel Gemüse, Fisch und Ballaststoffen. Auch vor rohem Fleisch warnen wir seit langem: Falls wir einmal Lust auf Fleisch haben, dann sollten wir unser Steak lieber well done essen."[14]

Fleisch liefert Eisen, bei rotem Fleisch begrenzte Belege, dass es beim Menschen Krebs erzeugt

Bei rotem Fleisch gibt es nach Ansicht der Wissenschaftler begrenzte Belege, dass es beim Menschen Krebs erzeugt. Zur Frage, ob unterschiedliche Zubereitungsweisen das Krebsrisiko beeinflussen, reichten die vorliegenden Daten nicht aus. Im Prinzip bestätige die Einschätzung der Krebsforschungsagentur die vorliegenden Befunde, sagte der deutsche Medizin-Nobelpreisträger Harald zur Hausen. Der Professor kritisierte jedoch, dass in dem Bericht nicht erwähnt werde, dass es Länder mit hohem Fleischkonsum gebe, in denen die Dickdarmkrebs-Raten trotzdem sehr niedrig sind. Aus seiner Sicht müsste daher mehr zwischen den verschiedenen Sorten roten Fleisches differenziert werden. So gebe es Anhaltspunkte, dass vor allem bestimmte Sorten von Rindfleisch das Risiko steigern, sagte der frühere Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg. Die WHO-Behörde ist der Auffassung, dass die Daten für eine solche Unterscheidung nicht ausreichen. Ernährungswissenschaftler weisen darauf hin, dass Fleisch unter anderem Eisen und wichtige Vitamine liefert. Wer kein Fleisch essen möchte, muss sich andere Lieferanten für wichtige Nährstoffe suchen.[49]

Glyphosat: Nierenversagen & Krebs an Brust, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Schilddrüsen, Leber & Blase

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Dave Schubert, Prof. on the Cellular Neurobiology Laboratory, Salk Institut in La Jolla, Kalifornien: Glyphosat fördert Krebs und Tumore


Der Zusammenhang zwischen dem vom amerikanischen Hersteller Monsanto vertriebenen Glyphosat und einer Vielzahl von Krebsarten, könnte "epidemische Ausmasse" erreichen. Laut Dave Schubert, Leiter des Labors für zellulare Neurobiologie am Salk Institut für biologische Studien in La Jolla, Kalifornien sagt: „Es gibt eine Reihe von unabhängigen veröffentlichten Manuskripten die eindeutig zeigen, dass Glyphosat Krebs und das Tumorwachstum fördern kann. Es sollte verboten werden.“[50] In ihrer aktuellen Veröffentlichung »Glyphosat, Wege zu modernen Krankheiten: Krebs und verwandte Erkrankungen«[51], überprüften Anthony Samsel und Stephanie Seneff die Forschungsliteratur, um das karzinogene Potential von Glyphosat zu bewerten. Samsel und Seneff erklärten, dass die Verwendung von Glyphosat bei Früchten, Ursache bei einer Vielzahl von Krebsarten, einschliesssslich Brustkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Nierenkrebs, Schilddrüsenkrebs, Leberkrebs, Blasenkrebs und myeloischer Leukämie sei."

Nierenschäden bis zu Nierenversagen durch Glyphosat
Veränderungen in den Nieren, assoziiert mit chronischer progressiver Neuropathie, wurden meist bei männlichen, aber auch bei einigen weiblichen Tieren von Kontroll- und Versuchsgruppen beobachtet. Meist bei weiblichen Tieren wurde eine zu hohe Mineralisierung und mineralisierte Ablagerungen wurde im Becken-Epithel der Niere gefunden. Nach Vorlage der Studie forderte die EPA (Environmental Protection Agency) anschließend Monsanto auf, eine histologische Nachuntersuchung der unteren und mittleren Dosis bei männlichen Tieren durchzuführen, um eine noch sichere Dosis festzulegen, bei welcher keine derartigen Schad-Effekte resultieren würden (NOEL). Als Antwort gab Monsanto einen Nachtrag zum Pathologie-Bericht heraus.[51] Die Ergebnisse des Nachtrags, welche die Ergebnisse der Nieren-Untersuchung zusammenfassten, zeigten eine geringe interstitielle Fibrose bei allen Testgruppen auf, welche durch tubuläre Dilatation begeleitet wurde. Statistisch signifikante Erhöhungen der tubulären Dilatation der Nieren wurden festgestellt: In der Niedrigdosis-Gruppe wurde eine 50-prozentige Zunahme der Veränderungen der Niere, in der Hochdosisgruppe wurde eine vierfache Zunahme der Inzidenz im Vergleich zur Kontrollgruppe festgestellt. Interstitielle Nierenfibrose beginnt mit einer Akkumulation von extrazellulären Matrixproteinen, die das Ergebnis einer Entzündung und Schädigung der Zelle ist, die in jeder Art von chronischer Nierenerkrankung (CKD) zu finden ist. Interstitielle Fibrose ist eine progressive Pathogenese, die im Endstadium zu Nierenversagen führt.[51]

Langzeitstudie brachte Nachweis für Entstehen von Tumoren durch Glyphosat an vielen Organen:
Eine 26-Monate-Langzeitstudie bei Ratten durch "Bio/dynamics" ergab eine Vielzahl von Tumoren in Drüsen und vielen Organen. Sie traten (in der Ausprägung von der höchsten bis zur niedrigsten Inzidenz) in folgenden Organen auf: Hypophyse, Schilddrüse, Thymus, Brustdrüsen, Hoden, Niere, Bauchspeicheldrüse, Leber und Lunge. Hypophyse, Schilddrüse und Thymusdrüse steuern viele Körper- und Immunfunktionen, wobei Störungen dieser Drüsen Krankheiten inkl. Krebs auslösen können. Diese Drüsen erzeugen viele notwendige Hormone, die zahlreiche biologische Prozesse steuern. Mit Krebs assoziierte Wachstumsvorgänge stören auch die normale Funktion dieser Drüsen und Organe in jenen Bereichen, wo das Krebs-Wachstum stattfindet. Einem Monsanto-Geheimdokument war zu entnehmen, dass statistisch signifikante lymphatische Hyperplasien des Thymus sowie signifikante C-Zell-Tumoren der Schilddrüse festgestellt wurden.[51]

Es soll ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass bei diesen Untersuchungen eine signifikante Häufung von Tumoren festgestellt wurde. Monsanto versuchte jedoch mit Verschleierungstaktik Zweifel an der statistischen Signifikanz dieser von Monsanto ungewünschten Erkenntnisse zu schaffen, welche die Produktregistrierung verhindern können hätten, indem Monsanto experimentelle statistische Effekte von drei, fünf, sieben und sogar 11 "unabhängigen Studien" so steuerte, dass damit wirkungsvoll jene Ergebnisse eliminiert wurden, welche Monsanto je nach Bedarf nicht ins Konzept passten. In einigen Fällen zeigten die von Monsanto selbst durchgeführten Versuche 0 Prozent Inzidenz von Tumoren, während die Ergebnisse für die Glyphosat-behandelten Kontroll-Gruppen statistisch signifikant waren. Doch durch die unehrliche Steuerung bzw. Gewichtung der Ergebnisse dieser Studie im Vergleich mit Daten von nicht verwendeten historischen Kontrollen wurden sie als rätselhaft wegargumentiert und wurden also nicht Basis für die Untersuchungen zur Zulassung von Glyphosat herangezogen.[51]

Durch kreative Interpretation dieser "Abweichungen" neutralisierte Monsanto die unbequemen Ergebnisse wirkungsvoll und somit darf das Produkt auch in zukunft wieder auf den Markt gebracht werden. Hätten Monsanto nicht mit diesen statistischen Verschleierungsmethoden gearbeitet, wäre eine weitere Zulassung von Glyphosat nicht möglich gewesen. Die Dokumente der EPA zeigen, dass bei den Vorarbeiten für die Produktregistrierung keine übereinstimmenden Fachmeinungen erreicht wurden. Nicht alle Mitglieder des EPA Glyphosat Prüfungsausschusses stimmten für die weitere Genehmigung die Eintragung von Glyphosat im Zulassungsregister. Es gab Mitglieder im Prüfungsausschuss, welche von der offiziellen Meinung abwichen und mit "DO NOT CONCUR" unterzeichneten.[51]

Krebs durch Acrylamid nach Erhitzung kartoffel- od. getreidehaltiger Lebensmittel über 180 °C

Acrylamid in stärkehaltigen und stark erhitzten Lebensmitteln wie Pommes frites
Acrylamid wurde wiederholt seit Juni 2000 von schwedischen Wissenschaftlern in verschiedenen Lebensmitteln (insbesondere in stärkehaltigen und stark erhitzten Lebensmitteln wie Pommes frites) nachgewiesen.[52][53][54][55]

Einer Studie der Medizinischen Hochschule Hannover zufolge wurde nur bei Personen, die mehrmals pro Woche Pommes frites oder Kartoffelchips essen, ein erhöhter Acrylamidspiegel im Blut festgestellt. Dieser sei jedoch „gering und aus wissenschaftlicher Sicht nicht signifikant.“ Dafür waren Raucher deutlich höher belastet. Aus den Ergebnissen wurde gefolgert, dass nicht nur die Ernährung, sondern „möglicherweise auch körpereigene Abbauprozesse von Proteinen dazu beitragen, dass Acrylamid in unseren Blutkreislauf gelangt.“[56][55]

