Krebsprävention

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Unter Krebsprävention, auch Krebsvorbeugung, Krebsprophylaxe oder Krebsvermeidung genannt, versteht man Maßnahmen oder Verhaltensregeln, die die Entstehung von Krebserkrankungen verhindern oder zumindest die Wahrscheinlichkeit für eine solche Erkrankung herabsetzen sollen.

Einige der Maßnahmen beziehungsweise Verhaltensregeln sind wissenschaftlich durch eine Vielzahl von epidemiologischen und retrospektiven Studien in ihrer Wirksamkeit bewiesen. Andere krebspräventive Maßnahmen sind zwar wissenschaftlich weitgehend unstrittig, jedoch unbewiesen. Dazu kommen noch einige in Fachkreisen kontrovers diskutierte, sowie von der evidenzbasierten Medizin eindeutig abgelehnte Maßnahmen zur Krebsprävention („Quacksalberei“).

Etwa die Hälfte aller Krebserkrankungen ließe sich Schätzungen zufolge alleine durch die Art und Weise der Lebensführung (Lifestyle) vermeiden[1]. Krebs ist keine einheitliche Erkrankung, sondern vielmehr ein Sammelbegriff für eine Vielzahl verwandter Krankheiten, die sich erheblich in ihrer Pathologie unterscheiden können. Entsprechende Unterschiede stellen sich deshalb auch für den Erfolg von vorbeugenden Maßnahmen ein. Die Wirkung präventiver Maßnahmen lässt sich am Individuum allein nicht bestimmen. Dazu sind immer möglichst große statistisch erfasste Populationen notwendig.

Inhaltsverzeichnis

Kanzeroprotektive Nahrungsmittel

Nahrungsmittel und Ernährung

Für eine Reihe von Nahrungsmitteln liegen epidemiologische Studien vor, die auf eine kanzeroprotektive Eigenschaft schließen lassen. In verschiedenen Tiermodellen konnten diese Ergebnisse für viele dieser Nahrungsmittel bestätigt werden. Schlüssige Beweise für die Wirksamkeit beim Menschen liegen aber in vielen Fällen nicht vor und sind aus mehreren Gründen kaum zu erbringen. Der World Cancer Research Fund (WCRF) findet für kein Nahrungsmittel überzeugende Beweise (convincing) einer kanzeroprotektiven Wirkung. Für einige Lebensmittel wird eine ‚wahrscheinlich kanzeroprotektive‘ Wirkung (probable) gesehen. Dazu gehören:

Der WCRF nennt neun weitere Lebensmittel, beziehungsweise Lebensmittelgruppen, mit einer möglichen kanzeroprotektiven Wirkung (limited suggestive).[2]

In der in zehn europäischen Ländern durchgeführten EPIC-Studie werden seit 1992 die Essgewohnheiten, Körpergewicht, -größe und Körper-Fettverteilung von über 519.000 – zu Beginn der Studie gesunden – Teilnehmern statistisch erfasst.[3] Seitdem werden alle neu aufgetretenen Krebserkrankungen und andere chronische Krankheiten dieser Population erfasst und mit den jeweiligen Ernährungsgewohnheiten und dem Lebensstil der Betroffenen abgeglichen. Die wesentlichen ernährungsphysiologischen Erkenntnisse, die aus der Studie bisher gewonnen wurden, sind:

  • Eine erhöhte Ballaststoffaufnahme senkt das Risiko an Dickdarmkrebs zu erkranken. Schon eine Erhöhung der täglichen Ballaststoffmenge von 15 auf 35 g senkt dabei das Risiko um 40 %.[4]
  • Ein hoher Fleischkonsum (rotes Fleisch) erhöht das Darmkrebsrisiko, während Fischkonsum dieses Risiko deutlich senkt. Je 100 g verzehrtem roten Fleisch steigt das Darmkrebsrisiko um 49 %. Im Fall von Wurst steigt es sogar um 70 % an. Im Gegensatz dazu wird durch den Verzehr von 100 g Fisch das Risiko für diese Erkrankung halbiert.[5]
  • Je 80 g Obst und Gemüse täglich reduzieren das Risiko für Mund-, Rachen-, Kehlkopf- oder Speiseröhrenkrebs um 9 %. Dieser Effekt hält bis zu einem Schwellwert von 300 g pro Tag an. Größere Mengen können das Erkrankungsrisiko vermutlich nicht noch weiter absenken.[6]
  • Der verstärkte Verzehr von Butter, Margarine, verarbeitetem Fleisch und Fisch, in Kombination mit einem geringen Konsum von Brot und Fruchtsäften, erhöht das Risiko für Brustkrebs.[7]

Der Einfluss der Ernährung (insbesondere der Verzehr von Obst und Gemüse) auf das Krebsrisiko ist nach einer im April 2010 veröffentlichten Auswertung der EPIC-Studie offensichtlich deutlich geringer als zuvor angenommen. Die Effekte sind nur marginal und statistisch gesehen nicht signifikant. Die Autoren haben errechnet, dass pro 200 g Obst oder Gemüse pro Tag das Krebsrisiko um lediglich 3 % sinkt. Für einige Krebserkrankungen, wie beispielsweise dem Nierenzellkarzinom gibt es Hinweise auf eine positive Wirkung, allerdings sind die Fallzahlen dort sehr gering.[8][9][10]

Beta-Carotin schützt vor Krebserkrankungen

Die Zellen, die als erstes vom Vitamin A profitieren, befinden sich im Verdauungstrakt, so beispielsweise im Magen. Vitamin A ist wichtig für die Magenschleimhautbildung. Die Schleimhaut wiederum schützt die Magenwände vor den sauren Magensäften. Daher ist es auch kein Zufall, dass der regelmässige Verzehr von Vitamin A-, Alpha-Carotin- und Beta-Carotin reichen Lebensmitteln das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, um die Hälfte verringert. Beta-Carotin kann auch vor anderen Krebserkrankungen schützen, wie beispielsweise vor Speiseröhrenkrebs, Leberkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Darmkrebs, Rektalkrebs, Prostatakrebs, Eierstockkrebs und Gebärmutterhalskrebs. Diese Wirkung hat das Vitamin A aufgrund seines grossen antioxidativen Potentials. Menschen, die nur geringe Mengen an Antioxidantien durch ihre Nahrung aufnehmen, weisen ein erhöhtes Krebsrisiko auf. Im Vergleich dazu können Menschen, die viel Obst und Gemüse essen, dieses Risiko um die Hälfte senken.[11]

Knoblauch

In Modellorganismen konnte gezeigt werden, dass Knoblauch die Entstehung von Darmkrebs verhindern kann.[2] Die dabei vermutlich wirksame Komponente ist Diallyldisulfid.[12][13][14]

Granatapfel

Die Polyphenole aus Granatapfelsaft sind besonders gegen Prostatakrebs wirkungsvoll, wie nicht nur präklinische Studien zeigten, sondern auch Studien an Prostatakrebspatienten, bei denen die Krebserkrankung nach einer Primärtherapie (Bestrahlung, OP) wieder voranschritt.[15][16]

Stevia statt Zucker oder Aspartam als Süßstoff verwenden

Ab einer Aspartam-Diät-Limo pro Tag steigt die Krebsgefahr

Die Ergebnisse einer aktuellen Aspartam-Studie [17] [18] [19] [20] zeigten nun Folgendes: Schon eine Dose Diät-Limo von 355 ml am Tag führt – verglichen mit Kontrollpersonen, die keine Diät-Limos tranken – zu

  • einem um 42 Prozent höheren Risiko für Leukämie (Blutkrebs) bei Männern und Frauen,
  • einem um 102 Prozent höheren Risiko für multiple Myelome (Knochenmarkskrebs) bei Männern und
  • einem um 31 Prozent höheren Risiko für das Non-Hodgkin-Lymphom (Lymphdrüsenkrebs) bei Männern.

Aspartam wird vom Körper in die krebsverursachende Chemikalie Formaldehyd umgewandelt

Aspartam, das aus drei Komponenten besteht, ist gemäß [21] eine synergistisch toxische Chemikalie. Das bedeutet, dass die Summe seiner drei Bestandteile giftiger ist als jeder allein. Und sogar isoliert sind die drei Hauptbestandteile von Aspartam – Asparaginsäure, Phenylalanin und Methanol – jeweils auf ihre eigene Weise giftig. Insbesondere freies Methanol ist hochtoxisch, es wandelt sich nach dem Verzehr zunächst in Formaldehyd und anschließend in Ameisensäure um. Anders als das Methanol in alkoholischen Getränken oder verschiedenen Früchten und Gemüsesorten ist das von Aspartam produzierte Methanol nicht von Ethanol begleitet, das als Schutz gegen eine Methanolvergiftung agiert. Für sich allein balsamiert Methanol lebendes Gewebe ein, schädigt die DNS und kann Lymphome, Leukämie und andere Formen von Krebs auslösen.[22]

Filterkaffee mit 1/5 Furan statt Vollautomatenkaffee

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Kaffee aus dem Vollautomaten mit 5x soviel Furan gegenüber Filterkaffee

