Zink im menschlichen Körper

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Nahrungsmittel, die Zink enthalten

Zink ist ein wichtiges Spurenelement, das weder in zu niedriger noch in zu hoher Konzentration im Körper vorhanden sein sollte.[1] Zink ist nach Disbalancen beim Fettsäureprofil, Vitamin D, DHA, Folsäure, ß-Carotin, und Calzium (bei Älteren ab 65 Jahren) jener mit der Ernährung zuzuführende Vitalstoff im Körper, welcher bei Menschen ab 65 Jahren an siebenter Stelle der Tabelle mit Disbalancen an Mikronährstoffen im menschlichen Körper steht. Bei Zink haben 67% der Männer und 31% der Frauen über 65 Jahren sowie 25,7% der Männer und 17,3% der Frauen aller Altersgruppen zu niedrige Blutwerte. Sollte Ihr Zink-Wert zu niedrig sein, dann ist es empfehlenswert, chelatiertes Zink einzunehmen.[1] Lassen Sie Ihren Zinkspiegel alle 2 bis 5 Jahre auch dann bestimmen, wenn Sie keine Aluminiumbelastung vermuten. Denn es ist bekannt, dass ein zu niedriger Zinkspiegel neben anderen negativen Wirkungen wie Schwächung des Immunsystems, Beschleunigung der Alterungsvorgänge, Neigung zu Hautkrankheiten wie Ekzemen, Problemen mit Haaren und Fingernägeln und zu rascher altersbedingter Absenkung des Testosteron-Spiegels auch die Einlagerung von Aluminium im Körper erleichtert.[2] [1]

Inhaltsverzeichnis

Wirkungen im Körper

Zink zur Aluminium-Ausleitung aus dem Körper

Neben zahlreichen anderen positiven Wirkungen kann Zink auch zur Aluminium-Ausleitung verwendet werden.[1] Lassen Sie daher Ihren Zinkspiegel jedenfalls dann bestimmen, wenn Sie eine Aluminiumbelastung vermuten. Es ist bekannt, dass ein zu niedriger Zinkspiegel auch die Einlagerung von Aluminium im Körper bzw. im Gehirn erleichtert. [2]

DHT-Reduzierung, gegen Akne & Haarausfall

Das Enzym 5-a-Reduktase wird durch Zink gehemmt. Die Hemmung verhindert die Umwandlung von Testosteron in DHT (Dihydrotestosteron). DHT verstärkt genetisch bedingten Haarausfall, sorgt für eine Vergrößerung der Prostata und bildet Akne aus.[3]

Haut, Säure-Basen-Haushalt, Sehkraft, Sperma

Zink beeinflusst die Gesundheit der Haut (das Hautbild). Es ist an der Regulierung des Säure-Basen-Haushalt des Bluts beteiligt. Auch auf unsere Augen und damit verbunden auf die Sehkraft hat Zink einen Einfluss. Zink spielt auch eine Rolle bei der Geschmackswahrnehmung und kann sich so auf unser Versorgungsverhalten auswirken. Zusammen mit Kupfer verstärkt es die Superoxiddismutasewirkung (SOD), die freie Radikale in Wasserstoffperoxyd umwandelt und so neutralisiert. Auch die Sperma- und Eizellenbildung hängt vom Zink ab.[3]

Immunsystem / Erkältungen

Sowohl das Immunsystem als auch viele Hormone benötigen Zink für ihre Funktion.[4] Zink fördert das Immunsystem u. a. durch eine Abschwächung der Immunreaktion bei überschießenden Reaktionen des Immunsystems[5]. Zink ist wichtig für das Immunsystem, welches es wirkungsvoll unterstützt. Eine Erkältung mit Zink zu bekämpfen, kann die Genesung bis zu 2-3 Tage beschleunigen.[3]

Leistungssteigerung

Eine 2005 auf einer Konferenz der US-amerikanischen Gesellschaft für Ernährungswissenschaften in San Diego vorgestellte Studie deutet darauf hin, dass Kinder, die täglich ausreichend Zink erhalten (20 mg), eine deutliche Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit erfahren. Zink verbesserte das visuelle Gedächtnis, die Leistungen in einem Wortfindungstest und die Konzentrationsfähigkeit.[6]

Stoffwechsel, Aufbau Erbsubstanz, Zellwachstum

Zink zählt zu den unentbehrlichen (essentiellen) Spurenelementen für den Stoffwechsel. Es ist Bestandteil einer Vielzahl von Enzymen, beispielsweise der RNA-Polymerase und der Glutathionperoxidase. Zink erfüllt im Körper viele verschiedene Funktionen. So nimmt es Schlüsselrollen im Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel ein und ist beteiligt am Aufbau der Erbsubstanz und beim Zellwachstum.