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Bei der Herstellung von Pommes frites
kann durch zu hohe Temperaturen Acrylamid entstehen


Entstehung von Acrylamid, wenn kartoffel- und getreidehaltige Lebensmittel trocken über 180 °C erhitzt werden
Es entsteht in der Maillard-Reaktion bei Überhitzung von Stärke, insbesondere beim Backen, Braten, Rösten, Grillen und Frittieren. Der wichtigste Ausgangsstoff für Acrylamid in Lebensmitteln ist die Aminosäure Asparagin, die vor allem in Kartoffeln und in Getreide vorkommt. Gefördert wird die Acrylamidbildung durch Zucker wie Fructose und Glucose.[57][55]

Besonders viel Acrylamid entsteht, wenn kartoffel- und getreidehaltige Lebensmittel trocken über 180 °C erhitzt werden. Die Acrylamidbildung beginnt allerdings bereits bei 120 °C, steigt jedoch bei 170–180 °C sprunghaft an. Hierbei reicht auch eine dünne, trockene Schicht, beispielsweise die gebräunte Oberfläche von Pommes frites oder eine Brotkruste. Und so enthalten alle Brote, Knäckebrot, Pommes frites, Kartoffelchips, aber auch Kaffee teilweise hohe Mengen an Acrylamid. Für die Kartoffel ist zu beachten, dass eine Lagerung unter 8 °C bezüglich Acrylamid fördernd wirkt; bei Lagertemperaturen von 4 °C steigt der Gehalt an Fructose stark an, was beim Braten und Frittieren zu höherer Acrylamidbildung führt.

Will man auf die trockene Erhitzung von Lebensmitteln nicht verzichten (? Rohkost), ist eine gänzlich acrylamidfreie Ernährung momentan technisch nicht möglich. Ein Grenzwert wurde, wegen fehlender Erkenntnisse zur gesundheitlichen Wirkung bei Menschen, für Lebensmittel nicht festgesetzt. Es werden jedoch jährlich Signalwerte durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ermittelt, auf deren Grundlage die zuständigen Behörden der Bundesländer mit Herstellern besonders hoch belasteter Produkte in einen Dialog zur Minimierung der Werte treten. Beispielsweise bei Kartoffelchips beträgt dieser Signalwert 1.000 Mikrogramm pro Kilogramm. In einem Test der Zeitschrift Ökotest lag von 28 getesteten Produkten eines über dem Signalwert für Acrylamid.[58][55]

Es ist möglich, die Acrylamid durch eine Änderung von Rezepturen und Herstellungsverfahren zu reduzieren. In vielen Fällen kann bereits eine Absenkung der Höchsttemperatur beim Backen um 10–20 °C oder der Austausch von oder Verzicht auf einzelne Zutaten die Bildung von Acrylamid verringern. So hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit einen hohen Anteil an Mandeln und vor allem das Backtriebmittel Ammoniumhydrogencarbonat (früher: Ammoniumbicarbonat, auch: Hirschhornsalz) als Hauptproblem bei Lebkuchen ausgemacht. Nach Weglassen der Mandeln und Verwendung von Natron (Natriumhydrogencarbonat, früher: Natriumbicarbonat) in der Kombination mit Dinatriumdihydrogendiphosphat und Dicalciumphosphat als Triebmittel fiel der Acrylamidgehalt auf ein Zehntel des vorherigen Werts. Allerdings können sich diese Maßnahmen (zum Teil in erheblichem Maße) nachteilig auf das Aroma und die Konsistenz auswirken.[55]

Neben diesen Maßnahmen zur Reduzierung der Acrylamidbildung (optimierte Rohstoffauswahl und -behandlung sowie Veränderung vorhandener Verfahrensschritte) ist auch die Entwicklung neuartiger Prozesstechniken denkbar, beispielsweise der Einsatz der Vakuumfrittiertechnik bei der Kartoffelchipsproduktion.[59][55]

Gefährlichkeit von Acrylamid: Tierstudien belegen genotoxische und krebserregende Wirkung
Obwohl die Internationale Agentur für Krebsforschung 1994 festhielt, dass keine hinreichende Belege für menschliche Karzinogenität von Acrylamid vorhanden seien, wurde Acrylamid aufgrund der Laboruntersuchungen an Ratten und Mäusen als wahrscheinlich krebserzeugend eingestuft.[60] Es hat die UN-Nummer 2074.[55]

Die WHO gibt als allgemeine Empfehlung zu Acrylamid folgende Erklärung ab: „Es gibt nicht genügend Anhaltspunkte über den Acrylamidgehalt in verschiedenen Lebensmitteln um eine allgemeine Empfehlung für die Vermeidung irgendeines Nahrungsmittels abgeben zu können.“[61][55]

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) veröffentlichte im Juni 2015 ein wissenschaftliches Gutachten zu Acrylamid in Lebensmitteln. Demnach liefern Tierstudien Beweise für eine genotoxische und krebserregende Wirkung. Hinweise aus Humanstudien, dass die gegenwärtige Exposition Krebs verursacht, seien derzeit noch begrenzt und nicht schlüssig. Da Acrylamid sich in einer Vielzahl alltäglicher Lebensmitteln findet, betrifft dieses Gesundheitsproblem alle Verbraucher, wobei Kinder (bezogen auf ihr Körpergewicht) die exponierteste Altersgruppe sind. Die Lebensmittel mit dem größten Beitrag zur Acrylamidexposition sind frittierte Kartoffelerzeugnisse, Kaffee, Kekse, Cracker, Knäcke- und Toastbrot.[62][55]

Acrylamidrechner zur Expositionsabschätzung je nach Essgewohnheiten
Eine annähernde Berechnung der individuell aufgenommenen Dosis bei Eingabe der Essgewohnheiten ermöglicht das BfR-Acrylamidrechenprogramm des Bundesinstituts für Risikobewertung.[63]

Statistiken über Krebserkrankungen

Diagnostizierte und tödliche Krebsneuerkrankungen in Deutschland 2008

Vergleich der diagnostizierten und tödlichen Krebsneuerkrankungen in Deutschland 2008[64]
Betroffenes Organ (+ ICD-10 Code) männlich weiblich Summe
diagnostiziert gestorben diagnostiziert gestorben diagnostiziert gestorben
Alle 246.700 115.870 223.100 99.572 469.800 215.442
Lunge (C33, C34) 33.960 29.505 15.570 12.841 49.530 42.346
Darm (C18 – C21) 35.350 13.726 30.040 12.936 65.390 26.662
Brust (C50) 520 136 71.660 17.209 72.180 17.345
Bauchspeicheldrüse (C25) 7.390 7.327 7.570 7.508 14.960 14.835
Magen (C16) 9.210 5.929 6.660 4.581 15.870 10.510
Prostata (C61) 63.440 12.134 63.440 12.134
Blut: Leukämie (C91 – C95) 6.340 3.908 5.080 3.400 11.420 7.308
Niere (C64) 8.960 3.060 5.540 2.041 14.500 5.101
Eierstock (C56) 7.790 5.529 7.790 5.529
Harnblase (C67, D09.0, D41.4) 20.850 3.611 7.490 1.921 28.340 5.532
Lymphdrüsen: Non-Hodgkin-Lymphome (C82 – C85) 7.270 2.926 6.430 2.658 13.700 5.584
Mundhöhle und Rachen (C00-C14) 9.520 3.776 3.490 1.170 13.010 4.946
Speiseröhre (C15) 4.800 3.655 1.380 1.135 6.180 4.790
Gebärmutter (C54, C55) 11.280 2.420 11.280 2.420
Haut: Malignes Melanom (C43) 8.910 1.365 8.890 1.135 17.800 2.500
Gebärmutterhals (C53) 4.880 1.596 4.880 1.596
Kehlkopf (C32) 3.610 1.275 510 209 4.120 1.484
Schilddrüse (C73) 1.710 279 4.160 429 5.870 708
Blut: Morbus Hodgkin (C81) 1.160 193 920 148 2.080 341
Hoden (C62) 3.970 153 3.970 153

Krebshäufungen bei bestimmten Berufen

Krebshäufungen bei bestimmten Berufen laut Quelle: Wikipedia Krebs (Medizin)
Jahr der Beschreibung Krebsart Beruf
1775 Hodenkrebs Schornsteinfeger (Kontakt mit in Ruß enthaltenem Benzo[a]pyren)[65]
1820 Hautkrebs Braunkohlearbeiter (Kontakt mit Braunkohleteeren)
1879 Lungenkrebs Bergleute (Inhalation von Kohlestaub)
1894 Hautkrebs Seeleute (Sonnenexposition; Kontakt mit geteerten Seilen, Planken etc.)
1895 Blasenkrebs Arbeiter mit Kontakt zu Fuchsin
1902 Hautkrebs Röntgen-Personal
1912 Lungenkrebs Berufe mit Chromat-Kontakt
1922 Skrotal-(Hoden-) und Hautkrebs Berufe mit Kontakt zu Schieferölen
1928 Leukämie Berufe mit Kontakt zu Benzol
1933 Nasen- und Lungenkrebs Berufe mit Kontakt zu Nickel
1933 Lungenkrebs Berufe mit Kontakt zu Asbest
1938 Pleuramesotheliom Berufe mit Kontakt zu Asbest
1954 Peritonealmesotheliom Berufe mit Kontakt zu Asbest
1972 Lungenkrebs Berufe mit Kontakt zu halogenierten Ethern („Haloethern“), insbesondere Dichlordimethylether[66][67]
1974 Leberangiosarkom Berufe mit Kontakt zu Vinylchlorid
1988 Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen[68] Berufe mit Kontakt zu Hartholzstaub (Stäube von Eichen- und Buchenholz)

Krebsvorbeugung mit Nahrungsmitteln

Details dazu siehe Wikipedia:Krebsprävention und Krebsprävention im Wiki von Lex.Referata.com.