Gemäß [23] gibt es Hinweise, dass Kaffee auch positive Wirkungen hat und vor Nierenkrebs, Hautkrebs, Blasen- und Dickdarmkrebs schützen kann. Ob Kaffee das Krebserkrankungsrisiko senkt oder erhöht, hängt von der Art der Zubereitung ab, und auch davon, um welche Krebsart es sich handelt. Die Grafik verdeutlicht die Ergebnisse der Analysen des staatlichen CVUA Karlsruhe. Deutlich wird, wie viel Furan in einer Tasse Kaffee ist - je nach Brühmethode. [24]. Derzeit haben deutsche oder europäischen Behörden noch keine „tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (TDI-Wert)“ von Furan festgelegt, nach der Kaffeetrinker ihren Kaffeekonsum ausrichten könnten. Wissenschaftlern diskutieren zur Zeit kontrovers darüber. Aus einer Studie der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (National Toxicology Program) aus dem Jahr 1993 leiten einige Wissenschaftler die täglich zulässige Aufnahmenmenge von 2 Mikrogramm Furan pro Kilogramm Körpergewicht beim Menschen ab. Vorsichtige Wissenschaftler legen eine andere Studie der kanadischen Gesundheitsbehörde, Health Canada, von 2010 zu Grunde und leiten daraus ab, die täglich duldbare Aufnahmemenge an Furan sollte nicht mehr als 0,1 Mikrogramm Furan pro Kilogramm Körpergewicht bei Menschen betragen. Forscher der Universität Würzburg haben 2010 eine europäische Studie zum Risiko von Furan abgeschlossen. Im Rahmen dieser Studie wurden in Würzburg Tierversuche durchgeführt. Professor Dekant fasst in der ZDFzoom-Dokumentation „Alles Bohne – Wie gut ist unser Kaffee?“ die Ergebnisse so zusammen: ’’Furan macht relativ früh nach Gabe einen Effekt auf die Leber, der zwar sehr schwach ausgeprägt ist, aber über die Zeit natürlich sich doch zu einer relativ ausgeprägten Lebertoxizität entwickeln kann.“ In einer Studie aus dem Jahr 1993 mit Ratten zeigte sich, dass bei allen Dosierungen eine sehr hohe Rate an Leberkrebs auftrat. Noch nicht erforscht ist die Frage, ob eine langfristige Aufnahme von geringen Furanmengen über Lebensmittel wie zum Beispiel Kaffee für den Menschen schädlich ist. Derzeit warten Behörden und Wissenschaftler auf Ergebnisse einer neuen Studie der US-Gesundheitsbehörde FDA, die Antwort auf diese Frage geben soll. Bislang gibt es noch keine Risikobewertung durch die deutschen und europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörden.[25]

Ernährungsänderung nach Dr. Jacob stoppt Prostatakrebs und Alterungsprozess

Neue Lancet-Studie mit pflanzlicher Ernährung, Stressreduktion und Bewegung bei Prostatakrebs-Patienten

Der Alterungsprozess steht in engem Zusammenhang mit der Teilungsfähigkeit der Körperzellen. Die Erbsubstanz DNA besitzt an ihren Enden Telomere, die als Schutzkappen dienen und die Stabilität der DNA gewährleisten. Die Telomere werden jedoch bei jeder Zellteilung verkürzt - wird eine kritische Länge unterschritten, so kann sich die Zelle nicht mehr teilen. Sie geht dann in eine Art Ruhezustand über und erfüllt ihre Funktion nur noch in vermindertem Maße, was mit Alterserscheinungen einhergeht. Die Telomerlänge nimmt mit fortschreitendem Alter ab und ist ein Marker für die Alterung sowie für das allgemeine Erkrankungsrisiko und eine frühzeitige Sterblichkeit. Je kürzer die Telomere, desto höher das Risiko. Lebensstilveränderungen gegen den Alterungsprozess Eine umfassende Lebensstiländerung kann die Verkürzung der Telomere verhindern: In einer 2008 veröffentlichten Studie der Forschungsgruppe von Prof. Dean Ornish führten eine Ernährungsumstellung, mehr körperliche Aktivität, Stressmanagement und soziale Unterstützung innerhalb von 3 Monaten zu einer deutlich erhöhten Aktivität des Enzyms Telomerase, das einer Verkürzung der Telomere und somit auch der Alterung entgegenwirkt (Ornish et al., 2008a). Bei der nun vorgestellten Anschluss-Studie waren die Telomere in der Versuchsgruppe nach 5 Jahren sogar verlängert, in der Kontrollgruppe dagegen signifikant verkürzt. Je besser die Lebensstilveränderung eingehalten wurde, desto stärker war der positive Effekt (Ornish et al., 2013). Studienergebnisse von Dean Ornish weisen darauf hin, dass eine gesunde Lebensweise einen wesentlichen Beitrag dazu leisten kann, nicht nur Prostatakrebs aufzuhalten, sondern sogar den Alterungsprozess von Zellen aufzuhalten.[26]

Fettarme, pflanzliche, vollwertige Ernährung, moderate Bewegung, täglich 30 Minuten Stressausgleich

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Fettarme, pflanzliche, vollwertige Ernährung


Die Lebensstiländerungen umfassten eine fettarme, pflanzliche, vollwertige Ernährung, moderate Bewegung (sechsmal pro Woche mindestens 30 Minuten), täglich 30 Minuten Stressausgleich (z. B. Yoga, Meditation) und einmal wöchentlich die Teilnahme an einer psychologischen Gruppensitzung. Diese Lebensstiländerungen haben sich bereits in vielen Fällen als präventiv und auch als kurativ erwiesen. Bei Patienten mit fortgeschrittener koronarer Herzerkrankung konnten sich auf diese Weise innerhalb von einem Jahr verengte Koronararterien nachweislich wieder weiten. Zudem wurden deutlich die Gesamt- und LDL-Cholesterinspiegel sowie um 91 % die Häufigkeit von akuten Herzschmerzen (Angina Pectoris) gesenkt. 71 % der Studienteilnehmer hielten sich übrigens auch nach fünf Jahren noch an das Ornish-Programm - mit spektakulären Langzeitergebnissen ohne Einsatz von Cholesterinsenkern (Ornish et al., 1990). Inspiriert von diesen Ergebnissen folgt auch Bill Clinton nach einem Herzinfarkt, vier Beipässen und zwei Stents seit einigen Jahren begeistert diesem Ernährungsstil. Pflanzenpower gegen Prostata-Krebs Diese Ernährungs- und Lebensstilveränderung konnte auch in einer zweijährigen klinischen Studie bei Patienten mit dem häufigen Niedrigrisiko-Prostatakrebs das Fortschreiten der Erkrankung um mindestens 2 Jahre verzögern (Frattaroli et al., 2008) und führte in einer anderen Studie bei Prostatakrebs-Patienten innerhalb von drei Monaten zu Veränderungen bei mehreren hundert Genen: tumorfördernde Gene wurden herunterreguliert, krebshemmende Gene aktiviert (Ornish et al., 2008b). Insbesondere die Ernährung ist ein wichtiger Faktor, der die Genaktivität beeinflusst, und hat nachgewiesenermaßen einen deutlichen Einfluss auf Gesundheit und Krankheit: Männer in westlichen Ländern mit einem hohen Konsum an Fleisch, Milchprodukten und Zucker sterben bis zu 27 Mal häufiger an Prostatakrebs als Asiaten, wobei die lebenslang praktizierte Ernährungs- und Lebensweise eine wichtige Rolle spielt. Asiaten trinken viel Grüntee und verzehren traditionell sehr viel Gemüse und Hülsenfrüchte wie Soja, aber sehr wenig Milchprodukte und Fleisch. Die westliche Ernährung enthält dagegen große Mengen an tierischen und verarbeiteten Lebensmitteln. Hierbei ist nicht nur Fleisch von Bedeutung, auch Milch und Milchprodukte tragen in hohem Maße zum übermäßigen Verzehr von tierischem Protein und Fett bei. Insbesondere die Kombination mit Zucker und Weißmehl führt zu einer hohen Ausschüttung von Insulin und dem insulinähnlichen Wachtstumsfaktor 1. Wie zahlreiche Studien zeigen, erhöhen Milchprodukte und IGF-1 das Prostatakrebsrisiko deutlich. Milchprodukte enthalten auch Östrogene und Progesteron, die die Entwicklung der hormonabhängigen Krebsarten Brust- und Prostatakrebs fördern können. Die Prostatakrebshäufigkeit bei in den Westen ausgewanderten Asiaten gleicht sich übrigens an westliche Verhältnisse an und steigt auch in allen asiatischen Ländern in direkter Relation zu deren Verwestlichung. Dies zeigt, dass die genetische Veranlagung für die Erkrankungsrate nicht hauptentscheidend ist. Das reduzierte Auftreten von Krebs- und Herzerkrankungen sind nur zwei Beispiele für die positiven Wirkungen einer fettarmen, pflanzenbasierten Ernährungsweise.[26]

Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts

Die Möglichkeiten einer gesunden Ernährung zur Prävention von Krankheiten und zur Verzögerung des Alterungsprozesses gewinnen angesichts des demographischen Wandels immer mehr an Bedeutung. Der Ernährungsplan nach Dr. Jacob vereint die klinisch und epidemiologisch erfolgreichsten Ernährungskonzepte der Welt unter Berücksichtigung der Insulin-, pH- und Redox-Balance: pflanzenbasiert und vitalstoffreich, fett- und salzreduziert. Die 2. Auflage des Fachbuches "Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts - die effektivsten Maßnahmen zur Prävention und Therapie von Zivilisationskrankheiten" von Dr. med. L. M. Jacob erscheint im Dezember 2013 - mit Geleitworten von Prof. Dr. Claus Leitzmann und Prof. Dr. med. Ingrid Gerhard. Wie auch in der schnell vergriffenen 1. Auflage (Oktober 2012), ist ein thematischer Schwerpunkt des Buches das metabolische Syndrom sowie die meist zugrunde liegende Leberverfettung bis hin zur nicht-alkoholischen Fettleber und die sich daraus entwickelnde Insulinresistenz. In Bezug auf Blutdruck und Stoffwechsel spielen die Natrium-Kalium- sowie die Säure-Basen-Balance eine zentrale, meist unterschätzte Rolle, wie auf Basis von ca. 400 Studien belegt wird. Dr. Jacobs Ernährungsplan dient der ebenso wirkungsvollen wie dauerhaft gesunden und nachhaltigen Optimierung von Körpergewicht, Bauchumfang und Stoffwechsel, die sich in einer Normalisierung von Triglyzerid-, Cholesterin-, Blutzucker- und Insulinwerten sowie des Blutdrucks widerspiegeln. Die Basis des Ernährungsplans bildet eine energiearme, vitalstoffreiche, pflanzenbasierte Ernährung.