Anabole Hormone, Testosteronsynthese, Serotonin

Alle anabolen Hormone sind auf ausreichend Zink angewiesen (Testosteron, Wachstumshormon hGH, Insulin, IGF-1 usw.). Zink hilft bei der Produktion des Glückshormons Serotonin und hat daher Einfluss auf unsere Laune. Zink ist ein essentieller Bestandteil der Testosteronsynthese. Es wirkt direkt auf die Keimdrüsen. Mit ausreichend Zink sorgt man also für maximales endogenes (körpereigene) Testosteronaufkommen. Aus diesem Grund zählt Zink auch als natürlicher Testosteron Booster.[3]

Zink als Heilmittel

Morbus Wilson, Kupfer, Zinksalben, Ekzeme, Wundheilung

Zink wirkt auf den Stoffwechsel der Darmzellen dahingehend, dass weniger Kupfer resorbiert wird. Zinksalze (z. B. Zinksulfat, Zinkacetat) eignen sich daher als Arzneistoffe in der Behandlung des Morbus Wilson, einer Erkrankung, bei der der Kupferstoffwechsel in der Leber gestört ist und es dadurch zu einer vermehrten Ansammlung von Kupfer in der Leber, dem Auge, dem Zentralnervensystem und anderen Organen kommt. Zinkhaltige Salben werden bei der Wundheilung und Hautausschlägen (Ekzeme) angewendet.[7] Eine Nahrungsergänzung mit 15-30 mg Zink/Tag (je nach Stärke des Ekzems) zeigt als Dauer- und Akutbehandlung bei dyshidrotischen Ekzemen sehr gute Erfolge. Auch die Wundheilung hängt von einer ausreichenden Versorgung mit Zink ab.

Prävention von Erkältungskrankheiten

Das indische Institute of Medical Education und Research konnte jüngst bei einer für die Cochrane Collaboration durchgeführten Auswertung (Metaanalyse) von insgesamt 15 publizierten klinischen Studien zur Behandlung bzw. Prävention von Erkältungskrankheiten mit Zink eine mildernde und die Krankheitsdauer verkürzende Wirkung feststellen.[8][9] Ältere Untersuchungen konnten dies bisher nicht nachweisen.[10][11]

Behandlung akuter Diarrhöe (Durchfall)

2004 gaben World Health Organization (WHO) und die United Nations Children’s Fund (UNICEF) eine Stellungnahme zur Behandlung akuter Diarrhöe (Durchfall) ab, in der sie die gemeinsame Behandlung mit Zink und Oraler Rehydrationslöung (ORS) empfahlen[12].

Behandlung von Schuppenflechte (Psoriasis) mit Zink & Omega-3-Fettsäuren

Menschliche Hautzellen erneuern sich ständig. Bei der Schuppenflechte aber viermal schneller als bei gesunder Haut. Die Krankheit verläuft in Intervallen. Im akuten Schub ist die starke Schuppung gepaart mit Entzündungen. Dazwischen kann sich die Haut wieder normalisieren. Die Ursache ist nicht bekannt, man geht aber davon aus, dass sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper wendet. Schuppenflechte ist laut [13] nicht heilbar. Dennoch gibt es verschiedene Ansätze, die Symptome zu lindern.