Schützt Filterkaffee vor Nierenkrebs, Hautkrebs, Blasen- und Dickdarmkrebs?

In einer Untersuchung des Nationalen Krebs-Zentrums in Tokio haben Forscher in einer zehnjährigen Studie herausgefunden, dass von 100.000 Kaffeetrinkern statistisch nur 214 Personen an Nierenkrebs erkranken [69]. Da die entsprechende Erkrankungszahl bei Nicht-Kaffeetrinkern 547 beträgt, geht man davon aus, dass die Antioxidantien des Kaffees die Nierenzellen vor kanzerogenen Sauerstoffradikalen schützen. In einer Vergleichsuntersuchung wurde gezeigt, dass grüner Tee diesen Schutzeffekt des Kaffees nicht aufweist. André Nkondjock von der Universität Ottawa entdeckte, dass sechs Tassen Kaffee täglich das Brustkrebsrisiko bei Frauen um bis zu 70 Prozent senken könne. Weiterhin könne das Getränk vor Blasen- und Dickdarmkrebs schützen. Forscher von der Wayne State University in Detroit haben herausgefunden, dass regelmäßiger Genuss von Kaffee offenbar vor „nicht melanomartigem Hautkrebs (NMHK)“ schützt. Im Rahmen der Women's Health Initiative wurden die klinischen Daten und Ernährungsgewohnheiten von über 93.000 Frauen erfasst. Dabei stellte sich heraus, dass zwischen Kaffeekonsum und Hautkrebsrisiko ein umgekehrter Zusammenhang bestand: Mit jeder Tasse Kaffee, die mehr getrunken wurde, sank die Häufigkeit der NMHK-Erkrankungen um ein Prozent. Frauen, die sechs oder mehr Tassen Kaffee pro Tag tranken, hatten ein um 30 % geringeres Risiko an NMHK zu erkranken als Frauen, die keinen Kaffee tranken. Für entkoffeinierten Kaffee gilt dieser Zusammenhang jedoch nicht. Die Forscher vermuten, dass die antioxidativen Eigenschaften von Koffein dafür verantwortlich sind. So kann, aktuellen Daten aus Japan zufolge, Koffein auch den Effekt einer Chemotherapie deutlich verbessern.[70][71]

Studien zur Wirkung von Coenzym Q10 gegen Krebs / Tumorleiden

In einer Studie von Folkers et al. an 83 Krebspatienten mit 8 unterschiedlichen Krebsarten stellte sich heraus, dass bei allen ein starkes Q10-Defizit vorherrschte, besonders bei Brustkrebs- und Lungenkrebspatienten! Dieser ausgeprägte Q10-Mangel ist ein Hinweis für die Wichtigkeit der Q10 Einnahme während der Therapie (und Vorbeugung) von Krebs! Es liegen viele Studien vor, die den positiven Krankheitsverlauf bei Krebs unter der Einnahme von Co-Enzym Q10 bestätigen, so dokumentieren die Studien einen Anstieg der Lymphozyten (weissen Blutkörperchen) sowie des Immunglobulins im Blut der Krebspatienten! Ein Rückgang der Krankheitssymptome bishin zur Rückbildung des Tumors ist ebenfalls dokumentiert worden! Als Gründe hierfür werden derzeit verschiedene Mechanismen diskutiert, die von Aufbau des Immunsystems über verbesserte Zellübertragung und Zellkommunikation reichen, die eine Ausartung (Mutation) der Zellen verhindert. Bliznakow et al. ist es in einem Versuch an Labormäusen gelungen eindrucksvoll die positiven Eigenschaften von Q10 auf Tumorentstehung und Tumorentwicklung unter Beweis zu stellen! Es wurde die Häufigkeit einer Tumorausbildung, die Tumorgröße sowie die Sterblichkeitsrate in einer Gruppe mit Q10 und ohne Q10 verglichen. Lockwood et al.[72] konnte ebenfalls erstaunlich positive Effekte von Q10 gegen Krebs an 32 Krebspatienten, deren Zustand hoffnungslos schien nachweisen. 3 der Patienten hatten eine sehr viel geringere Lebenserwartung, die die 18 monatige Studiendauer bei weitem unterschritt! Allen Patienten wurde zunächst 90mg Q10 täglich verabreicht, was bei 6 der Patienten zu herausragenden und bei den übrigen 26 anderen Patienten immerhin zu deutlichen Besserungen des Allgemeinzustands führte! Es wurden keine Sterbefälle verzeichnet, sogar die für die Krebserkrankung typischen Gewichtsabnahmen blieben aus! Um dem positiven Effekt weiter auf den Grund zu gehen, entschloss man sich einer Patientin die tägliche Q10-Dosis auf 390mg zu erhöhen, das Ergebnis: Bereits nach einem Monat war der Tumor nicht mehr ertastbar und weiteren Monat später bestätigte die Mommographie einen völligen Tumorrückgang! Bei einer anderen Patientin hat man die Q10 Dosis auf 300mg täglich erhöht, was nach 3 Monaten zum völligen Tumorverschwinden führte! Eine ältere Patientin, die bereits eine Brustamputation hinter sich hatte und einen weiteren Tumor bekam, verschwand dieser nach einer sechsmonatigen Behandlung mit Q10! Eine weitere Probandin hatte nach einer Brust-OP Metastasenbildung um das Narbengewebe herum. Die Q10-Behandlung hat auch diese Metastasen vollkommen verschwinden lassen! In seinem Bericht auf dem Q10-Kongreß in Boston 1998 erwähnt Judy et al. seine bemerkenswerten Erfolge mit 600mg Q10 am Tag in der Behandlung von Prostata-Krebs. Bei 10 von 14 Patienten sankt der PSA-Wert nach 360 Tagen Q10-Behandlung um 73,6 % und die Größe der Prostata verkleinerte sich um 48,4% völlig nebenwirkungsfrei![73] Prof. Folkers berichtete von Langzeit-Studien an denen u.a. 10 schwerstkranken Krebspatienten mit extrem schlechter Prognose teilnahmen. Nach intensiver Q10 Therapie sind bei einem der Patienten nach 3 Jahren keine Krebszellen mehr feststellbar gewesen, bei einem anderen nach 9 Jahren und bei einem dritten nach 10 Jahren! Die Erfolge seien zurückführbar auf die Stimulation des Antikörpers IgG und der T-Lymphozyten, sowie auf einen möglichen positiven Effekt auf zytotoxische T-Zellen!

Hohe präventivmedizinische Bedeutung ungesättigter Fettsäuren bei Krebs

Fettsäureprofil von GanzImmun Diagnostics AG in Mainz (Kosten ca. 48€)[74]
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Bei diesem Fettsäureprofil besteht kein Risiko betreffend verminderter Membran-
Fluidität, also liegt hier kein direkter Hinweis für sehr hohes Brustkrebs-Risiko
auf Grund verminderter Membranfluidität vor. Weil nicht alle 4 Risiko-Balken grün
sind, muss und kann trotzdem durch Optimierung der Fettsäuren in der Ernährung
das Risiko für maligne Entartungen gesenkt werden.[74]


Gesättigte Fettsäuren: Gesättigte Fettsäuren werden bei einem Überangebot in den Fettspeicherzellen (Adipozyten) gelagert, führen zu Übergewicht und erhöhen den Cholesterinspiegel. Ein häufiger Verzehr erhöht das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, maligne Entartungen, Diabetes mellitus sowie für Gallensteinbildungen. Gesättigte Fettsäuren kommen hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln vor.[74]

Membranfluidität: Eine ausgewogene Fluidität der Zellmembranen ist notwendige Voraussetzung für einen physiologischen Stoffwechsel. Die Doppelbindungen der ungesättigten Fettsäuren erhöhen die Fluidität. Gesättigte Fettsäuren hingegen erhöhen die Festigkeit der Membran. Ein ausgewogenes Mengenverhältnis zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren garantiert somit eine optimale Membranfunktion. Ein relativer Mangel an ungesättigten Fettsäuren kann eine reduzierte Membranfluidität nach sich ziehen. Als Folge binden Hormone wie Östrogen, Progesteron und Angiotensin stärker an die Membranrezeptoren, während das Rezeptorbindungsvermögen von Insulin und Serotonin sinkt. Dies kann mit Erkrankungen wie Brustkrebs, PMS, Hypertonie, Diabetes mellitus und Depressionen assoziiert sein. Ungesättigte Fettsäuren wie die Docohexaensäure (DHA) erhöhen die Fluidität und erhalten die Funktionsfähigkeit. Da die Beweglichkeit der Zellmembranen in unmittelbarem Zusammenhang mit der zerebralen Leistungsfähigkeit sowie den neuronalen Funktionen steht, kommt den ungesättigten Fettsäuren eine hohe präventivmedizinische Bedeutung für neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson, Multipler Sklerose und Demenz zu.[74]

Mit Lebensmitteln den Krebs besiegen?