Über das Dr. Jacob Institut für komplementärmedizinische Forschung

Das Dr. Jacob Institut für komplementärmedizinische Forschung [27] hat sich zum Ziel gesetzt, ganzheitliche Zusammenhänge in der Ernährungs- und Naturheilkunde wissenschaftlich aufzuklären. Zu den aktuellen Forschungsgebieten gehören die Pathogenese von Zivilisationserkrankungen, das metabolische Syndrom, Ernährungsfaktoren bei Prostatakrebs, Granatapfel-Polyphenole, Mineralstoff-, Säure-Basen- und Energie-Haushalt im Zusammenhang mit Leberstoffwechsel und Darmmikrobiom sowie Omega-3-Fettsäuren.[26]

Kanzeroprotektive Nahrungsergänzungsmittel

Studien über Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin)

Über die Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Acetylsalicylsäure auch die Entartung von gutartigen Darmgeschwülsten zu Krebs behindern. Auch das Melanom könnte durch die regelmäßige Einnahme von ASS verhindert werden[28]. Bei der kurzzeitigen Anwendung in Dosierungen von 500–1000 mg bei akuten Schmerzen ist Acetylsalicylsäure in ihrer Verträglichkeit in etwa mit anderen apothekenpflichtigen Schmerzmitteln vergleichbar.

Im Jahr 2004 geriet Aspirin in die Schlagzeilen, da in einer großen Studie mit 88.000 Teilnehmerinnen (Nurses' Health Study) ein Zusammenhang zwischen langjähriger und häufiger Aspirineinnahme und Bauchspeicheldrüsenkarzinomen gezeigt wurde. In einer vorhergehenden Studie mit 28.000 Teilnehmerinnen (Iowa Women's Health Study [NE 1]) wurde zuvor jedoch gerade ein gegenteiliger Effekt für Aspirin gezeigt, nämlich dass die regelmäßige Einnahme vor Bauchspeicheldrüsenkrebs schützt. Eine noch größere Studie der American Cancer Society mit insgesamt 987.000 Teilnehmern zeigte dann jedoch, dass Aspirin weder einen fördernden noch einen schützenden Effekt in Bezug auf Bauchspeicheldrüsenkrebs hat. Dies gilt für Frauen wie für Männer.

Eine britische Metaanalyse zeigte 2010 eine deutliche, signifikante Reduktionsminderung für eine Tumorentstehung bei täglicher Einnahme von ASS auf. Dabei wurden die Patientendaten aus 7 Studien (23 535 Patienten, 657 Todesfälle durch Krebs) analysiert und es konnte gezeigt werden, dass eine Langzeiteinnahme (mind. 5 Jahre) von Aspirin zu einer Reduktion der Krebssterbefälle unabhängig von der Dosierung (75 mg oder mehr), Geschlecht oder Rauchverhalten führt, wobei sich der Effekt mit zunehmendem Alter der Probanden und Verlängerung der Einnahmedauer verstärkt. Sowohl gastrointestinale (z.B. kolorektales Karzinom oder Speiseröhrenkrebs) als auch nicht-gastrointestinale Karzinome (z.B. Lungenkrebs) führten seltener zum Tod bei Langzeitaspirineinnahme (bis 20 Jahre wurde analysiert). Der Effekt war bei Adenokarzinomen (gastrointestinale und nicht-gastrointestinale) besonders ausgeprägt. Somit würde eine tägliche Aspirineinnahme über 5-10 Jahre unter Berücksichtigung der Nebenwirkungen von ASS zu einer Reduktion der Todesfälle während dieser Zeit um ca. 10 % führen.[29]

β-Carotin senkt Darmkrebsrisiko, jedoch nicht bei Rauchern und Trinkern

Eine Reihe epidemiologischer Studien zeigte einen positiven Effekt bei einem erhöhten Plasmaspiegel von Beta-Carotin und einem reduzierten Risiko ein Bronichialkarzinom (Lungenkrebs) zu entwickeln. In intervenierenden Studien (ATBC, CARET und E3N), bei denen Rauchern über einen längeren Zeitraum β-Carotin zur Nahrungsergänzung verabreicht wurde, um das Krebsrisiko zu senken, entwickelten diese völlig unerwartet häufiger ein Bronchialkarzinom, als die Vergleichsgruppe ohne Beta-Carotin.[NE 2] Bei Trinkern erhöht β-Carotin das Risiko eines Kolorektalkarzinoms. In der „normalen“ Population führt die Einnahme von β-Carotin dagegen offensichtlich nicht zu einem erhöhten Krebsrisiko, sondern zeigt im Gegenteil die erwartete krebspräventive Wirkung.[NE 3] Das Darmkrebsrisiko sank in einer Studie beispielsweise um 44 %.[NE 4] Seit 2006 müssen alle β-Carotin enthaltenden Medikamente einen Warnhinweis aufweisen, dass für Raucher ein erhöhtes Risiko besteht, an Lungenkrebs zu erkranken.

Wahrscheinlichkeit für Prostatakrebs sinkt mit Bor um 64 %

Eine erhöhte diätische Boraufnahme ist zudem mit einer verringerten Inzidenz und Mortalität des Prostatakarzinoms assoziiert. Durch Supplementation von Bor konnte in einer Studie von Zhang et al. eine um 64 % verringerte Wahrscheinlichkeit, Prostatakrebs zu entwickeln, nachgewiesen werden. Details zu einem Bluttest von Bor, welcher erst seit 2013 möglich ist, und Nahrungsergänzung von Bor, siehe Artikel über Bor in diesem Gesundheitslexikon.

Studien zur Wirkung von Coenzym Q10 gegen Krebs / Tumorleiden

In einer Studie von Folkers et al. an 83 Krebspatienten mit 8 unterschiedlichen Krebsarten stellte sich heraus, dass bei allen ein starkes Q10-Defizit vorherrschte, besonders bei Brustkrebs- und Lungenkrebspatienten! Dieser ausgeprägte Q10-Mangel ist ein Hinweis für die Wichtigkeit der Q10 Einnahme während der Therapie (und Vorbeugung) von Krebs! Es liegen viele Studien vor, die den positiven Krankheitsverlauf bei Krebs unter der Einnahme von Co-Enzym Q10 bestätigen, so dokumentieren die Studien einen Anstieg der Lymphozyten (weissen Blutkörperchen) sowie des Immunglobulins im Blut der Krebspatienten! Ein Rückgang der Krankheitssymptome bishin zur Rückbildung des Tumors ist ebenfalls dokumentiert worden! Als Gründe hierfür werden derzeit verschiedene Mechanismen diskutiert, die von Aufbau des Immunsystems über verbesserte Zellübertragung und Zellkommunikation reichen, die eine Ausartung (Mutation) der Zellen verhindert. Bliznakow et al. ist es in einem Versuch an Labormäusen gelungen eindrucksvoll die positiven Eigenschaften von Q10 auf Tumorentstehung und Tumorentwicklung unter Beweis zu stellen! Es wurde die Häufigkeit einer Tumorausbildung, die Tumorgröße sowie die Sterblichkeitsrate in einer Gruppe mit Q10 und ohne Q10 verglichen. Lockwood et al.[NE 5] konnte ebenfalls erstaunlich positive Effekte von Q10 gegen Krebs an 32 Krebspatienten, deren Zustand hoffnungslos schien nachweisen. 3 der Patienten hatten eine sehr viel geringere Lebenserwartung, die die 18 monatige Studiendauer bei weitem unterschritt! Allen Patienten wurde zunächst 90mg Q10 täglich verabreicht, was bei 6 der Patienten zu herausragenden und bei den übrigen 26 anderen Patienten immerhin zu deutlichen Besserungen des Allgemeinzustands führte! Es wurden keine Sterbefälle verzeichnet, sogar die für die Krebserkrankung typischen Gewichtsabnahmen blieben aus! Um dem positiven Effekt weiter auf den Grund zu gehen, entschloss man sich einer Patientin die tägliche Q10-Dosis auf 390mg zu erhöhen, das Ergebnis: Bereits nach einem Monat war der Tumor nicht mehr ertastbar und weiteren Monat später bestätigte die Mommographie einen völligen Tumorrückgang! Bei einer anderen Patientin hat man die Q10 Dosis auf 300mg täglich erhöht, was nach 3 Monaten zum völligen Tumorverschwinden führte! Eine ältere Patientin, die bereits eine Brustamputation hinter sich hatte und einen weiteren Tumor bekam, verschwand dieser nach einer sechsmonatigen Behandlung mit Q10! Eine weitere Probandin hatte nach einer Brust-OP Metastasenbildung um das Narbengewebe herum. Die Q10-Behandlung hat auch diese Metastasen vollkommen verschwinden lassen! In seinem Bericht auf dem Q10-Kongreß in Boston 1998 erwähnt Judy et al. seine bemerkenswerten Erfolge mit 600mg Q10 am Tag in der Behandlung von Prostata-Krebs. Bei 10 von 14 Patienten sankt der PSA-Wert nach 360 Tagen Q10-Behandlung um 73,6 % und die Größe der Prostata verkleinerte sich um 48,4% völlig nebenwirkungsfrei![NE 6] Prof. Folkers berichtete von Langzeit-Studien an denen u.a. 10 schwerstkranken Krebspatienten mit extrem schlechter Prognose teilnahmen. Nach intensiver Q10 Therapie sind bei einem der Patienten nach 3 Jahren keine Krebszellen mehr feststellbar gewesen, bei einem anderen nach 9 Jahren und bei einem dritten nach 10 Jahren! Die Erfolge seien zurückführbar auf die Stimulation des Antikörpers IgG und der T-Lymphozyten, sowie auf einen möglichen positiven Effekt auf zytotoxische T-Zellen!