Beeinflussung des Immunsystems mit Zink und Reduktion der Entzündungsneigung durch Optimierung der Fettsäuren
Bei schwersten Krankheitsverläufen sind das Immunsystem unterdrückende Medikamente manchmal die einzige Hoffnung auf Besserung. Mittel wie Ciclosporin A und Methotrexat weisen aber erhebliche Nebenwirkungen auf. Weit weniger Nebenwirkungen sind bei der Therapie mit Fumarsäureestern zu erwarten. Zink stärkt völlig ohne negative Nebenwirkungen das Immunsystem. Ein Zinkmangel könnte auch eine versteckte Ursache von Psoriasis sein, daher sollte der Zink-Spiegel im Blut bei Psoriasis-Patienten unbedingt kontrolliert werden. Als ergänzende Behandlungen werden immer häufiger Fischöle mit ihrem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren als Nahrungsergänzung bei entzündungsbedingten Krankheiten eingesetzt. Details über die entzündungshemmende Wirkung der Omega-3-Fettsäuren siehe auch Omega-3-Index in diesem Gesundheits-Lexikon. Aussagekräftige Studien über Behandlungserfolge bei Schuppenflechte existieren noch nicht. Nach dem jetzigen Wissensstand spricht aber nichts gegen einen Therapieversuch mit Fischölen. Gleiches gilt auch für die Einnahme von Zink-Tabletten. Es gibt Hinweise darauf, dass bei manchen Hauterkrankungen essentielle Fettsäuren fehlen, die der Körper mit der Nahrung aufnehmen muss. Nachtkerzenöl enthält große Mengen dieser Fettsäuren. Neuerdings wird es verstärkt auch zur Behandlung der Schuppenflechte angepriesen - wissenschaftliche Nachweise dafür fehlen jedoch.[13]

Zur Feststellung von Defiziten bei den Fettsäuren muss man ein Fettsäureprofil erstellen lassen. Aus dem Ergebnis, das auch den Omega-3-Index ausweist, sieht man klar, ob wegen eventueller Defizite bei bestimmten Fettsäuren eine Entzündungsneigung vorliegt, welche man sehr leicht durch eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten bekämpfen kann. Man muss einfach mehr der fehlenden ungesättigten Fettsäuren zu sich nehmen und/oder die tierischen Fette, welche zu hohe Werte der entzündungsverursachenden Arachidonsäure zur Folge haben, reduzieren. Der Omega-3 Index wurde 2002 erfunden und definiert, und zwar von Prof. Dr. W.S. Harris, Sanford University, USA und Prof. Dr. C. von Schacky, Ludwig Maximilians-Universität München.[14] Diese zwei Wissenschaftler haben die Messmethodik standardisiert und zum Patent angemeldet. Der Omega-3-Index nach der in dem Patent beschriebenen Messmethodik heißt nun „HS-Omega-3 Index®“ ("high sensitivity" oder "Harris Schacky"). Der HS-Omega-3 Index muss in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) in der von Harris und von Schacky definierten und streng standardisierten Weise aus EDTA-Blut gemessen werden. Andere Messungen (wie z.B. im Serum oder mit anderen Messmethoden) sind wertlos. Optimalerweise liegt der HS-Omega-3 Index zwischen 8% und 11%. Bei vielen Personen in Ländern, welche nicht von Küsten umgeben sind, liegt er aber deutlich niedriger, oft nur bei ca. 4%. Den Omega-3-Index kann man z.B. im Rahmen eines Fettsäureprofils für ca. 48 € bestimmen lassen. Einen Musterbefund für ein Fettsäureprofil von GanzImmun Diagnostics AG in Mainz finden sie in Einzelnachweis [15].

Tagesbedarf und Zink-Quellen

Tagesbedarf

Je nach Quelle findet man leicht unterschiedliche Angaben über die tägliche Zinkaufnahme aus der Nahrung: Aus einer normalen Mischkost nimmt man laut Quelle [3] ca. 7-10mg Zink zu sich. In Quelle [16] aus Washington findet man etwas höhere Angaben: In den Vereinigten Staaten beträgt demnach die Aufnahme durch Nahrung gegenwärtig 9 mg/Tag für Frauen und 14 mg/Tag für Männer. Die empfohlene Tagesmenge für Zink liegt laut Weltgesundheitsorganisation für erwachsene Männer bei 15 mg, für Frauen bei 12 mg, für präpubertäre Kinder bei 10 mg und für Säuglinge bei 5 mg.[17] Der Tolerable Upper Intake Level für Erwachsene beträgt 40 mg/Tag.[16]. Der Tolerable Upper Intake Level (kurz UL) bezeichnet die maximale langfristige Gesamtzufuhr eines Nährstoffes, die auch für sensitive Personen einer gesunden Bevölkerungsgruppe kein Risiko für die Entwicklung von Gesundheitsbeeinträchtigungen beinhaltet. Dabei bezeichnet der Begriff „Tolerable“ den Zufuhrwert, der mit einer hohen Wahrscheinlichkeit aus biologischer Sicht toleriert werden kann.