Beachtenswert sind auch die als „Nutraceuticals“ bezeichneten Lebensmittel, die sowohl krebshemmende als auch immunmodulierende Wirkung haben sollen. Die Onkologen Richard Béliveau und Denis Gingras haben in ihrem Buch „Krebszellen mögen keine Himbeeren“ eine Reihe von Studien zusammengetragen, die aufzeigen, dass Lebensmittel wie Kohl, Zwiebeln, Knoblauch, Soja, fetter Fisch, Beeren, Kurkuma oder grüner Tee einzeln oder gemeinsam Krebszellen bekämpfen können. Inwieweit sich hierbei Prävention und Therapie überschneiden, sei dahingestellt; ein Fehler, diese Lebensmittel in die Ernährungstherapie einzubinden, ist es sicherlich nicht.[75]

Zuckerverzicht zur Krebsbekämpfung

Warburg-Hypothese

Otto Heinrich Warburg (1883-1970)[76][77]
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Medizin-Nobelpreisträger 1931
Warburg-Hypthese


Auch im deutschen Sprachraum gibt es mittlerweile ausführlichere Informationen zur ketogenen Ernährung für Krebspatienten. Ketogen[78] bedeutet einfach ausgedrückt, dass so wenige Kohlenhydrate gegessen werden, dass die Leber anfängt, durch die sogenannte Neoglukogenese selbst Glucose herzustellen um so einen ausreichenden Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten. Als Energiequellen dienen hierbei ausschließlich Eiweiß und Fett. So werden in [79] Informationen des Universitätsklinikums Würzburg zitiert:

„Der Körper von Krebspatienten benötigt für eine ausreichende Energieversorgung vor allem Fett und Eiweiß. Krebszellen haben einen vermehrten Zuckerbedarf, können häufig aber Fett schlechter zur Energieversorgung verwenden. Die von uns empfohlene Ernährung, die sehr viel Energie in Form von gesunden Fetten und Eiweiß liefert, deckt den Energiebedarf von Krebspatienten ideal und verhindert den krebsbedingten Abbau der Körpersubstanz. Gleichzeitig scheint die Verringerung der aufgenommenen Kohlenhydrate über mehrere Mechanismen nachteilig für die Krebszellen und das Krebswachstum zu sein.“

Dieses Verfahren wird bereits länger erprobt, wie auch Dr. Thomas Seyfried[80] bei einem Interview mit Jimmy Moore berichtet. Tatsächlich hat schon 1924 der spätere Medizin-Nobelpreis Gewinner Otto Heinrich Warburg[77] genau dies festgestellt, was als Warburg-Hypthese bekannt wurde. Mehr als 80 Jahre später, nämlich 2008 wurde es dann erneut bestätigt, die entsprechende, vollständige Studie finden Sie hier[81].

Weitere Hinweise darauf, dass der Verzicht auf Zucker[82] keinesfalls unnütz oder gar gesundheitsschädlich ist:

Dies auch für alle anderen "Kohlenhydratbomben" wie z.B. Getreideprodukte (Brot, Nudeln, Reis, Mais...).[79]

Ketogene Ernährung zur Krebsprävention

Allein mit einer Diät lässt sich kein Tumor besiegen. Forscher haben aber herausgefunden, dass eine kohlenhydratarme und zugleich fettreiche Ernährung dazu beitragen kann, das Wachstum von Krebszellen zu hemmen.[75]

Im Stoffwechsel onkologischer Patienten und der Tumorzellen spielen die Kohlenhydrate, besonders die Glucose, eine große Rolle. Bis vor kurzem ging man davon aus, dass Zuckerlösungen wie Maltodextrin oder mit Zucker angereicherte Speisen und Getränke eine sehr gute Energiequelle für die Patienten sind. Heute ist bekannt, dass Muskeln und Leber die Glucose überhaupt nicht ausreichend verwerten und die Gewebe keine entsprechenden Glykogenvorräte anlegen können. Die dringend notwendige Energie verpufft sozusagen ungenutzt. Im Gegensatz dazu können die Muskelzellen aber Fettsäuren wesentlich besser aufnehmen, speichern oder zur Energiegewinnung verwerten, als dies bei Gesunden der Fall ist. Auch der Eiweißstoffwechsel und -bedarf verändert sich. Da die Proteinumsatzrate durch Tumoren stark erhöht ist, erhöht sich der Eiweißbedarf auf ca. 1,2-1,5 g/kg Körpergewicht.[75]

Tumorzellen mögen Glucose

Nicht nur der Metabolismus der körpereigenen Gewebe wird verändert und hat Einfluss auf den Bedarf. Auch der Tumor selbst hat einen von einer gesunden Zelle abweichenden Stoffwechsel. Zwar verbrauchen maligne Zellen für ihre Energiegewinnung Glucose wie gesunde Zellen, anders als diese „vergären“ die meisten Tumorzellen jedoch den Zucker. Das heißt, sie verstoffwechseln ihn nahezu ohne Sauerstoff (aerobe Glykolyse), selbst dann, wenn Sauerstoff zur Verfügung steht. Die Energieausbeute ist dadurch zwar um das 15-Fache geringer als durch eine normale Oxidation, das gleichen die Tumorzellen aber durch eine 20-30-fach höhere Aufnahme von Glucose aus, unabhängig vom Nahrungsangebot. Endprodukt dieser aeroben Glykolyse ist Laktat, das gleichzeitig Schutzfunktionen für die Tumorzellen ausübt. Fette und deren Bausteine, die Fettsäuren, werden dagegen von Tumorzellen so gut wie gar nicht verwertet, während der Verbrauch von Protein um ein Vielfaches erhöht ist.

Ketogene Diät als Therapie?

Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr bei Krebspatienten:[75]
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Hochwertige Fette spielen in der Ernährung von Krebspatienten eine besondere Rolle
"Metabolisch adaptierte Ernährung" nach Holm 2007[75]


Die Stoffwechselanomalität der „Vergärung“ hat bereits 1924 der Nobelpreisträger Otto Heinrich Warburg[76][77] beschrieben. Die Erkenntnisse sind die Grundlage für die Theorie der ketogenen Diät. Bei einer extrem fettreichen, kohlenhydratarmen Ernährung bilden sich Ketonkörper, die in hohen Konzentrationen die Glucoseaufnahme und -verwertung der malignen Zellen reduzieren und dadurch zum Absterben bringen können. Diese Beobachtung ist um so wichtiger, als dass Tumoren mit zunehmender Aggressivität immer mehr Glucose als einzig mögliche Energiequelle verwenden. Das heißt, eine Behinderung des Glucoseabbaus kann das Tumorwachstum hemmen. Gleichzeitig verhindern die Ketonkörper den Eiweißabbau und damit den gefürchteten Muskelschwund. Durch die extrem kohlenhydratarme Ernährung gibt es außerdem keine Insulinspitzen – Insulin und der verwandte Insulin-like-growthfaktor (IGF1) gelten als Wachstumsförderer von Tumorzellen. Fett bzw. Fettsäuren können darüber hinaus Entzündungsreaktionen entgegenwirken: Omega-3-Fettsäuren bzw. deren pflanzliche Verwandte, die Alpha-Linolensäure, haben ein hohes anti-entzündliches Potenzial.[75]

Noch keine Langzeitstudien zu "Krebsdiäten"

Auf Grund dieser Erkenntnisse werden radikal kohlenhydratarme, sogenannte ketogene Diäten zur Krebsbekämpfung propagiert. Dabei werden ca. 10 Gramm Kohlenhydrate pro 1000 kcal erlaubt, gleichzeitig sollten 70-75 Prozent der Kalorien als Fett verzehrt werden, davon 20-30 Prozent als mittelkettige Fette (MCT) und ca. 0,5-1 g Eicosapentaensäure (EPA) – eine Omega-3-Fettsäure. Die Proteinaufnahme soll 21 Prozent der Kalorien ausmachen. In vitro und im Tierversuch konnten bereits einige Erfolge verzeichnet werden. An der Universität Würzburg wurde eine Studie mit Brustkrebspatientinnen durchgeführt. Einzelbeobachtungen an Tumorpatienten geben Anlass zu der Hoffnung, so die Forscher, dass diese Form der Ernährung das Fortschreiten einer Tumorerkrankung aufhalten oder zumindest verlangsamen könnte. Die Studie wird an der Universität-Frauenklinik Mannheim fortgesetzt.[75]