Vitamin D und Calcium

Vitamin D Spiegel im Blut: Soll 90ng/ml - Durchschnitt in Deutschland & Österreich: nur 16ng/ml
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Vitamin D gehört zu jenen Blutwerten, bei welchen die meisten Menschen in Mitteleuropa ein hohes Defizit
haben, was ein höheres Risiko von Krebs, Knochenerkrankungen und Erkältungen zur Folge hat[30]


Vitamin D und Calcium sind protektiv bezüglich Dickdarmkrebs[NE 7], einer Vielzahl weiterer Krebsarten,[NE 8][NE 9] wie z. B. Brustkrebs, Leukämie, Nierenkrebs, Ovarialkarzinom, Pankreaskarzinom sowie Karzinome des Halses, des Kopfes und des Oesophagus. Nach neueren Untersuchungen zeigte eine Aufnahme von bis zu 10.000 IE bei über 3500 Probanden in keinem Fall toxische Effekte. Die Untersuchungen kamen zum Ergebnis, dass eine Einnahme von durchschnittlich 9600 IE nötig ist, um die krebsschützenden Effekte von Vitamin D bei 97,5 % der Bevölkerung zu ermöglichen.[NE 10]. Demnach wird ein 25(OH)Vitamin-D3-Spiegel im Blut zwischen 40 und 60 ng/ml empfohlen und als optimal für die Krebs-schützende Wirkung angesehen.

Häufigkeit niedriger 25(OH)Vitamin-D3-Spiegel

Je nach Jahreszeit, geographischer Breite, Nahrungsgewohnheiten, Bevölkerungsgruppe und Lebensstil fällt der 25(OH)Vitamin-D3-​Spiegel in Bereiche, bei denen man von einem Vitamin-D-Mangel ausgehen muss. Niedrige Vitamin-D-​Spiegel sind ein unabhängiger und langfristiger Risikofaktor für eine Reihe von Krankheiten (Krebserkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Infektanfälligkeit, brüchigere Knochen). In den gemäßigten Breiten steigt die Vitamin-D-Bildung in der Haut mit der Höhe des Sonnenstandes exponentiell an und ist daher stark jahreszeitabhängig. Bei niedrigem Sonnenstand mit vorwiegendem UVA-Anteil des Sonnenlichtes ist die Grenze zwischen effektiver Vitamin-D-Bildung in der Haut und Sonnenbrand schmal oder eben gar nicht erreichbar.

Nördlich des 52. Breitengrades (London, Ruhrgebiet) und nach anderen Forschungen schon des 42. Breitengrades (Barcelona, Norditalien) kann im Winter kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden. Unterhalb des 37. Breitengrades (Los Angeles, Sizilien) sei dagegen eine ausreichende Vitamin-D-Biosynthese sicher über das ganze Jahr möglich.[NE 11] [NE 12] Da (wie oben erklärt) ein niedriger Vitamin-D-​Spiegel zivilisationsbedingt ist, ist er zwar oft normal, aber deshalb noch nicht gesund. Folgende Werte fanden sich in verschiedenen Studien:

Ort geogr. Breite Gruppe, Alter Sommer / Herbst
(ng/ml ± SD)
Winter / Frühjahr
(ng/ml ± SD)
Ref.
Miami (Florida) 26° über 18. Lj. 26,8 ± 10,3 (Männer)
25,0 ± 9,4 (Frauen)
23,3 ± 8,4 [NE 12]
Boston (Massachusetts) 43° weiße Frauen 20.–40. Lj. 34,2 ± 13,2 24,0 ± 8,6 [NE 12]
Boston (Massachusetts) 43° schwarze Frauen 20.–40. Lj. 16,4 ± 6,6 12,1 ± 7,9 [NE 12]
Paris 49° männliche Jugendliche 23,4 ± 8,0 8,2 ± 2,8 [NE 12]
Calgary (Alberta) 51° 27.–89. Lj. 28,6 ± 9,4 22,9 ± 8,5 [NE 12]

Paris wurde als Vertreter mitteleuropäischer Verhältnisse bezüglich geographischer Breite, Nahrungsgewohnheiten und Supplementation in die Tabelle aufgenommen. Hier fällt insbesondere der äußerst niedrige Wert im Winter auf. Zu bedenken ist jedoch u.a. die Reduktion der UV-Strahlung durch Smog.
Die Auswirkung unterschiedlicher Hautpigmentierung wird am Beispiel aus Boston deutlich.

Selen und Vitamin E: kein Schutz vor Krebs, Selen erhöht Diabetes-Risiko

Einige der Empfehlungen werden sehr kontrovers diskutiert, da verschiedene klinische Studien widersprüchliche oder gar ins Gegenteil gehende Ergebnisse erbrachten. So liefern beispielsweise die bisher für Selen bekannten Studien keinen Hinweis auf einen positiven Nutzen einer zusätzlichen Gabe von Selen. Einige Krebsarten werden zwar offensichtlich positiv, andere aber eher negativ beeinflusst. Eine Studie (SELECT) musste 2008 abgebrochen werden, da keine Schutzwirkung im Vergleich zum Placebo festgestellt werden konnte. Weder bei Selen-Gabe noch bei Vitamin-E-Gabe gab es statistisch signifikante Unterschiede.[NE 13] In einer kritischen Bewertung der Pharmainformation vom Juni 2005[31] wird festgestellt, dass die bislang verfügbaren Studien keine Hinweise für einen Nutzen einer zusätzlichen Gabe von Selen in irgendeinem Zusammenhang erbringen konnten. Zwar scheint eine positive Beeinflussung verschiedener Krebsarten möglich, andererseits die Begünstigung anderer Karzinome nicht unwahrscheinlich. Die „SELECT“-Studie („Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial“) sollte diesbezüglich Auskunft geben und 2013 abgeschlossen werden. Allerdings wurde diese im Oktober 2008 abgebrochen, da während der Studie nachgewiesen werden konnte, dass es keine verbesserte Schutzwirkung im Vergleich zum Placebo gibt und ein Nutzen ausgeschlossen werden konnte. In dieser Studie wurde zwar sogar eine erhöhte Prostatakrebshäufigkeit unter der Gabe von Vitamin E und eine erhöhte Diabetesentstehung unter der Selengabe festgestellt, beides war aber nicht statistisch signifikant.[32]

Im Rahmen der neuerlichen Auswertung von Daten einer Studie kam Saverio Stranges von der Universität in Buffalo[33] zu dem Ergebnis, dass von den 600 Patienten, die Selen einnahmen (tägl. 200 µg) nach fast acht Jahren etwa zehn Prozent an Typ 2 Diabetes erkrankt waren. Bei der Placebo-Kontrollgruppe waren es lediglich sechs Prozent. Bis dato wurde noch keine potentielle Ursache für das erhöhte Diabetes-Risiko gefunden. Hohe Selenkonzentrationen im Blut korrelieren mit dem Risiko, an Diabetes zu erkranken.[34] Somit kommt auch die Pharmainformation vom Februar 2008 zum Schluss: „Eine kritische Haltung gegenüber wenig belegten Konzepten, hinter denen natürlich ein großes finanzielles Interesse steht, hat sich wieder einmal bestätigt.“[35] Die Studienlage ist diesbezüglich jedoch nicht eindeutig. So werden der Studie von Stranges et. al. methodische Fehler unterstellt, etwa das Fehlen einer vorherigen Familienamnese, die eine erhöhte familiäre Prävalenz von Diabetes mellitus innerhalb der Selengruppe hätte ausschließen müssen, sowie die Tatsache, dass die untersuchten Probanden Personen waren, die in hohem Maße Sonnenstrahlung und Chemikalien ausgesetzt waren, weswegen sich die Ergebnisse schlecht auf „durchschnittliche“ Probanden übertragen ließen. Zudem liege das Diabetes-Risiko sowohl in der Placebo- als auch in der Selengruppe unter dem amerikanischen Durchschnittswert[36]. Andere Studien legen weiterhin einen hemmenden Effekt von Selen auf die Entwicklung von Diabetes mellitus nahe, darunter eine jüngst veröffentlichte von Tasnime Akbaraly (Universität Montpellier) durchgeführte Untersuchung an 1162 Männern und Frauen [37].

Auch eine Arbeit aus dem Jahr 2012 zeigt einen positiven Effekt von Selen nur dann, wenn ein Selenmangel besteht, ansonsten kommt es eher zur Entwicklung eines Diabetes mellitus[38]. Eine große Metastudie aus dem Jahr 2013 zeigt keinen protektiven Nutzen der Selensubstitution bezüglich Herz-Kreislauferkrankungen. Es gab zwar vermehrte Diabetes-2-Fälle in der Selen-Substitutionsgruppe, der Unterschied war jedoch nicht signifikant. Aber es kam vermehrt zu Alopezie und zu Dermatitis[39].

Zuckerverzicht zur Krebsbekämpfung und Krebsprävention

Warburg-Hypothese

Otto Heinrich Warburg (1883-1970)[40][41]
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Medizin-Nobelpreisträger 1931
Warburg-Hypthese


Auch im deutschen Sprachraum gibt es mittlerweile ausführlichere Informationen zur ketogenen Ernährung für Krebspatienten. Ketogen[42] bedeutet einfach ausgedrückt, dass so wenige Kohlenhydrate gegessen werden, dass die Leber anfängt, durch die sogenannte Neoglukogenese selbst Glucose herzustellen um so einen ausreichenden Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten. Als Energiequellen dienen hierbei ausschließlich Eiweiß und Fett. So werden in [43] Informationen des Universitätsklinikums Würzburg zitiert:

„Der Körper von Krebspatienten benötigt für eine ausreichende Energieversorgung vor allem Fett und Eiweiß. Krebszellen haben einen vermehrten Zuckerbedarf, können häufig aber Fett schlechter zur Energieversorgung verwenden. Die von uns empfohlene Ernährung, die sehr viel Energie in Form von gesunden Fetten und Eiweiß liefert, deckt den Energiebedarf von Krebspatienten ideal und verhindert den krebsbedingten Abbau der Körpersubstanz. Gleichzeitig scheint die Verringerung der aufgenommenen Kohlenhydrate über mehrere Mechanismen nachteilig für die Krebszellen und das Krebswachstum zu sein.“

Dieses Verfahren wird bereits länger erprobt, wie auch Dr. Thomas Seyfried[44] bei einem Interview mit Jimmy Moore berichtet. Tatsächlich hat schon 1924 der spätere Medizin-Nobelpreis Gewinner Otto Heinrich Warburg[41] genau dies festgestellt, was als Warburg-Hypthese bekannt wurde. Mehr als 80 Jahre später, nämlich 2008 wurde es dann erneut bestätigt, die entsprechende, vollständige Studie finden Sie hier[45].