Symptome bei Zinkmangel

Ob ein Zinkmangel vorliegt, kann man durch Analyse des Zinkspiegels im Blut feststellen, welche von den meisten Krankenkassen bezahlt wird, wenn eine entsprechende Indikation vorliegt. Die Normwerte sind im Bereich zwischen 70 bis 150 µg/dl. Sollte eine Person an einem der folgendem Zinkmangelsymptome leiden, so sollte diese Person durch Nahrungsergänzung bzw. Umstellung der Ernährung Zinkwerte im Blut anstreben, welche eher an der oberen Grenze des Normbereiches liegen.

Nach Angaben von Quelle [3] kann Zinkmangel zu folgenden Symptomen führen:

  • Antriebsschwäche
  • Beeinträchtigung der Sinneswahrnehmung, wie z.B. Schmeck- und Riechstörungen
  • Brüchige Fingernägel
  • Depressionen
  • Dünner werdende Haare, Haarausfall
  • Ekzeme
  • Entzündliche Hautreaktionen (Akne)
  • Gestörte sexuelle Entwicklung
  • Konzentrationsstörungen
  • Libidoverlust
  • Kraft und Muskelmasseverlust
  • Schuppenflechte (Psoriasis)[13]
  • Vermehrte Infektanfälligkeit
  • Verdauungsstörungen
  • Verzögerte Wundheilung
  • Wachstumsverzögerungen

Zinkgehalt in Lebensmitteln

Tabelle für Lebensmittel mit[18][19]

sehr viel Zink pro 100 g viel Zink pro 100 g durchschnittlich viel Zink pro 100 g wenig Zink pro 100 g
Austern 7,0–160,0 mg Paranüsse 4,0 mg Hirse 3,4 mg Huhn 1,0 mg
Leber (Kalb, Schwein, Rind) bis zu 6,3 mg (Schwein) Lamm 2,3–6,0 mg Knäckebrot 3,1 mg Fisch 0,4–1,1 mg
Sojamehl 5,7 mg Linsen (getrocknet) 3,7 mg Nudeln (ungekocht) 3,1 mg Gemüse 0,2–1,0 mg
Emmentaler 30 % o. 45 % F.i.Tr. 4,6 mg Sojabohnen (getrocknet) 0,7–4,2 mg Walnuss 2,7 mg Joghurt 0,3–0,5 mg
Haferflocken 4,0–4,5 mg Mais 2,5–3,5 mg Vollkornkekse 2,7 mg Kartoffel 0,4–0,6 mg
Butterkäse (Tilsiter, Gouda) 3,5–4,0 mg Erdnüsse (geröstet) 3,0–3,5 mg Camembert 2,7 mg Vollmilch 0,4 mg
Rindfleisch 3,0–4,4 mg Weizenmischbrot 3,5 mg Bohnen (weiß) 2,6 mg Obst 0,1–0,5 mg

Aus einer normalen Mischkost nimmt man ca. 7-10 mg Zink pro Tag zu sich. [3]

Nahrungsergänzung mit Zink-Präparaten

Ein Zink-Nahrungsergänzungs-Produkt kann man nur dann als hochwertig betrachten, wenn vor dem Kauf für den Konsumenten mindestens 3 der folgenden 4 Angaben sichtbar sind:

  • mg elementes Zink je Kapsel
  • mg der Zink-Verbindung je Kapsel
  • Welche Zink-Verbindung ist in den Kapseln?
  • ab 30mg/Kapsel Hinweis auf Kupferspiegelreduktion im Blut oder Kombination mit Kupfer

Die auf der Packung sichtbaren Umrechnungsfaktoren zwischen elementarem Zink und Zink-Verbindung müssen dann der unten stehenden Tabelle "Zink-Gehalt in Zink-Verbindungen (Nahrungsergänzung)" entsprechen. Bei höher dosierten hochwertigen Produkten mit mehr als 15 mg elementarem Zink je Kapsel sollte auch Kuper enthalten sein und zwar je Kaspel etwa 1/10 der Menge an elementarem Zink, da höher dosierte Zink-Einnahme den Kupferspiegel im Blut reduziert. Ist bei Zn-Tabletten mit ab 30mg Zink je Tablette kein Kupfer enthalten, so sollte bei hochwertigen Zn-Zabletten zumindest ein Hinweis vermerkt sein, dass meist bei täglicher Zn-Einnahme ab 30mg der Kupferspiegel im Blut reduziert wird, und man den Kupferspiegel im Blut in diesen Fällen daher kontrollieren sollte. Auch ein Hinweis, Kupfer im Fall zu niedriger Cu-Werte im Blut mit 10% der zugeführten Zn-Menge (eventuell 5-24 Stunden zeitversetzt) zu Zink zusätzlich zu substituieren, sollte bei hochwertigen Zn-Tabletten mit mehr als 30mg je Kapsel nicht fehlen.