Langzeitergebnisse einer solchen ketogenen Diät als Krebstherapie liegen allerdings bis heute nicht vor. Auch ist noch nicht bekannt, ob die veränderte Stoffwechsellage zu Interaktionen mit Medikamenten oder anderen Therapeutika führen kann. Die Forscher der Universität Würzburg raten daher denjenigen Patienten, die diese Diät ausprobieren möchten, zu einer dreimonatigen Beobachtungsphase unter strenger ärztlicher Kontrolle. Ebenfalls als ketogene Diät gilt die TKTL1-Anti-Krebs-Diät nach Dr. Johannes Coy. Seine These ist, dass das TKTL1-Gen bei Krebspatienten den Energiestoffwechsel der Tumorzellen beeinflusse und mit entsprechender Ernährung gegengesteuert werden könne. Wissenschaftlich umstritten ist hierbei allerdings die Frage, ob der Nachweis des Gens tatsächlich einen Hinweis auf die Wirksamkeit der Diät geben kann, zu der nach Coy spezielle Lebens- und Nahrungsergänzungsmittel nötig sind. Die Deutsche Krebsgesellschaft warnt in einer Pressemitteilung vom März 2010 vor einer ketogenen Ernährung als Anti-Krebs-Diät, da abgesehen von Tierversuchen bislang keine klinischen Studien vorliegen. Auch von anderen Wissenschaftlern wird sie als „unredlich und unsolide“ angesehen, zumal diese Diät nur unter strenger medizinischer Aufsicht durchgeführt werden darf und mögliche unerwünschte Wirkungen auf den Tumorpatienten nicht ausgeschlossen werden können.[75]

Zukünftige Krebs-Therapien in Arzneimittelprüfung oder Zulassungsverfahren

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Frucht des Blushwood Tree[85]


Beeren einer australischen Regenwaldfrucht töten 75 Prozent aller Tumore in Minuten

Australische Forscher haben eine Regenwaldfrucht entdeckt, die bei Tierversuchen 75 Prozent von Tumoren abtötete. Die Effekte sind bereits innerhalb von Minuten sichtbar - bisher jedoch nur bei Tieren. Die Regenwaldfrucht Fontainea picrosperma, auch Fountains Blushwood genannt, wird von einheimischen Tieren im Norden Australiens gerne gefressen. Nicht jedoch deren Kerne. Die spucken die Tiere wieder aus. Dies hat die Aufmerksamkeit eines Botanikers erregt. Also untersuchten Wissenschaftler den Samen und entwickelten mit Hilfe des QIMR Berghofer Medical Research Instituts in Brisbane das Präparat EBC-46. EBC-46 wurde im Rahmen einer achtjährigen Studie 300 Tieren, darunter Mäusen, Katzen, Hunde und Pferde gespritzt. Drei Viertel aller zuvor injizierten Tumore verschwanden und sind bis heute nicht zurückgekommen.[85]

"Sobald wir die Tumore damit injiziert haben, haben sie sich innerhalb von nur fünf Minuten lila gefärbt, innerhalb von zwei Stunden waren sie noch dunkler und am folgenden Tag schwarz", sagte Glen Boyle, der die Studie am QIMR Berghofer Medical Research Institut leitete. "In den nächsten Tagen bildete sich eine Kruste und nach einer Woche fiel der Tumor ab." Dadurch, dass das Präparat gespritzt werden muss, beschränkt es sich auf Krebsarten wie Brust-, Darm-, Prostata- und Hautkrebs oder Tumore im Kopf- und Halsbereich. Krebserkrankungen, die bereits Metastasen gestreut haben, sind nicht behandelbar. "Im Moment können wir das Präparat nur als Injektion verabreichen, da es die Tumorzellen abtötet, die Blutversorgung zum Tumor abschneidet und hilft, das Immunsystem zu aktivieren", sagte Boyle. "Vor allem wegen letzterem müssen wir es lokal verabreichen, da es ansonsten andere negative Nebenwirkungen haben könnte."

Am meisten erstaunte den Wissenschaftler jedoch, mit welcher Geschwindigkeit das Extrakt der Regenwaldfrucht Tumore abtötet. "Sichtbare Veränderungen gibt es bereits nach fünf Minuten." Normalerweise zeige eine Tumorbehandlung erst nach mehreren Wochen Erfolge. EBC-46 wirke jedoch extrem schnell, erklärte der australische Wissenschaftler. Nachdem die Tierversuche mit erstaunlichen Erfolgen von 75-prozentiger Heilung abgeschlossen wurden, sollen in den kommenden Monaten nun die ersten klinischen Studien am Menschen folgen. Die Zulassung für die Phase I klinischer Studien wurde bereits erteilt. Nun soll der Wirkstoff an wenigen, etwa 10 bis 30 Freiwilligen getestet werden. Eine weitere Gruppe Wissenschaftler beschäftigt sich zur gleichen Zeit mit der Pflanze, von der das neue Heilmittel stammt, dem "Blushwood Tree", der nur in manchen Regenwaldregionen im Norden Australiens vorkommt. Diese Gruppe soll untersuchen, unter welchen Bedingungen der Baum genau wächst und ob er vielleicht kommerziell angebaut werden könnte. Obwohl Glen Boyle optimistisch ist, dass seine "Wunderfrucht" auch beim Menschen effektiv sein wird, sieht er das neue Präparat nicht als Ersatz für eine Chemotherapie oder für Operationen. "Das Produkt kann aber eine zusätzliche Behandlungsmethode sein und beispielsweise bei Menschen zum Einsatz kommen, bei denen andere Therapien nicht geholfen haben oder bei älteren Menschen, die zu schwach für eine weitere Runde Chemotherapie sind."[85]

Der Weg zum Medikament dauert noch lange
Bei dem aus dem australischen Blushwood Tree gewonnenen EBC-46 handelt es sich um einen neuen Wirkstoff aus der Gruppe der Diterpen-Ester. Er kann die so genannte Proteinkinase aktivieren, ein Signaleiweiß in der Zelle, das die Zellteilung und das Zellwachstum beeinflusst. Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes in Heidelberg nennt die Anti-Krebs-Effekte des australischen Mittels EBC-46 im Mausmodell "vielversprechend". Allerdings seien die Ergebnisse nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragbar. Vor einem Einsatz zur Behandlung von Patienten müssen mit EBC-46 zunächst Studien bei Menschen erfolgen. Die klinische Arzneimittelprüfung dauert etwa neun Jahre.[85]

Michael Hudecek: Wie der Körper den Krebs mit "T-Gedächtniszellen" selbst besiegen könnte

Im Jahr 2012 ist Hudecek, ein gebürtiger Leipziger, aus Seattle nach Deutschland zurückgekehrt. Hier führt er nun an der Universität Würzburg seine in den USA begonnene Forschungsarbeit fort. "Eines der innovativsten Konzepte im Kampf gegen den Krebs", sagt er. Im selben Atemzug fügt er hinzu, dass weltweit viele sehr gute Forscher daran arbeiteten, und das seit Jahren.[86]

Woran Hudecek forscht
Die Grundidee der neuen Therapie klingt im Grunde einfach: Körpereigene Abwehrzellen sollen den Tumor bekämpfen. Und damit sie das können, müssen sie im Labor mit gentechnisch entwickelten Sensoren ausgestattet werden, die wiederum bestimmte Moleküle der Krebszellen erkennen. Das hört sich simpel an, ist es aber natürlich nicht. Laien können es sich indes so vorstellen: Die körpereigene Abwehr ist bekanntermaßen in der Lage, gesunde und kranke Zellen zu unterscheiden. Milliarden von weißen Blutzellen übernehmen dabei die Aufgabe, den Körper zu durchstreifen, Fremdstoffe zu entdecken und umgehend zu eliminieren. Eine wichtige Rolle spielen hier die sogenannten T-Zellen. Diese übernehmen sogar verschiedene Aufgaben, wobei sie in ständiger Kommunikation stehen. Da gibt es etwa die "T-Killerzellen", die kranke Körperzellen und mit ihnen auch gleich die feindlichen Eindringlinge - sprich Krankheitserreger - vernichten. Sie werden wiederum begleitet von "T-Helferzellen", die ihrerseits durch biochemische Signalstoffe anregen, dass sich die Killerzellen vermehren.

Wie die Behandlung den Krebs langfristig verhindern könnte
Sehr langlebige "T-Gedächtniszellen" sorgen dafür, dass das Immunsystem auch später bereits einmal bekämpfte Eindringlinge oder eben auch Krebszellen erkennt. All diese Eigenschaften nutzt die moderne Forschung im Kampf gegen den Krebs. "Unsere Strategie besteht darin, dem Patienten T-Zellen zu entnehmen und sie mit einem sogenannten CAR-Rezeptor auszustatten, der ein bestimmtes Molekül auf Krebszellen erkennt", sagt Hudecek.Noch sind weitere Forschungen nötig. All das muss Hudecek derzeit verzweifelten Menschen erklären, die bei ihm anfragen. Er hat es dabei insbesondere auf das Molekül mit dem wissenschaftlichen Namen ROR1 abgesehen. Es kommt auf normalen, also gesunden Körperzellen kaum vor. "Eine gegen Tumorzellen gerichtete Immuntherapie sollte keine oder nur sehr geringe Nebenwirkungen haben", sagt Hudecek. Das Molekül ROR1 findet sich indes häufig bei Krebsarten wie Leukämie, bei Lymphomen, aber auch bei Brust-, Lungen oder Nierenkrebs.