Weitere Hinweise darauf, dass der Verzicht auf Zucker[46] keinesfalls unnütz oder gar gesundheitsschädlich ist:

Dies auch für alle anderen "Kohlenhydratbomben" wie z.B. Getreideprodukte (Brot, Nudeln, Reis, Mais...).[43]

Ketogene Ernährung zur Krebsprävention

Allein mit einer Diät lässt sich kein Tumor besiegen. Forscher haben aber herausgefunden, dass eine kohlenhydratarme und zugleich fettreiche Ernährung dazu beitragen kann, das Wachstum von Krebszellen zu hemmen.[49]

Im Stoffwechsel onkologischer Patienten und der Tumorzellen spielen die Kohlenhydrate, besonders die Glucose, eine große Rolle. Bis vor kurzem ging man davon aus, dass Zuckerlösungen wie Maltodextrin oder mit Zucker angereicherte Speisen und Getränke eine sehr gute Energiequelle für die Patienten sind. Heute ist bekannt, dass Muskeln und Leber die Glucose überhaupt nicht ausreichend verwerten und die Gewebe keine entsprechenden Glykogenvorräte anlegen können. Die dringend notwendige Energie verpufft sozusagen ungenutzt. Im Gegensatz dazu können die Muskelzellen aber Fettsäuren wesentlich besser aufnehmen, speichern oder zur Energiegewinnung verwerten, als dies bei Gesunden der Fall ist. Auch der Eiweißstoffwechsel und -bedarf verändert sich. Da die Proteinumsatzrate durch Tumoren stark erhöht ist, erhöht sich der Eiweißbedarf auf ca. 1,2-1,5 g/kg Körpergewicht.[49]

Tumorzellen mögen Glucose

Nicht nur der Metabolismus der körpereigenen Gewebe wird verändert und hat Einfluss auf den Bedarf. Auch der Tumor selbst hat einen von einer gesunden Zelle abweichenden Stoffwechsel. Zwar verbrauchen maligne Zellen für ihre Energiegewinnung Glucose wie gesunde Zellen, anders als diese „vergären“ die meisten Tumorzellen jedoch den Zucker. Das heißt, sie verstoffwechseln ihn nahezu ohne Sauerstoff (aerobe Glykolyse), selbst dann, wenn Sauerstoff zur Verfügung steht. Die Energieausbeute ist dadurch zwar um das 15-Fache geringer als durch eine normale Oxidation, das gleichen die Tumorzellen aber durch eine 20-30-fach höhere Aufnahme von Glucose aus, unabhängig vom Nahrungsangebot. Endprodukt dieser aeroben Glykolyse ist Laktat, das gleichzeitig Schutzfunktionen für die Tumorzellen ausübt. Fette und deren Bausteine, die Fettsäuren, werden dagegen von Tumorzellen so gut wie gar nicht verwertet, während der Verbrauch von Protein um ein Vielfaches erhöht ist.

Ketogene Diät als Therapie?

Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr bei Krebspatienten:[49]
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Hochwertige Fette spielen in der Ernährung von Krebspatienten eine besondere Rolle
"Metabolisch adaptierte Ernährung" nach Holm 2007[49]


Die Stoffwechselanomalität der „Vergärung“ hat bereits 1924 der Nobelpreisträger Otto Heinrich Warburg[40][41] beschrieben. Die Erkenntnisse sind die Grundlage für die Theorie der ketogenen Diät. Bei einer extrem fettreichen, kohlenhydratarmen Ernährung bilden sich Ketonkörper, die in hohen Konzentrationen die Glucoseaufnahme und -verwertung der malignen Zellen reduzieren und dadurch zum Absterben bringen können. Diese Beobachtung ist um so wichtiger, als dass Tumoren mit zunehmender Aggressivität immer mehr Glucose als einzig mögliche Energiequelle verwenden. Das heißt, eine Behinderung des Glucoseabbaus kann das Tumorwachstum hemmen. Gleichzeitig verhindern die Ketonkörper den Eiweißabbau und damit den gefürchteten Muskelschwund. Durch die extrem kohlenhydratarme Ernährung gibt es außerdem keine Insulinspitzen – Insulin und der verwandte Insulin-like-growthfaktor (IGF1) gelten als Wachstumsförderer von Tumorzellen. Fett bzw. Fettsäuren können darüber hinaus Entzündungsreaktionen entgegenwirken: Omega-3-Fettsäuren bzw. deren pflanzliche Verwandte, die Alpha-Linolensäure, haben ein hohes anti-entzündliches Potenzial.[49]

Noch keine Langzeitstudien zu "Krebsdiäten"

Auf Grund dieser Erkenntnisse werden radikal kohlenhydratarme, sogenannte ketogene Diäten zur Krebsbekämpfung propagiert. Dabei werden ca. 10 Gramm Kohlenhydrate pro 1000 kcal erlaubt, gleichzeitig sollten 70-75 Prozent der Kalorien als Fett verzehrt werden, davon 20-30 Prozent als mittelkettige Fette (MCT) und ca. 0,5-1 g Eicosapentaensäure (EPA) – eine Omega-3-Fettsäure. Die Proteinaufnahme soll 21 Prozent der Kalorien ausmachen. In vitro und im Tierversuch konnten bereits einige Erfolge verzeichnet werden. An der Universität Würzburg wurde eine Studie mit Brustkrebspatientinnen durchgeführt. Einzelbeobachtungen an Tumorpatienten geben Anlass zu der Hoffnung, so die Forscher, dass diese Form der Ernährung das Fortschreiten einer Tumorerkrankung aufhalten oder zumindest verlangsamen könnte. Die Studie wird an der Universität-Frauenklinik Mannheim fortgesetzt.[49]

Langzeitergebnisse einer solchen ketogenen Diät als Krebstherapie liegen allerdings bis heute nicht vor. Auch ist noch nicht bekannt, ob die veränderte Stoffwechsellage zu Interaktionen mit Medikamenten oder anderen Therapeutika führen kann. Die Forscher der Universität Würzburg raten daher denjenigen Patienten, die diese Diät ausprobieren möchten, zu einer dreimonatigen Beobachtungsphase unter strenger ärztlicher Kontrolle. Ebenfalls als ketogene Diät gilt die TKTL1-Anti-Krebs-Diät nach Dr. Johannes Coy. Seine These ist, dass das TKTL1-Gen bei Krebspatienten den Energiestoffwechsel der Tumorzellen beeinflusse und mit entsprechender Ernährung gegengesteuert werden könne. Wissenschaftlich umstritten ist hierbei allerdings die Frage, ob der Nachweis des Gens tatsächlich einen Hinweis auf die Wirksamkeit der Diät geben kann, zu der nach Coy spezielle Lebens- und Nahrungsergänzungsmittel nötig sind. Die Deutsche Krebsgesellschaft warnt in einer Pressemitteilung vom März 2010 vor einer ketogenen Ernährung als Anti-Krebs-Diät, da abgesehen von Tierversuchen bislang keine klinischen Studien vorliegen. Auch von anderen Wissenschaftlern wird sie als „unredlich und unsolide“ angesehen, zumal diese Diät nur unter strenger medizinischer Aufsicht durchgeführt werden darf und mögliche unerwünschte Wirkungen auf den Tumorpatienten nicht ausgeschlossen werden können.[49]

Mit Lebensmitteln den Krebs besiegen?

Beachtenswert sind auch die als „Nutraceuticals“ bezeichneten Lebensmittel, die sowohl krebshemmende als auch immunmodulierende Wirkung haben sollen. Die Onkologen Richard Béliveau und Denis Gingras haben in ihrem Buch „Krebszellen mögen keine Himbeeren“ eine Reihe von Studien zusammengetragen, die aufzeigen, dass Lebensmittel wie Kohl, Zwiebeln, Knoblauch, Soja, fetter Fisch, Beeren, Kurkuma oder grüner Tee einzeln oder gemeinsam Krebszellen bekämpfen können. Inwieweit sich hierbei Prävention und Therapie überschneiden, sei dahingestellt; ein Fehler, diese Lebensmittel in die Ernährungstherapie einzubinden, ist es sicherlich nicht.[49]

Nahrungsmittel mit krebserregenden Substanzen vermeiden

Arbeiterkammer schlägt Alarm: Verbotenes Glyphosat in 5 von 15 Mehrkornweckerln

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Die Arbeiterkammer OÖ hat 2014 in 5 von 15 Mehrkornweckerln Glyphosat gefunden[50]


In einem Drittel der 15 untersuchten Proben haben AK-Konsumentenschützer/-innen im Oktober 2014 Pflanzenschutzmittel-Rückstände (Glyphosat) in Mehrkornbrötchen gefunden. Die gemessenen Werte lagen zwar deutlich unter dem Grenzwert - es besteht also keine Gesundheitsgefahr beim Konsum der Produkte - dennoch: Schädlingsbekämpfungsmittel sollten nicht einmal in Spuren etwas in unseren Lebensmitteln verloren haben. Zudem sind Glyphosate seit dem 31.07.2013 verboten in Österreich. Es ist zu vermuten, dass bei den verunreinigten Proben importierte Mehle verwendet wurden.[51]

Glyphosat: Mittel zur Schädlingsbekämpfung und Reifezeit-Optimierung
Glyphosat - besser bekannt unter dem Handelsnamen Roundup - ist weltweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe bei Pflanzenschutzmitteln. Glyphosat wird sowohl als Unkrautbekämpfungsmittel, als auch zur Vorerntebehandlung verwendet, um die Reifung des Getreides zu beschleunigen und gleichmäßig zu gestalten. Das erleichtert die Ernte, denn der Landwirt muss nicht mehr auf die natürlich eintretende Reife der Pflanzen warten. Beim Einsatz von Glyphosat kann der Erntezeitpunkt daher schon im Vorfeld genau festlegt werden.