In folgender ersten Tabelle sind Zink-Präparate angeführt, bei welchen trotz intensiver Suche die ersten 3 der oben angeführten wichtigen Angaben im Internet nicht auffindbar waren:

Wegen unklarer Angabe der Menge elementares Zink / Zink-Verbindung je Kapsel zu meidende Zink-Präparate

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dass die angegebenen Zink-Mengen auf Zink-Citrat und nicht auf elementares Zink bezogen sind, da auf der Verpackung nur "Zink" angegeben wird, und keine Angabe über die Art der Zink-Verbindung. Bei Zink-Produkten, wo nicht beides (Zink und die Zink-Verbindung) mit Umrechnung angegeben wird, wie dies z.B. bei "VegaVital Zink 15mg" mit Amazon-ASIN B00F8BK52Y vorbildlich der Fall ist, kann man davon ausgehen, dass es sich um Zink-Citrat, Zinksulfat oder andere Zink-Verbindungen mit noch weniger elementarem Zink handelt. Im Fall von Zink-Citrat heißt das, es wäre dann nur 31.9% elementares Zink enthalten im Fall von "Zink-D-gluconat 3H2O" wäre sogar nur 12.8% elementares Zink enthalten. Man kann das nur daran feststellen, wenn trotz Einnahme von 15-30 mg elementarem Zink /Tag langfristig die Zink-Werte im Blut nicht entsprechend höher werden. Zink-Produkte, wo nicht beides (Zink und die Zink-Verbindung) mit Umrechnung angegeben wird, muss man also meiden, denn es besteht entweder die Gefahr einer Unterdosierung oder, was auch nicht gut ist, einer schädlichen Überdosierung mit Reduktion des Kupferspiegels im Blut. Werden auf der Verpackung Mengenangaben in mg "Zink" angegeben, und diese Mengen träfen real auf Zink-Citrat oder Zink-Sulfat zu, so wäre dies eine preisliche Konsumententäuschung mit um den Faktor 3 zu hohem Preis. Leider ist bei einem Großteil der Zink-Nahrungsergänzungsprodukte nicht beides (Zink und die Zink-Verbindung) angegeben und sehr oft auch nicht die Art der Zink-Verbindung. Da zur Erreichung der gewünschten Wirkung darüber unbedingt Klarheit herrschen muss, bleibt dem Konsumenten nichts anderes übrig, als derartige unzureichend spezifizierte Zink-Präparate nicht zu kaufen und auch in Rezensionen darauf hinzuweisen, falls derartige Unklarheiten oft sogar mit einem deshalb scheinbar attraktivem Preis pro mg Zink bei Produkten im Internet festgestellt werden.

Zum Kauf in Frage kommende Zink-Präparate mit Angabe der Menge elementares Zink / Zink-Verbindung je Kapsel

In folgender Tabelle sind Zink-Präparate angeführt, bei welchen vor dem Kauf für den Konsumenten mindestens 3 der folgenden 4 Angaben sichtbar sind:

  • mg elementes Zink je Kapsel
  • mg der Zink-Verbindung je Kapsel
  • Welche Zink-Verbindung ist in den Kapseln?
  • ab 30mg/Kapsel Hinweis auf Kupferspiegelreduktion im Blut oder Kombination mit Kupfer
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Die in der Tabelle als Vergleichsbasis angenommene Einnahme von 30 mg Zn/Tag ist nur vorübergehend bei zu niedrigem Zink-Spiegel im Blut empfehlenswert.
Ansonsten ist eher von einer täglichen Ergänzung von 15mg Zink pro Tag auszugehen.