Wie das genau funktionieren könnte
Damit dann aber am Ende eine "auf den jeweiligen Patienten maßgeschneiderte Immuntherapie" steht, müssen viele Schritte vorweggehen: Über Viren wird Geninformation - nämlich jene, die den ROR1-Rezeptor entwickelt - im Labor in die T-Zellen eingebracht. Wie Hudecek betont, funktioniert das auch mit einer Elektroschockmethode - "natürlich außerhalb des Patienten", sagt er. Auf jeden Fall aber kann die so eingeschleuste Information dann an Tochterzellen weitervererbt werden. Damit es so weit kommt, müssen allerdings die Rahmenbedingungen stimmen. Spezielle Nährlösungen sorgen dafür, dass sich die T-Zellen wohl fühlen. "Ja, wir füttern sie mit Zellkulturmedien", sagt der 35-Jährige. Die regen die T-Zellen an, sich üppig zu teilen. Ein reines Wohlfühlprogramm sei das aber nicht. Damit sich T-Zellen überhaupt teilen, müssen sie auch mit "Antikörpern getriggert" werden. Laienhaft gesagt wird ihnen also vorgegaukelt, dass der Körper - den sie ja verteidigen sollen - angegriffen wird. "Das Ganze spielt sich in einem Inkubator bei 37 Grad ab", sagt Hudecek. Am Ende jedenfalls gibt es dann genug "scharf gemachte" T-Zellen, die, wenn sie zurück in den menschlichen Körper gebracht werden, den Tumor angreifen können. Bevor die revolutionäre Krebstherapie an Patienten im Klinikalltag zum Einsatz kommen darf, muss sie zudem noch ein strenges Zulassungsverfahren durchlaufen. "Wir arbeiten sehr hart daran", sagt Hudecek. In den USA haben bereits klinische Studien stattgefunden - mit beachtlichem Erfolg.[86]

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Gärtnermeister mit Leukämie ist überzeugt, dass Leukämie von Glyphosat kommt (Mai 15)

Sehr geehrte Damen und Herren, mit großem Interesse hab ich Ihren Artikel gelesen.
Bin Gärtnermeister und habe seit Herbst 2014 die Diagnose Leukämie.
Nach 5 Chemos kein Erfolg. Bin überzeugt, dass Leukämie von Glyphosat kommt.
Danke
O.E.

10. Mai 2015: Antwort des Autors an O.E.
Sehr geehrter Herr O.E.!
Ich bin auch überzeugt, dass das Leukämierisiko durch Glyphosat in den letzten Jahren unakzeptierbar stark gestiegen ist, speziell in Berufen, wo man viel damit in Berührung kommt. Ich bin auch erschüttert, dass die in den letzten Jahren sehr stark angestiegenen Glyphosat-Einsätze von den dafür zuständigen Stellen (BfR) auf Basis der Hersteller-Angaben statt auf unabhängige Studien gestützt bisher "weißgewaschen" und genehmigt wurden. Aus meiner Sicht ist eine starke Einschränkung der zulässigen Glyphosatmengen, z.B. auf die im Jahr 2000 eingesetzten Mengen, durch EU-Vorgaben erforderlich. Das würde weltweit betrachtet eine Reduktion um 80% gegenüber 2010 bedeuten, wäre also eine bedeutende Reduktion der Glyphosat-Belastung für uns alle. Das in Deutschland gestattete Totspritzen von Getreide muss in der gesamten EU (wie in der Schweiz schon geschehen) verboten werden. Für Berufe wie Gärtner und Landwirte müssen spezielle Richtlinien erlassen werden, welche für diese Berufe das Risiko, an den Glyphosat-Folgen zu erkranken, reduzieren. Die meisten meiner Bekannten, welche Krebs / Leukämie haben, wohnen in ländlichen Gebieten. Ich führe das (auch) darauf zurück, dass man am Land mehr mit Glyphosat in Berührung kommt als in der Stadt. Ich habe noch nicht gezielt Studien darüber recherchiert. Man sollte neutrale unbedingt Hersteller-unabhängige Studien darüber erstellen, ob in Berufen mit hoher Glyphosat-Exposition Leukämie häufiger auftritt. Mir ist bisher nur als gesichert bekannt, dass Leukämie besonders oft bei Berufen mit hoher Benzol-Exposition auftritt, was auch bei Ihnen (als Mitursache) denkbar wäre. Krebs hat ja auch oft multifaktorielle Ursachen. Um so mehr, muss man versuchen, nachgewiesene Einzelursachen möglichst auszuschalten. Wenn meine Vermutungen und Ihr Verdacht stimmen, müsste Leukämie bei Gärtner-Berufen und Landwirten, welche viel Glyphosat sprühen, häufiger auftreten. In Argentinien sind ja schon viele Fälle von Missbildungen dokumentiert, daher wurde dort extrem hoher Glyphosat-Einsatz schon gesetzlich eingeschränkt.

Wir sind alle sehr bedroht durch die extrem gestiegenen Glyphosat-Mengen, welche in den letzten Jahren eingesetzt wurden. Die einzige Chance, welche wir gegen diese Bedrohung haben, ist, das Wissen und die Studien über die Gefahren von Glyphosat möglichst objektiv und ohne Zensur zu veröffentlichen. Weil mich Krebsfälle im Bekanntenkreis sehr betroffen machten, trage ich auf den Seiten der Kategorie Krebs jedoch auch Wissen zusammen, wo es Nachweise gibt, dass dieses Wissen (vorbeugend) helfen kann, oder wenn möglicherweise bestimmte Krebsursachen zu wenig bekannt sind, welchen man aus dem Weg gehen könnte, wenn man sie kennt. Näheres dazu siehe Krebs (Medizin) und Krebsprävention. Falls Sie aussagefähige seriöse Seiten im Internet kennen, wo dokumentiert ist, dass Gärtner bzw. Landwirte häufiger an Leukämie erkranken, so möchte ich das auf der Seite Glyphosat und auf Krebs (Medizin) veröffentlichen. Ich bin jedoch sehr an der Seriosität der Quellen interessiert. Ich gehe davon aus, dass ein Wissen um Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Krebs auch zusätzlich zur Chemotherapie nach einer Krebserkrankung noch wertvoll wäre, wie z.B. auf einen hohen Vitamin-D-Spiegel im Blut zu achten, Aspartam und Furan (im Espresso-Kaffee), sowie Kontakt mit Polyurethan-Schaum mit Flammschutzmittel TDCPP zu meiden und eventuell CoEnzym Q10 zu substituieren. Ein mir bekannter Krebspatient hatte gerade wegen der Chemotherapie einen viel zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel im Blut. Bei ihm heilte die Chemotherapie inzwischen den Krebs. Er konsultierte nach der Chemotherapie eine Ärztin mit einem Diplom für "Orthomolekulare Medizin", welche ein Vitamin-D-Defizit feststellte und sich sehr wunderte, dass der Vitamin-D-Status nicht immer bei jeder Chemotherapie kontrolliert wird. Diese Ärzte sind spezialisiert darauf, in den Blutwerten Abweichungen vom Soll-Zustand festzustellen, und entsprechende Korrekturen vorzuschlagen. Ein Vitamin-D-Defizit sollte nach jeder Chemotherapie unbedingt per Blutanalyse untersucht werden und, falls vorhanden, behoben werden, wird aber leider oft übersehen. Ich denke, wenn man an Krebs erkrankt ist, sollte man alle Möglichkeiten ausschöpfen, mögliche nachgewiesene Krebs-auslösende Ursachen zu vermeiden, auch wenn es unsicher ist, ob das noch helfen kann. Es tut mir sehr leid, dass es zu Ihrer Erkrankung gekommen ist, und dass die Therapie dazu bisher nicht erfolgreich war. Ihr Feedback über Ihr Schicksal trägt auch zur Bewusstseinsbildung der Gefahr von Glyphosat / Roundup bei.