Glyphosat Rückstände waren in einem Drittel der untersuchten Proben nachweisbar
Der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer OÖ ließ insgesamt 15 Proben Mehrkorngebäck von bekannten Bäckereien sowie den marktstärksten Handelsketten aus Linz und Umgebung auf Rückstände von Glufosinat, Glyphosat und dessen wichtigstes Abbauprodukt Aminomethylphosphonsäure (AMPA) untersuchen. Während in den untersuchten Proben weder Glufosinat noch AMPA nachgewiesen werden konnte, war in einem Drittel der Proben das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat nachweisbar. Die Messwerte lagen zwischen 26 und 51 Mikrogramm pro Kilogramm Gebäck. Dabei machte es keinen Unterschied, ob die Produkte aus Supermärkten, Bäckereiketten oder Discountern stammten. Das so genannte Herbizid gelangte vermutlich über zuvor behandeltes Mehl in die Backwaren. Zudem enthielten die eingekauften Weckerl Ölsaaten wie Leinsamen und Sonnenblumenkerne. Auch diese könnten zum Nachweis von Glyphosat beigetragen haben, da beide Pflanzen noch vor der Ernte behandelt werden dürfen.[52]

Bio ist besser
Die systematische Behandlung von Getreiden und Saaten kurz vor der Ernte ist aus Verbrauchersicht problematisch, da Rückstände im Lebensmittel verbleiben können. Auch wenn von den gefundenen Rückständen mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Gesundheitsgefahr ausgeht, sind Pestizidrückstände in einem Grundnahrungsmittel wie unserem täglichen Brot unerwünscht. Dass es auch ohne geht, zeigt sich im Biolandbau. Hier ist der Einsatz von Glyphosat und anderen Totalherbiziden verboten. Dies bestätigte sich auch bei den beiden Bio-Proben im Test, in denen keine Rückstände nachweisbar waren.[51]

Schimmelpilze auf Lebensmitteln gelten als höchst krebserregend

Auf befallenen Lebensmitteln ist Schimmel besonders gefährlich. Der Grund sind hochgiftige Stoffwechselprodukte, die einige Schimmelpilze bilden. Mykotoxine wie das Pilzgift Aflatoxin gelten als höchst krebserregend und schädigen bei häufiger Aufnahme Nieren und Leber. »Auch bei geringem Schimmelbefall sollten angeschimmelte Lebensmittel nicht mehr verzehrt werden«, rät daher Ute Gomm vom aid info­dienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz im Gespräch mit der PZ. »Giftige Stoffwechselprodukte des Pilzes können sich bereits im Lebensmittelinneren ausgebreitet haben, auch wenn dies augenscheinlich nicht zu erkennen ist.« Schon immer galt die Empfehlung, Verschimmeltes komplett zu entsorgen, für stark wasserhaltige Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Säfte und viele Milchprodukte. Nach aktueller Expertenmeinung von Wissenschaftlern des Bundesinstituts für Risikobewertung gilt das nun auch für alle übrigen Lebensmittel. So sollten auch Schnittbrot oder Brotlaibe mit nur einzelnen Schimmelflecken vorsichtshalber weggeworfen werden, ebenso alle Käse einschließlich Hartkäse. Dasselbe gilt für Konfitüre, Marmeladen und Fruchtaufstriche, auf denen wilder Schimmel gewachsen ist. Unschädlich machen lassen sich Schimmelpilzgifte entgegen mancher Gerüchte nämlich nicht. »Weder Erhitzen noch Einfrieren können Mykotoxinen etwas anhaben«, so die Ernährungswissenschaftlerin.[53]

Krebs-Prävention durch Reduktion gesättigter Fettsäuren in der Ernährung

Fettsäureprofil von GanzImmun Diagnostics AG in Mainz (Kosten ca. 48€)[54]
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Bei diesem Fettsäureprofil besteht kein Risiko betreffend verminderter Membran-
Fluidität, also liegt hier kein direkter Hinweis für sehr hohes Brustkrebs-Risiko
auf Grund verminderter Membranfluidität vor. Weil nicht alle 4 Risiko-Balken grün
sind, muss und kann trotzdem durch Optimierung der Fettsäuren in der Ernährung
das Risiko für maligne Entartungen gesenkt werden.[54]


Gesättigte Fettsäuren: Gesättigte Fettsäuren werden bei einem Überangebot in den Fettspeicherzellen (Adipozyten) gelagert, führen zu Übergewicht und erhöhen den Cholesterinspiegel. Ein häufiger Verzehr erhöht das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, maligne Entartungen, Diabetes mellitus sowie für Gallensteinbildungen. Gesättigte Fettsäuren kommen hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln vor.[54]

Membranfluidität: Eine ausgewogene Fluidität der Zellmembranen ist notwendige Voraussetzung für einen physiologischen Stoffwechsel. Die Doppelbindungen der ungesättigten Fettsäuren erhöhen die Fluidität. Gesättigte Fettsäuren hingegen erhöhen die Festigkeit der Membran. Ein ausgewogenes Mengenverhältnis zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren garantiert somit eine optimale Membranfunktion. Ein relativer Mangel an ungesättigten Fettsäuren kann eine reduzierte Membranfluidität nach sich ziehen. Als Folge binden Hormone wie Östrogen, Progesteron und Angiotensin stärker an die Membranrezeptoren, während das Rezeptorbindungsvermögen von Insulin und Serotonin sinkt. Dies kann mit Erkrankungen wie Brustkrebs, PMS, Hypertonie, Diabetes mellitus und Depressionen assoziiert sein. Ungesättigte Fettsäuren wie die Docohexaensäure (DHA) erhöhen die Fluidität und erhalten die Funktionsfähigkeit. Da die Beweglichkeit der Zellmembranen in unmittelbarem Zusammenhang mit der zerebralen Leistungsfähigkeit sowie den neuronalen Funktionen steht, kommt den ungesättigten Fettsäuren eine hohe präventivmedizinische Bedeutung für neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson, Multipler Sklerose und Demenz zu.[54]

Vermeidung von Acrylamid: kartoffel- und getreidehaltige Lebensmittel nicht über über 180 °C erhitzen

Acrylamid in stärkehaltigen und stark erhitzten Lebensmitteln wie Pommes frites
Acrylamid wurde wiederholt seit Juni 2000 von schwedischen Wissenschaftlern in verschiedenen Lebensmitteln (insbesondere in stärkehaltigen und stark erhitzten Lebensmitteln wie Pommes frites) nachgewiesen.[55][56][57][58]

Einer Studie der Medizinischen Hochschule Hannover zufolge wurde nur bei Personen, die mehrmals pro Woche Pommes frites oder Kartoffelchips essen, ein erhöhter Acrylamidspiegel im Blut festgestellt. Dieser sei jedoch „gering und aus wissenschaftlicher Sicht nicht signifikant.“ Dafür waren Raucher deutlich höher belastet. Aus den Ergebnissen wurde gefolgert, dass nicht nur die Ernährung, sondern „möglicherweise auch körpereigene Abbauprozesse von Proteinen dazu beitragen, dass Acrylamid in unseren Blutkreislauf gelangt.“[59][58]

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Bei der Herstellung von Pommes frites
kann durch zu hohe Temperaturen Acrylamid entstehen


Entstehung von Acrylamid, wenn kartoffel- und getreidehaltige Lebensmittel trocken über 180 °C erhitzt werden
Es entsteht in der Maillard-Reaktion bei Überhitzung von Stärke, insbesondere beim Backen, Braten, Rösten, Grillen und Frittieren. Der wichtigste Ausgangsstoff für Acrylamid in Lebensmitteln ist die Aminosäure Asparagin, die vor allem in Kartoffeln und in Getreide vorkommt. Gefördert wird die Acrylamidbildung durch Zucker wie Fructose und Glucose.[60][58]

Besonders viel Acrylamid entsteht, wenn kartoffel- und getreidehaltige Lebensmittel trocken über 180 °C erhitzt werden. Die Acrylamidbildung beginnt allerdings bereits bei 120 °C, steigt jedoch bei 170–180 °C sprunghaft an. Hierbei reicht auch eine dünne, trockene Schicht, beispielsweise die gebräunte Oberfläche von Pommes frites oder eine Brotkruste. Und so enthalten alle Brote, Knäckebrot, Pommes frites, Kartoffelchips, aber auch Kaffee teilweise hohe Mengen an Acrylamid. Für die Kartoffel ist zu beachten, dass eine Lagerung unter 8 °C bezüglich Acrylamid fördernd wirkt; bei Lagertemperaturen von 4 °C steigt der Gehalt an Fructose stark an, was beim Braten und Frittieren zu höherer Acrylamidbildung führt.