Zink-Gehalt in Zink-Verbindungen (Nahrungsergänzung)

Zink-Verbindung [3] [20] Elementares Zink in %
Zinksulfat 1H2O 36,4
Zink-Citrat[21] 31,9
Zinksulfat 7H2O 22,7
Zinkpicolinat, wasserfrei 21,1
Zink DL-aspartat, wasserfrei 19,8
Zinkorotat, wasserfrei 18,6
Zinkhistidinat, wasserfrei 17,5
Zinkorotat 2H2O 16,9
Zinkhistidinat 2H2O 16,0
Zink-D-gluconat, wasserfrei 14,3
Zink-D-gluconat 3H2O 12,8

Interaktionen von Zink mit anderen Mikronährstoffen (Vitalstoffe)

Zink–Wechselwirkungen mit Eisen

  • Im Gegensatz zu einer normalen Eisenaufnahme durch die Ernährung kann die zusätzliche Gabe von Eisen durch eine Nahrungsergänzung in der Dosierung von 38-65 mg elementares Eisen/Tag die Zinkabsorption verringern. Diese Interaktion ist während der Schwangerschaft und der Stillzeit von besonderer Bedeutung, sodass einige Experten Frauen raten, die in dieser Zeit mehr als 60 mg elementares Eisen zusätzlich zu sich nehmen, ebenfalls ein Zinkpräparat zu verwenden.[22]
  • Wenn ein Eisen-Präparat ein Verhältnis von Eisen zu Zink über 2:1 aufweist, ist die Zinkresorption vermindert. Im Gegensatz dazu vermindert zuviel Zink auch die Eisenaufnahme, woraus ein Eisenmangel entstehen kann.[3]

Zink–Wechselwirkungen mit Folsäure

Die Beziehung zwischen Folsäure und Zink wird kontrovers beurteilt: Die Bioverfügbarkeit von Folat wird möglicherweise durch ein Zink-abhängiges Enzym erhöht. Bei einigen Studien wurde deutlich, dass eine geringe Zinkzufuhr die Folat-Absorption verringerte, andere Studien belegen, dass die zusätzliche Gabe von Folsäure die Verwertung von Zink bei Personen mit niedrigem Zinkstatus beeinträchtigte. Eine neuere Studie wiederum zeigte, dass weder die zusätzliche Gabe von 800 µg Folsäure/Tag über 25 Tage den Zinkstatus beeinflusste noch eine zusätzliche Zinkzufuhr sich auf die Folat-Verwertung auswirkte.[22]

Zink–Wechselwirkungen mit Getreideprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen

Nahrungsmittel mit einem hohen Phytinanteil – z. B. Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse – vermindern die Resorption von Zink.[22]

Zink–Wechselwirkungen mit Kalzium

  • Bei Tieren verringert ein hoher Calciumkonsum die Zinkabsorption, diese Beziehung konnte aber bisher für den Menschen nicht nachgewiesen werden. Der Konsum von 890 mg Calcium in Form von Milch oder als Calciumphosphat verringerte bei postmenopausalen Frauen die Zinkabsorption und beeinflusste den Zink-Haushalt, bei jungen Frauen dagegen, die 1.000 mg Calcium/Tag in Form von Calciumcitratmalat zu sich nahmen, wurde die Zinkabsorption oder der Zinkhaushalt nicht beeinflusst. In Verbindung mit Phytinsäure (Phytate) – beispielsweise vorhanden im Getreide – verringert Calcium – durch Bildung unlöslicher Zink-Calciumphytat-Komplexe – die Zinkabsorption.

Für Tannine – beispielsweise vorhanden im Tee – wurde in einigen wissenschaftlichen Studien Gleiches nachgewiesen, dagegen für Oxalate – Rhabarber hat beispielsweise einen hohen Gehalt an Oxalsäure – scheint dieses nicht zu gelten.[22]

  • Zuviel Kalzium kann die Zink-Resorption vermindern. Gegenteilig verhält es sich genauso.[3]

Zink–Wechselwirkungen mit Kupfer

  • Der Konsum von großen Mengen Zink (mehr als 50 mg/Tag) über mehrere Wochen kann die Bioverfügbarkeit von Kupfer herabsetzen. Durch den erhöhten Zinkkonsum wird intestinal vermehrt ein Kupfer-bindendes Protein synthetisiert, das sogenannte Metallothionein. Metallothionein schließt Kupfer innerhalb der intestinalen Zellen ein und verhindert so seine Absorption. Eine normale Zinkaufnahme beeinflusst dagegen die Kupfer-Absorption nicht; ein erhöhter Kupfer-Konsum beeinflusst die Zinkabsorption ebenfalls nicht.[22]
  • Zuviel Kupfer vermindert die Zinkresorption und erhöht die renale Zinkausscheidung (über die Nieren)[3]