Mit freundlichen Grüßen
Autor von Vita Sana

Ergänzende Informationen zum Thema Krebs

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise (Filme)

  1. Das stille Gift, ZDFzoom-Reportage über Glyphosat und Zweifel an objektiven Prüfungen durch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 8.5.2013, 28'35

Einzelnachweise (Literatur)

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Wikipedia Krebs (Medizin), abgerufen am 31.10.2015
  2. C. Zimmer: Krebs – eine Nebenwirkung der Evolution? In: Spektrum der Wissenschaft 9, 2007, S. 80–88.
  3. Cancer warning over stem cell therapies. In: New Scientist vom 7. Januar 2007
  4. C. M. Vajdic und M. T. van Leeuwen: Cancer incidence and risk factors after solid organ transplantation. In: Int J Cancer 125, 2009, S. 1747–1754. PMID 19444916
  5. Blutmarker für das Krebsrisiko nach Organtransplantation. In: Ärzte Zeitung vom 22. Februar 2010
  6. O.M. Martinez, F.R. de Gruijl: Molecular and Immunologic Mechanisms of Cancer Pathogenesis in Solid Organ Transplant Recipients. In: American Journal of Transplantation. 8/2008. The American Society of Transplantation & the American Society of Transplant Surgeons, S. 2205–2211, ISSN 1600-6135
  7. G. P. Dunn u. a.: Cancer immunoediting: from immunosurveillance to tumor escape. In: Nat Immunol 3, 2002, S. 991–998. PMID 12407406 (Review)
  8. C. Murgia u. a.: Clonal Origin and Evolution of a Transmissible Cancer. In: Cell 126, 2006, S. 477–487. PMID 16901782
  9. G. K. Reeves u. a.: Cancer incidence and mortality in relation to body mass index in the Million Women Study: cohort study. In: BMJ 335, 2007, S. 1134. PMID 17986716
  10. E. E. Calle: Obesity and cancer. In: BMJ 335, 2007, S. 1107–1108. PMID 17986715
  11. S. O. Dalton u. a.: Depression and cancer risk: A register-based study of patients hospitalized with affective disorders, Denmark, 1969–1993. In: American Journal of Epidemiology 155, 2002, S. 1088–1095. PMID 12048222
  12. I. R. Schapiro u. a.: Psychic vulnerability and the associated risk for cancer. In: Cancer 94, 2002, S. 3299–3306. PMID 12115364
  13. Nach M. Bahadir, H. Parlar, Daniela Angerhöfer, Michael Spiteller: Springer Umweltlexikon. Berlin, Heidelberg 2000, S. 248. Google Buch MbM211w450IC Seite 248
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 14,4 WHO stuft Wurst als krebserregend ein, Kurier, 26.10.2015
  15. 15,0 15,1 15,2 15,3 15,4 15,5 15,6 Die vollständige Krebs-Liste: 116 Risikofaktoren: Fleisch ist nur einer der bisher genannten Krebserreger. Auf der WHO-Liste sind noch 115 weitere, Kurier.at, 29. Okt. 2015
  16. A. J. Einstein u. a.: Estimating risk of cancer associated with radiation exposure from 64-slice computed tomography coronary angiography. In: JAMA 298, 2007, S. 317–323. PMID 17635892
  17. R. Smith-Bindman, J. Lipson, R. Marcus, K. P. Kim, M. Mahesh, R. Gould, A. Berrington de González, D. L. Miglioretti: Radiation dose associated with common computed tomography examinations and the associated lifetime attributable risk of cancer. In: Archives of internal medicine Band 169, Nummer 22, Dezember 2009, S. 2078–2086, ISSN 1538-3679. DOI:10.1001/archinternmed.2009.427. PMID 20008690.
  18. A. Berrington de González, M. Mahesh, K. P. Kim, M. Bhargavan, R. Lewis, F. Mettler, C. Land: Projected cancer risks from computed tomographic scans performed in the United States in 2007. In: Archives of internal medicine Band 169, Nummer 22, Dezember 2009, S. 2071–2077, ISSN 1538-3679. DOI:10.1001/archinternmed.2009.440. PMID 20008689.
  19. Wissensmagazin ScineXX.de: Flammschutzmittel an Polyurethan-Schaum in Autos und Büros möglicherweise krebserregend
  20. Bild der Wissenschaft: Berufstätige nehmen besonders viel schädliche Flammschutzmittel aus Staub von PU-Schaum auf
  21. Carcinogenicity of tetrachlorvinphos, parathion, malathion, diazinon, and glyphosate, Kathryn Z Guyton, Dana Loomis, Yann Grosse, Fatiha El Ghissassi, Lamia Benbrahim-Tallaa, Neela Guha, Chiara Scoccianti, Heidi Mattock, Kurt Straif, on behalf of the International Agency for Research on Cancer Monograph Working Group, IARC, Lyon, France, Published Online: 20 March 2015, DOI: http://dx.doi.org/10.1016/S1470-2045(15)70134-8
  22. WHO bewertet Glyphosat neu: Höhere Krebsgefahr durch weltweit verwendetes Pestizid, von Tina Baier, Süddeutsche Zeitung, 24. März 2015
  23. WHO-Einstufung von Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend offenbart Unzulänglichkeit der EU-Pestizidzulassung, GLOBAL 2000 fordert Glyphosat-Verbot und verbesserte Risikobewertung für Pestizide, APA-OTS-Presseaussendung von Global 2000 Wien, DI Dr. Helmut Burtscher, Umweltchemiker GLOBAL 2000, 26. März 2015
  24. 24,0 24,1 Integrative assessment of multiple pesticides as risk factors for non-Hodgkin's lymphoma among men, DeRoos AJ, Zahm SH, Cantor KP, et al., 2003, Occ Environ Med 60(9): E11, DOI:10.1136/oem.60.9.e11
  25. 25,0 25,1 Cancer Incidence among Glyphosate-Exposed Pesticide Applicators in the Agricultural Health Study, DeRoos AJ, Blair A, Rusiecki, et al., 2005, Environ Health Perspect. 2005 January; 113(1): 49–54
  26. 26,0 26,1 PRI Pesticide Review — Glyphosate, Pesticide Research Institute (PRI), Berkeley, Kalifornien, Juli 2012, PDF-Datei, 8 Seiten, 2.69 MB
  27. _27_08.pdf Herbicide Risk Assessment for Marin Municipal Water District, Chapter 3: Glyphosate, MMWD 2010, Pesticide Research Institute, August 2008, PDF-Datei 96 Seiten, 1.79 MB
  28. Studies on glyphosate-induced carcinogenicity in mouse skin, George et al. 2010, Journal of Proteomics, Volume 73, Issue 5, 2010-03-10, P.951–964
  29. Aktuelle Informationen über Glyphosat und seine Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt, Vortrag von Dr. Martha Mertens, Sprecherin BUND-AK Gentechnik, 20.10.2011, 24 S., 298 kB
  30. Pesticide Research Institute (PRI), Berkeley, Kalifornien, Homepage
  31. Glyphosate’s Suppression of Cytochrome P450 Enzymes and Amino Acid Biosynthesis by the Gut Microbiome: Pathways to Modern Diseases, Anthony Samsel and Stephanie Seneff, Entropy, 2013, 15(4):1416-1463
  32. 32,0 32,1 GLOBAL 2000-Studie: Gefährliches Pestizid im menschlichen Körper nachgewiesen, 13.6.2013, erstellt von der Österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 und ihrem europäischen Dachverband „Friends of the Earth“ (FOE)
  33. Determination of Glyphosate residues in human urine samples from 18 European countries, Test Compound: Glyphosate and AMPA, Medical Laboratory Bremen, Germany, June 12, 2013, PDF-Datei, 348kB, 13 Seiten
  34. Glyphosat im menschlichen Körper, Factsheet von GLOBAL 2000 und Friends of the Earth Europe, 13.6.2013, PDF-Datei, 235 kB, 11 Seiten
  35. EU erhöht Grenzwert: Zuchtlachs darf mehr Gift enthalten Bianca Blei, 25. Juni 2013, derStandard.at
  36. Gift im Fisch: EU erlaubt mehr Pestizide im Lachs, Deutsche Wirtschafts Nachrichten, 26. Juni 2013
  37. Edosulfan auf Wikipedia
  38. Giftige Fische: EU erlaubt mehr Endosulfan im Lachs, mytoday.at, 30. Juni 2013
  39. 39,0 39,1 39,2 39,3 39,4 39,5 Merkblatt zur Berufskrankheit Nr. 1318 "Erkrankungen des Blutes, des blutbildenden und des lymphatischen Systems durch Benzol", Bekanntmachung des BMAS vom 30.12.2009 – IVa4-45222-1318 - GMBl 5/6/2010, S. 94 ff., herausgegeben vom Ärztlichen Sachverständigenbeirat “Berufskrankheiten” beim deutschen Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 12.02.2010, PDF-Datei mit 109 kB und 10 Seiten
  40. Zentrum der Gesundheit: Schon ab einer einzigen Diät-Limonade am Tag kann das Risiko für Leukämie, Knochenmarkskrebs und Lymphdrüsenkrebs steigen