Will man auf die trockene Erhitzung von Lebensmitteln nicht verzichten (? Rohkost), ist eine gänzlich acrylamidfreie Ernährung momentan technisch nicht möglich. Ein Grenzwert wurde, wegen fehlender Erkenntnisse zur gesundheitlichen Wirkung bei Menschen, für Lebensmittel nicht festgesetzt. Es werden jedoch jährlich Signalwerte durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ermittelt, auf deren Grundlage die zuständigen Behörden der Bundesländer mit Herstellern besonders hoch belasteter Produkte in einen Dialog zur Minimierung der Werte treten. Beispielsweise bei Kartoffelchips beträgt dieser Signalwert 1.000 Mikrogramm pro Kilogramm. In einem Test der Zeitschrift Ökotest lag von 28 getesteten Produkten eines über dem Signalwert für Acrylamid.[61][58]

Es ist möglich, die Acrylamid durch eine Änderung von Rezepturen und Herstellungsverfahren zu reduzieren. In vielen Fällen kann bereits eine Absenkung der Höchsttemperatur beim Backen um 10–20 °C oder der Austausch von oder Verzicht auf einzelne Zutaten die Bildung von Acrylamid verringern. So hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit einen hohen Anteil an Mandeln und vor allem das Backtriebmittel Ammoniumhydrogencarbonat (früher: Ammoniumbicarbonat, auch: Hirschhornsalz) als Hauptproblem bei Lebkuchen ausgemacht. Nach Weglassen der Mandeln und Verwendung von Natron (Natriumhydrogencarbonat, früher: Natriumbicarbonat) in der Kombination mit Dinatriumdihydrogendiphosphat und Dicalciumphosphat als Triebmittel fiel der Acrylamidgehalt auf ein Zehntel des vorherigen Werts. Allerdings können sich diese Maßnahmen (zum Teil in erheblichem Maße) nachteilig auf das Aroma und die Konsistenz auswirken.[58]

Neben diesen Maßnahmen zur Reduzierung der Acrylamidbildung (optimierte Rohstoffauswahl und -behandlung sowie Veränderung vorhandener Verfahrensschritte) ist auch die Entwicklung neuartiger Prozesstechniken denkbar, beispielsweise der Einsatz der Vakuumfrittiertechnik bei der Kartoffelchipsproduktion.[62][58]

Gefährlichkeit von Acrylamid: Tierstudien belegen genotoxische und krebserregende Wirkung
Obwohl die Internationale Agentur für Krebsforschung 1994 festhielt, dass keine hinreichende Belege für menschliche Karzinogenität von Acrylamid vorhanden seien, wurde Acrylamid aufgrund der Laboruntersuchungen an Ratten und Mäusen als wahrscheinlich krebserzeugend eingestuft.[63] Es hat die UN-Nummer 2074.[58]

Die WHO gibt als allgemeine Empfehlung zu Acrylamid folgende Erklärung ab: „Es gibt nicht genügend Anhaltspunkte über den Acrylamidgehalt in verschiedenen Lebensmitteln um eine allgemeine Empfehlung für die Vermeidung irgendeines Nahrungsmittels abgeben zu können.“[64][58]

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) veröffentlichte im Juni 2015 ein wissenschaftliches Gutachten zu Acrylamid in Lebensmitteln. Demnach liefern Tierstudien Beweise für eine genotoxische und krebserregende Wirkung. Hinweise aus Humanstudien, dass die gegenwärtige Exposition Krebs verursacht, seien derzeit noch begrenzt und nicht schlüssig. Da Acrylamid sich in einer Vielzahl alltäglicher Lebensmitteln findet, betrifft dieses Gesundheitsproblem alle Verbraucher, wobei Kinder (bezogen auf ihr Körpergewicht) die exponierteste Altersgruppe sind. Die Lebensmittel mit dem größten Beitrag zur Acrylamidexposition sind frittierte Kartoffelerzeugnisse, Kaffee, Kekse, Cracker, Knäcke- und Toastbrot.[65][58]

Acrylamidrechner zur Expositionsabschätzung je nach Essgewohnheiten
Eine annähernde Berechnung der individuell aufgenommenen Dosis bei Eingabe der Essgewohnheiten ermöglicht das BfR-Acrylamidrechenprogramm des Bundesinstituts für Risikobewertung.[66]

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Gärtnermeister mit Leukämie ist überzeugt, dass Leukämie von Glyphosat kommt (2.5.15)

Sehr geehrte Damen und Herren, mit großem Interesse hab ich Ihren Artikel gelesen.
Bin Gärtnermeister und habe seit Herbst 2014 die Diagnose Leukämie.
Nach 5 Chemos kein Erfolg. Bin überzeugt, dass Leukämie von Glyphosat kommt.
Danke
O.E.

10. Mai 2015: Antwort des Autors an O.E.
Sehr geehrter Herr O.E.!
Ich bin auch überzeugt, dass das Leukämierisiko durch Glyphosat in den letzten Jahren unakzeptierbar stark gestiegen ist, speziell in Berufen, wo man viel damit in Berührung kommt. Ich bin auch erschüttert, dass die in den letzten Jahren sehr stark angestiegenen Glyphosat-Einsätze von den dafür zuständigen Stellen (BfR) auf Basis der Hersteller-Angaben statt auf unabhängige Studien gestützt bisher "weißgewaschen" und genehmigt wurden. Aus meiner Sicht ist eine starke Einschränkung der zulässigen Glyphosatmengen, z.B. auf die im Jahr 2000 eingesetzten Mengen, durch EU-Vorgaben erforderlich. Das würde weltweit betrachtet eine Reduktion um 80% gegenüber 2010 bedeuten, wäre also eine bedeutende Reduktion der Glyphosat-Belastung für uns alle. Das in Deutschland gestattete Totspritzen von Getreide muss in der gesamten EU (wie in der Schweiz schon geschehen) verboten werden. Für Berufe wie Gärtner und Landwirte müssen spezielle Richtlinien erlassen werden, welche für diese Berufe das Risiko, an den Glyphosat-Folgen zu erkranken, reduzieren. Die meisten meiner Bekannten, welche Krebs / Leukämie haben, wohnen in ländlichen Gebieten. Ich führe das (auch) darauf zurück, dass man am Land mehr mit Glyphosat in Berührung kommt als in der Stadt. Ich habe noch nicht gezielt Studien darüber recherchiert. Man sollte neutrale unbedingt Hersteller-unabhängige Studien darüber erstellen, ob in Berufen mit hoher Glyphosat-Exposition Leukämie häufiger auftritt. Mir ist bisher nur als gesichert bekannt, dass Leukämie besonders oft bei Berufen mit hoher Benzol-Exposition auftritt, was auch bei Ihnen (als Mitursache) denkbar wäre. Krebs hat ja auch oft multifaktorielle Ursachen. Um so mehr, muss man versuchen, nachgewiesene Einzelursachen möglichst auszuschalten. Wenn meine Vermutungen und Ihr Verdacht stimmen, müsste Leukämie bei Gärtner-Berufen und Landwirten, welche viel Glyphosat sprühen, häufiger auftreten. In Argentinien sind ja schon viele Fälle von Missbildungen dokumentiert, daher wurde dort extrem hoher Glyphosat-Einsatz schon gesetzlich eingeschränkt.

Wir sind alle sehr bedroht durch die extrem gestiegenen Glyphosat-Mengen, welche in den letzten Jahren eingesetzt wurden. Die einzige Chance, welche wir gegen diese Bedrohung haben, ist, das Wissen und die Studien über die Gefahren von Glyphosat möglichst objektiv und ohne Zensur zu veröffentlichen. Weil mich Krebsfälle im Bekanntenkreis sehr betroffen machten, trage ich auf den Seiten der Kategorie Krebs jedoch auch Wissen zusammen, wo es Nachweise gibt, dass dieses Wissen (vorbeugend) helfen kann, oder wenn möglicherweise bestimmte Krebsursachen zu wenig bekannt sind, welchen man aus dem Weg gehen könnte, wenn man sie kennt. Näheres dazu siehe Krebs (Medizin) und Krebsprävention. Falls Sie aussagefähige seriöse Seiten im Internet kennen, wo dokumentiert ist, dass Gärtner bzw. Landwirte häufiger an Leukämie erkranken, so möchte ich das auf der Seite Glyphosat und auf Krebs (Medizin) veröffentlichen. Ich bin jedoch sehr an der Seriosität der Quellen interessiert. Ich gehe davon aus, dass ein Wissen um Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Krebs auch zusätzlich zur Chemotherapie nach einer Krebserkrankung noch wertvoll wäre, wie z.B. auf einen hohen Vitamin-D-Spiegel im Blut zu achten, Aspartam und Furan (im Espresso-Kaffee), sowie Kontakt mit Polyurethan-Schaum mit Flammschutzmittel TDCPP zu meiden und eventuell CoEnzym Q10 zu substituieren. Ein mir bekannter Krebspatient hatte gerade wegen der Chemotherapie einen viel zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel im Blut. Bei ihm heilte die Chemotherapie inzwischen den Krebs. Er konsultierte nach der Chemotherapie eine Ärztin mit einem Diplom für "Orthomolekulare Medizin", welche ein Vitamin-D-Defizit feststellte und sich sehr wunderte, dass der Vitamin-D-Status nicht immer bei jeder Chemotherapie kontrolliert wird. Diese Ärzte sind spezialisiert darauf, in den Blutwerten Abweichungen vom Soll-Zustand festzustellen, und entsprechende Korrekturen vorzuschlagen. Ein Vitamin-D-Defizit sollte nach jeder Chemotherapie unbedingt per Blutanalyse untersucht werden und, falls vorhanden, behoben werden, wird aber leider oft übersehen. Ich denke, wenn man an Krebs erkrankt ist, sollte man alle Möglichkeiten ausschöpfen, mögliche nachgewiesene Krebs-auslösende Ursachen zu vermeiden, auch wenn es unsicher ist, ob das noch helfen kann. Es tut mir sehr leid, dass es zu Ihrer Erkrankung gekommen ist, und dass die Therapie dazu bisher nicht erfolgreich war. Ihr Feedback über Ihr Schicksal trägt auch zur Bewusstseinsbildung der Gefahr von Glyphosat / Roundup bei.