Zink-Wechselwirkungen mit Selen

Zink kann die Aufnahme von Selen im Körper beeinträchtigen. Entsprechende Nahrungsergänzungsmittel sollten daher idealerweise zeitversetzt eingenommen werden. Üblicherweise genügt dafür ein Abstand von etwa zwei bis drei Stunden.[23]

Zink–Wechselwirkungen mit den Vitaminen A und B

  • Vitamine A und B2 fördern die Zinkresorption[3]
  • Zink-Mangel stört den Stoffwechsel und die Nutzung von Vitamin A.[3]
  • Vitamin B6 fördert die Zinkresorption, ein Vitamin B6 Mangel vermindert den Zinkspiegel im Blut[3]

Zink–Wechselwirkungen mit Vitamin E

Vitamin E vermindert den Zinkspiegel im Blut und kann die Auswirkungen eines Zinkmangels verschärfen. Ein Zinkmangel senkt den Vitamin E Spiegel im Blut [3]

Überdosierung

Keinesfalls auf Dauer mehr als 50mg/Tag einnehmen

Wie auch ein Mangel kann eine überhöhte Aufnahme von Zink zu nachteiligen Symptomen bis hin zu Vergiftungen führen. Die maximal empfohlene Menge von 50mg sollte auf keinen Fall überschritten werden, auch nicht in Verbindung mit Sport. Eine fortwährende Einnahme von höheren Zinkmengen sollte immer mit ärztlicher Absprache erfolgen. Zu Berücksichtigen ist grundsätzlich die gesamte Zinkaufnahme aus Supplementen UND aus Zink, das über natürliche Lebensmittel zugeführt wird.[3] Eine Zufuhr von mehr als 100 mg pro Tag ist nicht empfehlenswert, ab 200 Milligramm können Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder auch Durchfall auftreten.[24] Wird Zink in hoher Dosis aufgenommen, indem z. B. beim Brennschneiden verzinkter Stähle Zinkdämpfe eingeatmet werden, so entsteht das sogenannte „Zinkfieber“. Hierbei entwickelt der Vergiftete grippeähnliche Symptome mit zum Teil starken Fieberanfällen. Die Symptome klingen im Allgemeinen nach 1–2 Tagen wieder ab.

Akute Zinkvergiftung

Beim Menschen führt die Aufnahme von Zink ab etwa 2 Gramm zu akuten Vergiftungserscheinungen.[25] Um eine akute Zinkvergiftung zu erleiden, bedarf es schon einer außerordentlich hohen Zinkzufuhr, z.B. über Getränke, welche in verzinkten Behältnissen gelagert waren. Ansonsten treten Zinkvergiftungen nur beim Einatmen von Zinkdampf oder Zinkstaub z.B. in Gießereien auf. Akute Vergiftungen rein über die Nahrung und zusätzliche Supplementierung sind sehr selten. Treten Sie dennoch auf, kommt es zu Symptomen wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Fieber, Bauchschmerzen, metallischem Geschmack, beschleunigter Atmung und Kreislaufbeschwerden.[3]

Kupfermangel & erhöhte Zellteilungen nach chronischer Zinküberdosierung

Sie entstehen durch länger anhaltende Einnahme hoher Zinkmengen von mehr als 50 mg/Tag. Solche Mengen erreicht man sehr leicht über hoch dosierte Zinksupplemente. Gängig sind bei Supplementen durchaus Dosierungen von 25mg Zink pro Kapsel. Mit der Einnahme von 2 Kapseln, dem Zink aus der normalen Nahrung sowie aus weitern Supplementen kommt man hier leicht in einen Zustand der chronischen Überdosierung.[3]

Auswirkungen einer Zink-Überdosierung

Zuviel Zink führt zu einem Kupfermangel, da Zink die Kupferabsorption im Darm hemmt. Kupfermangel kann wiederum dazu führen, dass die roten Blutkörperchen zu wenig roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) enthalten (hypochrome Anämie). Das Verhältnis von Zink zu Kupfer, das über die Nahrung aufgenommen wird, sollte 10:1 betragen, was einer Aufnahme von 20-30mg Zink zu 2-5mg Kupfer entspricht. Bei mehr als 50mg Zink pro Tag über einem längeren Zeitraum können sich die Blutwerte verschlechtern. Zudem kann sich Infektionsanfälligkeit erhöhen. Möglich ist bei Dosierungen über 150mg / Tag sogar eine Beteiligung an verstärktem Tumorwachstum, da Zink auch an der Zellteilung beteiligt ist.[3]