  41. Schernhammer ES et al., "Consumption of artificial sweetener- and sugar-containing soda and risk of lymphoma and leukemia in men and women." Am J Clin Nutr. 2012 Dec;96(6):1419-28. doi: 10.3945/ajcn.111.030833. (Der Konsum von süssstoff- und zuckerhaltigem Soda und das Risiko von Lymphomen und Leukämie bei Männern und Frauen.)
  42. Soffritti M et al., "First experimental demonstration of the multipotential carcinogenic effects of aspartame administered in the feed to Sprague-Dawley rats." Environ Health Perspect. 2006 Mar;114(3):379-85. (Erste experimentelle Darlegung der multipotent krebserregenden Wirkung von Aspartam im Fressen von Sprague-Dawley Ratten.)
  43. Soffritti M et al., "Life-span exposure to low doses of aspartame beginning during prenatal life increases cancer effects in rats." Environ Health Perspect. 2007 Sep;115(9):1293-7. (Die lebenslange Verabreichung von geringen Dosen Aspartam ab der vorgeburtlichen Lebensphase erhöht Krebs bei Ratten.)
  44. Presseportal.de: Gesundheitsrisiko durch Schadstoff Furan im Kaffee
  45. Mögliches Risiko im Kaffee. ZDF.de, 26. September 2012, abgerufen am 6. Oktober 2012.
  46. Kuballa T, et.al.: Furan in Kaffee und Kaffeegetränken. Deutsche Lebensmittel-Rundschau (2005), 6, S.229-235
  47. Schimmel: Gefährlicher Hausgenosse, Von den Pilzen geht eine Gesundheitsgefahr aus. Einige produzieren leber- und nierenschädigende Stoffe, die sogar Krebs auslösen können. Allergiker leiden schon, wenn sie Schimmelpilzsporen nur einatmen; von Nicole Schuster, Pharmazeutische-Zeitung.de, Ausgabe 49/2012
  48. Carcinogenicity of consumption of red and processed meat, Lancet Oncology, Véronique Bouvard, Dana Loomis, Kathryn Z Guyton, Yann Grosse, Fatiha El Ghissassi, Lamia Benbrahim-Tallaa, Neela Guha, Heidi Mattock, Kurt Straif on behalf of the International Agency for Research on Cancer Monograph Working Group, DOI: http://dx.doi.org/10.1016/S1470-2045(15)00444-1 Share on mendeley, published Online: 26 October 2015
  49. WHO stuft Wurst und Schinken als krebserregend ein, Die Presse, 27.10.2015
  50. Monsanto Demands World Health Organization Retract Report That Says Roundup Is Linked to Cancer, Anastasia Pantsios in ecowatch.com; March 26, 2015
  51. 51,0 51,1 51,2 51,3 51,4 51,5 Glyphosate: Pathways to Modern Diseases; by Anthony Samsel and Stephanie Seneff, mercola.com; December 15, 2015
  52. E. Tareke, P. Rydberg, P. Karlsson, S. Eriksson, M. Törnqvist: Acrylamid: a cooking carcinogen? In: Chemical research in toxicology. Band 13, Nummer 6, Juni 2000, S. 517–522, ISSN 0893-228X. PMID 10858325.
  53. E. Tareke, P. Rydberg, P. Karlsson, S. Eriksson, M. Törnqvist: Analysis of acrylamide, a carcinogen formed in heated foodstuffs. In: Journal of agricultural and food chemistry. Band 50, Nummer 17, August 2002, S. 4998–5006, ISSN 0021-8561. PMID 12166997.
  54. Udo Pollmer: Kartoffel: Acrylamid - Viel Rauch um nichts (Memento vom 24. November 2007 im Internet Archive) in: EU.L.E.n-Spiegel 02/2006.
  55. 55,0 55,1 55,2 55,3 55,4 55,5 55,6 55,7 55,8 Acrylamid, Wikipedia, abgerufen am 5. Juni 2016
  56. Pressemeldung der Medizinischen Hochschule Hannover: Acrylamid im Blut: Rolle des Ernährungsverhaltens unklar (5. Oktober 2005). Abgerufen am 19. März 2011.
  57. D.S. Mottram, B.L. Wedzicha and A.T. Dodson (2002) Food chemistry: Acrylamide is formed in the Maillard reaction. Nature 419, 448-449, PMID 12368844.
  58. Ökotest 7/2008, S. 22-26.
  59. wissenschaft.de: Wie Schwefel im Boden Acrylamid im Brot verringert.
  60. Acrylamide (PDF; 3,2 MB). In: Monographs on the Evaluation of Carcinogen Risk to Humans: Some Industrial Chemicals, No. 60, Lyon: International Agency for Research on Cancer.
  61. Frequently asked questions - acrylamide in food (Memento vom 20. Dezember 2013 im Internet Archive), Antwort zu Frage 4, Abs. 3.
  62. Acrylamid in Lebensmitteln ist ein Problem für die öffentliche Gesundheit. EFSA, 4. Juni 2015.
  63. Bundesinstitut für Risikobewertung: Expositionsabschätzung Acrylamid.
  64. Krebs in Deutschland 2007/2008. Krebs in Deutschland 2007/2008. 8. Ausgabe. Robert Koch-Institut (Hrsg) und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (Hrsg). Berlin, 2012, ISBN 978-3-89606-214-7
  65. W. Hiddemann und C. Bartram (Herausgeber): Onkologie. 2 Bände, Ausgabe 2, Verlag Springer, 2009, ISBN 3-540-79724-6 Google Buch W_A4ut02V0AC Seite 6
  66. H. Matthys und W. Seeger (Herausgeber): Klinische Pneumologie. Verlag Springer, 2008, ISBN 3-540-37682-8 S. 188.Google Buch 2Sb1zF9mrHIC Seite 188
  67. Lungenkrebserzeugende Arbeitsstoffe. In: Deutsches Ärzteblatt 93, 1996, S. A-247/B-195/C-183]
  68. H. Feldmann: Das Gutachten des Hals-Nasen-Ohren-Arztes. Georg Thieme Verlag, 2006, ISBN 3-13-542306-9 S. 294 Google Buch EUelQ1YlQGsC Seite 294
  69. Wikipedia: Positive Effekte des Kaffees
  70. European cancer Prevention 16, 446–452, 2007.
  71. Anticancer research 27 (5B), 3489–3495, 2007.
  72. Lockwood K; Moesgaard S; Hanioka T; Folkers K: Apparant partial remission of breast cancer in high-risk-patients supplemented with nutritional antioxidants, essential fatty acids and coenzyme Q10. Mol Aspects Med: 15s:231-240 (1994)
  73. Judy WV; Willis RA; Folkers K: Regression of prostate cancer and plasma specific antigens (PSA) in patients on treatment with CoQ10. Boston : 1 st Conf. of the Intl. Coenzyme Q10 Assn.: 143 (1998)
  74. 74,0 74,1 74,2 74,3 Musterbefund für ein Fettsäureprofil von GanzImmun Diagnostics AG in Mainz, PDF-Datei, 9 Seiten, 2.72 MB, Link aktuell am 18.12.2016
  75. 75,0 75,1 75,2 75,3 75,4 75,5 75,6 75,7 Ketogene Ernährung bei Krebs, Dr. troph. Gisela Krause-Fabricius, abgerufen am 4.2.2017
  76. 76,0 76,1 76,2 Weitere Informationen über Otto Heinrich Warburg und seine Arbeiten (Biographical), abgerufen am 4.2.2017
  77. 77,0 77,1 77,2 Wikipedia: Otto Warburg (Biochemiker), deutscher Biochemiker, Arzt und Physiologe, geb. 1883, gestorben 1970, 1931 erhielt er für "Die Entdeckung der Natur und der Funktion des Atmungsferments“ den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.
  78. Was ist Ketose?, Urgeschmack.de, Felix Olschewski, abgerufen am 4.2.2017
  79. 79,0 79,1 79,2 Zuckerverzicht zur Krebsbekämpfung, Urgeschmack.de, Felix Olschewski, abgerufen am 4.2.2017
  80. Dr. Thomas Seyfried: A Calorie-Restricted Ketogenic Diet Could Be The Cure For Brain Cancer, Dr. Thomas Seyfried, abgerufen am 4.2.2017
  81. Cardiolipin and electron transport chain abnormalities in mouse brain tumor mitochondria: lipidomic evidence supporting the Warburg theory of cancer, Michael A. Kiebish, Xianlin Han,† Hua Cheng,† Jeffrey H. Chuang and Thomas N. Seyfried, J Lipid Res. 2008 Dec; 49(12): 2545–2556, DOI: 10.1194/jlr.M800319-JLR200abgerufen, am 4.2.2017
  82. Was ist so schlimm an Zucker?: Ist Zucker ungesund? Urgeschmack.de, Felix Olschewski, abgerufen am 4.2.2017
  83. Cancer as a metabolic disesase, Thomas N Seyfried and Laura M Shelton, Nutrition & Metabolism 2010 7:7 DOI: 10.1186/1743-7075-7-7, Published: 27 January 2010
  84. "Metabolic management of glioblastoma multiforme using standard therapy together with a restricted ketogenic diet: Case Report", Giulio Zuccoli, Norina Marcello, Anna Pisanello, Franco Servadei, Salvatore Vaccaro, Purna Mukherjee, Thomas N. Seyfried; Nutrition & Metabolism, 22 April 2010
  85. 85,0 85,1 85,2 85,3 Brisbane: Beeren töten Krebs in Minuten, Australische Forscher haben eine Regenwaldfrucht entdeckt, die bei Tierversuchen 75 Prozent von Tumoren abtötete,
    SüdWest Presse (SWP), Barbara Barkhausen, 24.10.2014, abgerufen am 22. Nov. 2014
  86. 86,0 86,1 Wie der Körper den Krebs selbst besiegen könnte, Der Mediziner und Forscher Michael Hudecek forscht derzeit in Würzburg an einer neuen Behandlungsmethode mit "T-Gedächtniszellen" gegen Krebs, Süddeutsche Zeitung, von Dietrich Mittler, Würzburg, 15. Juli 2015