Mit freundlichen Grüßen
Autor von Vita Sana

Weitere Informationen

Einzelnachweise

  1. Y. M. Coyle: Lifestyle, genes, and cancer. In: Methods Mol Biol 472, 2009, S. 25–56. PMID 19107428
  2. 2,0 2,1 World Cancer Research Fund/American Institute for Cancer Research: Food, Nutrition, Physical Activity and the Prevention of Cancer. 2. Auflage, 2007, ISBN 0-972-25222-3, S. 93–94.
  3. dife.de: EPIC-Potsdam-Studie. Abgerufen am 11. Juni 2010
  4. S. ScheloskyWeniger Darmkrebs durch mehr Ballaststoff. DIfE-Pressemitteilung 2/2003, vom 3. Mai 2003
  5. Fleisch steigert, Fisch senkt das Darmkrebsrisiko. DIfE-Pressemitteilung 9/2005, vom 14. Juni 2005
  6. Zusammenhang zwischen Obst- und Gemüseverzehr und Krebserkrankungen des oberen Verdauungstraktes – Neue Ergebnisse der EPIC-Studie. DIfE-Pressemitteilung 12/2006 vom 20. Juli 2006
  7. Bestimmte Ernährungsweise kann mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko verbunden sein. DIfE-Pressemitteilung vom 28. August 2008
  8. P. Boffetta: Fruit and Vegetable Intake and Overall Cancer Risk in the European Prospective Investigation Into Cancer and Nutrition (EPIC). In: J Natl Cancer Inst 102, 2010, S. 529–537. DOI:10.1093/jnci/djq072 PMID 20371762
  9. Obst und Gemüse schützen (kaum) vor Krebs. In: Deutsches Ärzteblatt vom 7. April 2010
  10. W. C. Willett: Fruits, vegetables, and cancer prevention: turmoil in the produce section. In: J Natl Cancer Inst 102, 2010, S. 510–511. PMID 20371763
  11. Die Wirkung von Beta-Carotin: Zentrum der Gesundheit, abgerufen am 26.2.2017
  12. J. A. Milner: Preclinical perspectives on garlic and cancer. In: J Nutr 136, 2006, S. 827S-831S. PMID 16484574
  13. J. S. Yang u. a.: Diallyl disulfide inhibits WEHI-3 leukemia cells in vivo. In: Anticancer Res 26, 2006, S. 219–225. PMID 16475702
  14. J. A. Milner: A historical perspective on garlic and cancer. In: J Nutr 131, 2001, S. 1027S-1031S. PMID 11238810
  15. Lansky EP et al.: Possible synergistic prostate cancer suppression by anatomically discrete pomegranate fractions Investigational New Drugs. (2005) 7: 13–18. PMID 15528976
  16. Lansky EP et al.: Pomegranate (Punica granatum) pure chemicals show possible synergistic inhibition of human PC-3 prostate cancer cell invasion across Matrigel Investigational New Drugs. (2005) 23: 121–122. PMID 15744587
  17. Zentrum der Gesundheit: Schon ab einer einzigen Diät-Limonade am Tag kann das Risiko für Leukämie, Knochenmarkskrebs und Lymphdrüsenkrebs steigen
  18. Schernhammer ES et al., "Consumption of artificial sweetener- and sugar-containing soda and risk of lymphoma and leukemia in men and women." Am J Clin Nutr. 2012 Dec;96(6):1419-28. doi: 10.3945/ajcn.111.030833. (Der Konsum von süssstoff- und zuckerhaltigem Soda und das Risiko von Lymphomen und Leukämie bei Männern und Frauen.)
  19. Soffritti M et al., "First experimental demonstration of the multipotential carcinogenic effects of aspartame administered in the feed to Sprague-Dawley rats." Environ Health Perspect. 2006 Mar;114(3):379-85. (Erste experimentelle Darlegung der multipotent krebserregenden Wirkung von Aspartam im Fressen von Sprague-Dawley Ratten.)
  20. Soffritti M et al., "Life-span exposure to low doses of aspartame beginning during prenatal life increases cancer effects in rats." Environ Health Perspect. 2007 Sep;115(9):1293-7. (Die lebenslange Verabreichung von geringen Dosen Aspartam ab der vorgeburtlichen Lebensphase erhöht Krebs bei Ratten.)
  21. Was ist Aspartam? Fünf überraschende Fakten, die Sie über den chemischen Süßstoff nie erfahren, Jonathan Benson, KOPP online, 8. Juli 2014
  22. First Experimental Demonstration of the Multipotential Carcinogenic Effects of Aspartame Administered in the Feed to Sprague-Dawley Rats, Morando Soffritti, Fiorella Belpoggi, Davide Degli Esposti, Luca Lambertini, Eva Tibaldi, and Anna Rigano; Environ Health Perspect. Mar 2006; 114(3): 379–385. Published online Nov 17, 2005. DOI: 10.1289/ehp.8711
  23. Gesundheitslexikon auf Referata.com: Schützt Kaffee vor Nierenkrebs, Hautkrebs, Blasen- und Dickdarmkrebs?
  24. Kuballa T, et.al.: Furan in Kaffee und Kaffeegetränken. Deutsche Lebensmittel-Rundschau (2005), 6, S.229-235
  25. [[Kaffee|Kaffee im Gesundheitslexikon von Referata.com: Schützende und risikosteigernde Wirkung betreffend Krebs)
  26. 26,0 26,1 26,2 Ernährungsänderung nach Dr. Jacob stoppt Prostatakrebs und Alterungsprozess, 11. Okt. 2013
  27. Dr.Jacob's Institut: Ernährung bei Prostatakrebs, abgerufen am 29. Okt. 2013
  28. Christina A. Gamba, Susan M. Swetter, Marcia L. Stefanick, Jessica Kubo, Manisha Desai, Katrina M. Spaunhurst, Animesh A. Sinha, Maryam M. Asgari, Susan Sturgeon, Jean Y. Tang: Aspirin is associated with lower melanoma risk among postmenopausal Caucasian women. In: Cancer. 2013, S. n/a–n/a, DOI:10.1002/cncr.27817.
  29. Rothwell PM et al. Effect of daily aspirin on long-term risk of death due to cancer: analysis of individual patient data from randomised trials. Lancet. 2010 Dec 6. PMID 21144578
  30. Vitamin D, Dr. Andreas Faux, 4040 Linz, Oberösterreich, abgerufen am 21.2.2017
  31. http://www2.i-med.ac.at/pharmakologie/info/info20-2.html
  32. Effect of Selenium and Vitamin E on Risk of Prostate Cancer and Other Cancers. The Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial (SELECT) JAMA. 2009;301(1):39-51. Published online December 9, 2008; DOI:10.1001/jama.2008.864.
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  41. 41,0 41,1 41,2 Wikipedia: Otto Warburg (Biochemiker), deutscher Biochemiker, Arzt und Physiologe, geb. 1883, gestorben 1970, 1931 erhielt er für "Die Entdeckung der Natur und der Funktion des Atmungsferments“ den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.
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  50. Arbeiterkammer schlägt Alarm: Verbotenes Glyphosat in Mehrkornweckerln gefunden, heute.at, 21. Nov.2014
  51. 51,0 51,1 AK findet Pflanzenschutzmittel-Rückstände in Mehrkornweckerln, Arbeiterkammer, 21. Nov.2014
  52. Testergebnis: AK-Herbizidtest (Glyphosat) in 5 von 15 Mehrkornbrötchen, Konsumentenschutz AK Oberösterreich, PDF-Datei, 1 Seite, 121 kB, Oktober 2014
  53. Schimmel: Gefährlicher Hausgenosse, Von den Pilzen geht eine Gesundheitsgefahr aus. Einige produzieren leber- und nierenschädigende Stoffe, die sogar Krebs auslösen können. Allergiker leiden schon, wenn sie Schimmelpilzsporen nur einatmen; von Nicole Schuster, Pharmazeutische-Zeitung.de, Ausgabe 49/2012
  54. 54,0 54,1 54,2 54,3 Musterbefund für ein Fettsäureprofil von GanzImmun Diagnostics AG in Mainz, PDF-Datei, 9 Seiten, 2.72 MB, Link aktuell am 18.12.2016
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Einzelnachweise zum Thema Nahrungsergänzung

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  2. The Effect of Vitamin E and Beta Carotene on the Incidence of Lung Cancer and Other Cancers in Male Smokers, in: NEJM 330, 1994, S. 330–335. PMID 8127329
  3. R. Goralczyk: Beta-carotene and lung cancer in smokers: review of hypotheses and status of research. In: Nutr Cancer 61, 2009, S. 767–774. PMID 20155614 (Review)
  4. S. Offermann:Beta-Carotin erhöht bei Rauchern und Trinkern das Darmkrebsrisiko. In: Bild der Wissenschaft (Online) Vom 21. Mai 2003.
  5. Lockwood K; Moesgaard S; Hanioka T; Folkers K: Apparant partial remission of breast cancer in high-risk-patients supplemented with nutritional antioxidants, essential fatty acids and coenzyme Q10. Mol Aspects Med: 15s:231-240 (1994)
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  9. Trump, D. L. et al.: Vitamin D: considerations in the continued development as an agent for cancer prevention and therapy. In: Cancer J. 16, Nr. 1, 2010, S. 1–9. PMID 20164683.
  10. Untersuchung der gemeinnützigen Gesundheits-Organisation "GrassrootsHealth" über die richtig dosierte Einnahme von Vitamin D zur Krebsprävention
  11. M. F. Holick: Environmental factors that influence the cutaneous production of vitamin D. On: Am J Clin Nutr. Band 61 (3 Suppl), 1995, S. 638S–645S.
  12. 12,0 12,1 12,2 12,3 12,4 12,5 W. B. Grant und M. F. Holick: Benefits and Requirements of Vitamin D for Optimal Health: A Review (PDF-Datei; 262 kB). In: Altern Med Rev. Band 10(2), 2005, S. 94–111.
  13. S. M. Lippman u. a.: Effect of Selenium and Vitamin E on Risk of Prostate Cancer and Other Cancers. The Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial (SELECT). In: JAMA 301, 2009, S. 39–51. PMID 19066370

Literatur

Siehe auch

Weblinks