Weitere Informationen

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Ausleitung von Aluminium, Zentrum der Gesundheit, letzte Änderung: 17.2.2017, abgerufen am 8.4.2017
  2. 2,0 2,1 Wenk GL, Stemmer KL: Suboptimal dietary zinc intake increases aluminum accumulation into the rat brain, Dezember 1983, Brain Research, Suboptimale Zinkaufnahme mit der Nahrung erhöht Aluminiumanhäufung im Gehirn der Ratte (Studie als PDF-Datei)
  3. 3,00 3,01 3,02 3,03 3,04 3,05 3,06 3,07 3,08 3,09 3,10 3,11 3,12 3,13 3,14 3,15 3,16 3,17 3,18 ZINK – Dieses Spurenelement hat es in sich, PEAK AG, 14. Oktober 2010, abgerufen am 24. August 2015
  4. rhw-redaktion (Hrsg.): Ökotrophologie. Band 2. Verlag Neuer Merkur GmbH, 2005, ISBN 3-937346-03-1, S. 202.
  5. Liu et al., ZIP8 Regulates Host Defense through Zinc-Mediated Inhibition of NF-kB, Cell Reports (2013), http://dx.doi.org/10.1016/j.celrep.2013.01.009
  6. http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/252009.html
  7. http://www.medizinauskunft.de/artikel/wohlfuehlen/schoensein/16_05_zink_haut.php
  8. Meenu Singh, Rashmi R. Das: Zinc for the common cold [Intervention Review]. The Cochrane Library. Abgerufen am 17. Februar 2011.
  9. Zink hilft bei Erkältungen in Spiegel-Online vom 16. Februar 2011]
  10. Caruso TJ, Prober CG, Gwaltney JM: Treatment of naturally acquired common colds with zinc: a structured review. In: Clin. Infect. Dis.. 45, Nr. 5, September 2007, S. 569–574. DOI:10.1086/520031. PMID 17682990.
  11. Marshall I: Zinc for the common cold. In: Cochrane Database Syst Rev. Nr. 2, 2000, S. CD001364. DOI:10.1002/14651858.CD001364. PMID 10796643.
  12. WHO/UNICEF JOINT STATEMENT: CLINICAL MANAGEMENT OF ACUTE DIARRHOEA
  13. 13,0 13,1 13,2 Medikamente gegen Schuppenflechte, Praxis Dr. med. Burkhard Bündgens, gelesen am 27. Juli 2014
  14. Omegametrix GmbH: HS-Omega-3 Index und Omega-3 Index
  15. Musterbefund für ein Fettsäureprofil von GanzImmun Diagnostics AG in Mainz, PDF-Datei, 9 Seiten, 2.72 MB, Link aktuell am 30.3.2014
  16. 16,0 16,1 Panel on Micronutrients, Subcommittees on Upper Reference Levels of Nutrients and of Interpretation and Use of Dietary Reference Intakes, and the Standing Committee on the Scientific Evaluation of Dietary Reference Intakes: Dietary Reference Intakes for Vitamin A, Vitamin K, Arsenic, Boron, Chromium, Copper, Iodine, Iron, Manganese, Molybdenum, Nickel, Silicon, Vanadium, and Zinc, 2001.
  17. WHO: Zinc in Drinking-water – Background document for development of WHO Guidelines for Drinking-water Quality (PDF; 152 kB)
  18. Tabelle - Nährwert und Zinkgehalt. Abgerufen am 18. Mai 2010 (deutsch).
  19. Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Abgerufen am 18. Mai 2010 (deutsch).
  20. Zink-Gehalt in Zink-Verbindungen (Nahrungsergänzung), symptome.ch, 11.5.2006, abgerufen am 27. Juli 2014
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  23. Vitamine-Ratgeber: Selen, deutsche Seite rund um Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Aminosäuren und bekannte Naturheilmittel, abgerufen am 20. Dezember 2016
  24. EUFIC: Zink – ein Super-Nährstoff?, FOOD TODAY 05/2008
  25. rhw-redaktion (Hrsg.): Ökotrophologie. Band 2. Verlag Neuer Merkur GmbH, 2005, ISBN 3-937346-03-1, S. 204.

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